Böller und Flaschen auf Polizei: Junge Fasnächtler in Einsiedeln ausser Rand und Band

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Im Schnee vor dem Bahnhof Einsiedeln liegen leere Bierflaschen, eine Gruppe Fasnächtler mit Bierkartons in den Händen schlendert vorbei. Sie wollen weg von der Polizei. «Wo laufen wir da hin?», fragt einer auf dem Weg zur Mythenstrasse. Sein Kollege: «Lauf einfach, ist ja ein kleines Dorf.»

Vieles deutet darauf hin, dass der Süühudi-Aufmarsch vom Montagmorgen etliche auswärtige Partygänger angezogen hat. Jugendliche, die vom Fasnachtstreiben erfahren haben und allenfalls erst dann zum Abfeiern ins Dorf gepilgert sind. Eine zweite Welle, sozusagen.

Am Mittag hatte die Polizei die Leute entlang der Umzugsroute weggeschickt. Die Strassen leerten sich rasch. Aber: «Den ganzen Nachmittag über mussten weiterhin Personenansammlungen aufgelöst werden», so Polizeisprecher David Mynall zum «Boten».

Nach 20 Uhr wird es brenzlig. Auf dem Bahnhof versammelten sich Dutzende Fasnächtler, Musik dröhnt aus den Boxen, Gejohle auf dem Perron. Die Stimmung scheint zunächst ausgelassen, dann zusehends aggressiv. Es kam zu einer Menschenansammlung von mehr als 50 Personen, wie die Schwyzer Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. Ein Grossteil der Personen war stark alkoholisiert, hielt sich in keinster Weise an die geltenden Corona-Schutzmassnahmen und liess sich nicht wegweisen, heisst es weiter. Die Einsatzkräfte der Kantonspolizei Schwyz seien mit Flaschen und Böllern beworfen worden. Die Polizei bot Verstärkung auf. Nach 22 Uhr trafen Angehörige des Ordnungsdiensts in voller Montur ein.

Ab 22.15 Uhr greift die Kantonspolizei durch. Mehrere Polizeiwagen fahren vor. Der Bahnhof wird geräumt. Dutzende Polizisten riegeln das Areal ab. Die Jungen verstreuen sich. Polizisten schicken das Partyvolk draussen vor dem «Zwei Raben» fort. Ein ziviler Polizist überwältigt einen jungen Mann auf offener Strasse. Weitere Polizeimitarbeiter eilen herbei und schicken die Kollegen des Festgenommenen weg.

Einige Partymacher sind gezielt auf Provokation aus. Mehrere Jugendliche werden abgeführt. «Freiheit!», schreit eine sturzbetrunkene Fasnächtlerin dem Polizisten ins Gesicht. Auch nach geduldigem Zureden, sie möge doch besser heimgehen, bleibt sie auf dem Platz. Schliesslich wird sie abgeführt. «Überlegt euch das bitte genau», rät ein Fasnächtler mit Zürcher Dialekt den Polizeimitarbeitern.

Gegen 23.30 Uhr beruhigte sich die Lage. Der Schneeregen kam wie gerufen. Die Polizei hatte anschliessend auf der Zürichstrasse den Verkehr dorfauswärts im Auge. Es ist davon auszugehen, dass auch in den Abendstunden weitere Bussen ausgesprochen worden sind. Genauere Angaben lagen zunächst nicht vor.

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Virus

B. Kerzenmacher
schrieb am 16.02.2021 11:33
Darf man eigentlich allen, die die Schutzmassnahmen ablehnen und dadurch die Mitbürger einfach mal so in tödliche Gefahr brngen wollen, einen langen qualvollen Coronatod wünschen? Und zwar in den eigenen vier Wänden, um die Intensivbetten in den Spitälern freizuhalten.
Corona ist für diese Leute ja immer noch so weit weg. Wo stände man denn heute ohne die getroffenen Schutzmassnahmen?
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