Der schöne Sommer 2020 rettete die Zofinger SAC-Hütten

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Die Vermigelhütte des SAC Zofingen liegt auf 2042 m ü. M. ganz hinten im Unteralptal, hoch über Andermatt. Bilder: zvg
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Die Lauteraarhütte liegt auf 2393 m ü. M. auf einem Felssporn hoch über dem Unteraargletscher im Grimselgebiet.

Schweizweit verbuchten die SAC-Hütten im Jahr 2020 66 Prozent weniger Übernachtungen. Der Lockdown Mitte März, just in der Skitouren-Hochsaison, zwang die Hütten, ihren Betrieb einzustellen. Das teilte der Schweizer Alpen-Club (SAC) kürzlich mit. Einen Lichtblick gab es aber: Die Sommersaison entwickelte sich besser als erwartet. Das trifft auch auf die Zofinger Lauteraarhütte und die Vermigelhütte zu.

«Im ersten Lockdown hatten wir rund 66 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahr», sagt Dominik Schild, Hüttenchef Lauteraar. Im Jahr 2019 seien es 127 Übernachtungen gewesen, 2020 waren es nur 42 Übernachtungen. «Diese Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen, da die ganze unbewartete Zeit von Ende September bis Ende Juni gezählt wird», gibt Schild zu bedenken. «Das ist auch der Grund, warum uns der erste Lockdown nie in dem Ausmass getroffen hat wie andere, sehr beliebte und eher einfach erreichbare SAC-Hütten.» Die Lauteraarhütte wird nur auf mehrtägigen Touren besucht, da sie im Winter nur über hochalpine Pässe erreicht werden kann.

Vermigelhütte: mit Anmeldungen überschwemmt

Zufrieden zeigt sich auch Fränzi Scherrer, Hüttenchefin Vermigel, mit der letztjährigen Saison. «Trotz frühzeitigem Saisonschluss haben 353 Übernachtungsgäste und zahlreiche Tagesgäste im letzten Winter die Vermigelhütte besucht.» Die Sommer-Hütteneröffnung sei dann am 21. Juni erfolgt. «Wir wurden mit Anmeldungen regelrecht überschwemmt», so Scherrer. Rasch und mit grossem Einsatz habe die Hüttenkommission die Vorschriften des BAG umgesetzt.

«Im Sommer merkte man ganz klar, dass die Leute nicht im Ausland, sondern in der Schweiz Ferien machten. So mancher hat das Wandern wieder oder neu entdeckt», ergänzt Lauteraar-Hüttenchef Dominik Schild. «In der bewarteten Zeit von Ende Juni bis Ende September hatten wir rund 4 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr.»

«Die grosse, tägliche Aufgabe bestand darin, die Hütte bestmöglich auszulasten», schildert Fränzi Scherrer die Situation. Unter Einhaltung der Schutzabstände und mit den Trennwänden an der richtigen Stelle konnten in der Vermigelhütte bei günstiger Zusammensetzung 24 Gäste beherbergt werden. Mit vielen Einzelpersonen oder Kleingruppen lag die Grenze bei 16 Personen. «Aussergewöhnlich war, dass die Wanderleute bei fast jedem Wetter unsere Hütte besuchten und wir sehr wenige Stornierungen erhielten», so Scherrer. «Die Gäste betrachteten die Schutzmassnahmen nicht als Einschränkung, sondern haben die grösseren Abstände im Ess- und Schlafbereich genossen.» Fazit: Allen Umständen zum Trotz konnten im Jahr 2020 in der Vermigelhütte 2136 Gäste beherbergt werden. «Entgegen allen Befürchtungen mussten wir keine Einnahmeneinbusse hinnehmen. Coronabedingt zwar 5 Prozent weniger Einnahmen bei der Beherbergung, aber 45 Prozent Mehreinnahmen aus der Hüttenwirtschaft», sagt Scherrer.

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