LIVETICKER Wiggertalstrasse 3. Etappe: Infoveranstaltung in Rothrist

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Die gesamte Wiggertalstrasse.

Es gibt keine weiteren Fragen mehr und die Versammlung wird beendet.

 

Das Mikrofon ist offen für Fragen und Wortmeldungen der Anwesenden.

 

Frage 1: Wie fest parallel läuft die dritte Etappe mit dem Projekt bei den Kreiseln (Projekt des Astra)?

Antwort 1:  Marcel Siegrist: Es braucht sehr schnell Verbesserungen im Bereich Autobahnanschluss. Beim Autobahnanschluss gibt es erst Machbarkeitsstudie und Vorprojekt. Das Astra macht aktuell Abklärungen deswegen und will später kommunizieren. Das Astra wollte eine Verkehrssimulation im Jahr 2040, bevor sie das Projekt weiterverfolgen. Diese liegt nun vor. Die offiziellen Pläne durften heute Abend nicht gezeigt werden. Wenn die Wiggertalstrasse eröffnet wird, braucht es Verbesserungen. Wann das so ist kann aber nicht definitv gesagt werden. Das Astra ist federführend.

Wortmeldung 1: Wenn das Projekt so gemacht wird wie angedacht, wird das Pferd vom Schwanz her aufgesattelt. Das Chaos bei den Kreiseln wird immer grösser - dort sollte begonnen werden. Und nicht mit einer Tempo 30 Zone.

Frage 2: Wieso geht die Wiggertalstrasse quer durch hervorragendes Landwirtschaftsland?

Antwort 2: Ralph Ehrismann: Dieser Streckenverlauf ist die beste Lösung, weil es die kürzeste Strecke ist. Sonst gibt es nur mehr Landverbrauch.

Frage 3: Wenn das Projekt für 6,1 Mio umgesetze werden kann ist es ein gutes Projekt. Eine Frage bezüglich des Timing mit dem Astra: Ab Erstellung des Projekts (2025) fahren massiv mehr Autos (15'000) durch den Ibis Kreisel. Dann muss unter enormen Verkehr umgebaut werden. Kann das Projekt auf das Astra-Projekt beim Kreisel getimt werden und eventuell aufgeteilt werden? Das Verkehrschaos ist jetzt schon riesig. Es wird nicht mehr auszuhalten sein, wenn dann noch 15'000 Fahrzeuge mehr durchfahren.

Antwort 3: Marcel Siegrist: timen und aufteilen geht nicht. Einerseits wegen den Bundesgeldern (sind an Baustart gebunden). Andererseits weil es ein Gesamtprojekt ist.

Frage 4: Fällt der Bundesbeitrag (Agglo-Beitrag) weg wenn es Einsprachen gibt? Ich denke besonders an das Aarauer Fussballstadion.

Antwort 4: Marcel Siegrist: Wir haben für die Einsprachen und den Landerwerb je 1 Jahr gerechnet. Das sollte reichen. Der Bund spricht das Geld aber erst, wenn die Projekteinsprachen erledigt sind.

Frage 5: Bezüglich der 30er Zone ab der Apotheke: Wieso fängt diese nicht bereits beim neuen Rössliplatz an? Dort wäre ja auch ein Schulübergang.

Antwort 5: Marcel Siegrist: Wir haben das auch angeschaut. Ursprünglich wollten wir die 30er-Zone kürzer machen. Wenn man aber sieht, dass die 30er Zone nicht genug Verkehr abhält, kann diese Zone auch verlängert werden. Vom Rössliplatz her ist es Hoheitsgebiet der Gemeinde, die die Zone auch später verlängern kann. Wenn die 30er Zone zu lange ist, wird sie nicht respektiert.

Frage 6: Bei der Etappe 2 wurden Kosten auf umliegende Gemeiden aufgeteilt. Wer zahlt noch an die 3. Etappe?

Antwort 6: Damals wurde eine Brücke zwischen Rothrist und Strengelbach neu gemacht. Es wurde geschaut, auf welchem Boden liegen welche Kosten des Projekts und dann so aufgeteilt. Jetzt ist die Situation von den Bodenverhältnissen her anders.

Wortmeldung 2: Möchte an der Gemeindeversammlung Antwort erhalten, was passiert, wenn es Verzögerungen, etwa durch Einsprachen oder weshalb auch immer, gibt. Sind es dann 6 oder 10 Mio. Franken?

Hans Rudolf Sägesser: Das werden wir adressieren.

Ralph Ehrismann: Wir werden das genau klären. Wenn wir sie nicht erhalten sollten, trifft es wohl vor allem den Kanton an den Kopf, da er den grössren Teil der Bundesbeiträge erhält.

Wortmeldung 3: Ich finde, Schickanen in Tempo-30-Zonen sind unökologisch, weil Autos alle 50 Meter abbremsen und halten müssen.

Hans Rudolf Sägesser: Schickanen wie Betontröge sind nicht geplant.

Frage 7: Mich stört, dass Rössliweg gesperrt wird. Wie wird das ökologisch gerechtfertigt, dass Autos von Vordemwald usw. her weiter fahren? Gesperrte Strecke ist ca. 400 Meter, neuer weg wohl 2 bis 2,5 km lang.

Antwort 7: Ralph Ehrismann: Das ist sicher ein Argument, ist ein mehrweg aber wohl nicht so gross.

Reto Bühler: Man verliert lediglich etwa 30 Sekunden.

Frage 8: Wie wird der Busfahrplan sein, damit die Anschlüsse in Zofingen gewährleistet sind

Antwort 8: Ralph Ehrismann: Zeitverlust für den Bus ist minim.

Begrüsse Projekt als Anwohner Bifangweg. Rössliweg wird sehr schnell gefahren, kann auch Tempo 30?

Ralph Ehrismann: Wird Fahrverbot für Durchgangsverkehr. Kann aber Diskutiert werden.

Frage 9: Wieso kann das Projekt nicht voneinander getrennt werden und auf den Ibis Kreisel timen?

Antwort 9: Ralph Ehrismann: Wir müssen es schon wegen Bundesgeldern zusammen bewilligen. Dann müssen wir schauen, dass es klappt. Müssen eventuell bis an Gemeindeversammlung schauen, was da möglich ist. Es muss für uns einfach funktionieren.

 

Die Finanzen des Projektes

 

Baukosten: 26'135'000 Franken

Honorare: 3'459'000 Franken

Landerwerb: 870'000 Franken

Übrige Kosten: 616'000 Franken

Kreditrisiko: 3'120'000 Franken

Gesamtkosten: 34'200'000 Franken.

 

Der Beitrag der Gemeinde an die Gesamtkosten beträgt nach aktuellem Recht: 10'724'000 Franken. 

Durch Beiträge aus dem 3. Agglo-Programm des Bundes, sofern der Bau vor 2025 beginnt - sonst fliessen keine Bundesgelder - und durch eine geplante Anpassung des Strassengesetzes des Kanton Aargau reduzieren sich die Kosten für die Gemeinde von 10,724 Millionen auf etwa 6,1 Mio. Franken. Seit 2013 sind für das Projekt 7,5 Mio. Franken im Finanzplan.

Sollte das Projekt abgelehnt werden, muss die Bernstrasse in den nächsten 10 Jahren saniert werden. So kommen Kosten von etwa 4,1 Mio. Franken auf die Gemeinde zu - das gesamte Projekt kostet schlussendlich also rund 2 Mio. Franken mehr, als eine reine Sanierung der Strasse.

 

Nach dem Rössliplatz, ab der Apotheke, soll eine Tempo-30-Zone bis zum Coop entstehen.

 

Zwischen Gemeindehaus und der Privatklinik Villa im Park gibt es Trottoirs. Die Bushaltestellen im Bereich Gemeindehaus werden auf die Fahrbahn verlegt.

 

Da die Personenunterführung auf der Höhe Coop stark sanierungbedürftig ist, soll sie aufgehoben und durch eine Fussgängerüberquerung ersetzt werden. Da der Verkehr stark reduziert werden soll, sei dies eine vertretbare Massnahme.

 

Im Bereich Dörfli soll der Verkehr in den Bereich Geisshubel umgeleitet werden.

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Auf der Höhe des Gemeindehauses sollen die Bushaltestellen auf die Fahrbahn verlegt werden.

 

Im Bereich Rössli gibt es grössere Umbauten. Der gesamte Platz soll als Einheit erkannt werden können. Auch in der Verkehrsführung gibt es Änderungen: Der Kreisel fällt weg. Zukünftig soll der Verkehr Vordemwald - Oftringen Vortritt haben. Die Pferdefigur, welche heute den Kreisel ziert, erhält einen neuen Platz.

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So soll die Strasse im Bereich Rössli zukünftig geführt werden.

 

Die Lärmsituation im Bereich Bernstrasse wird nebst dem verringerten Verkehr auch durch einen speziellen Flüsterbelag verbessert. Da die Bernstrasse in die Jahre gekommen ist, muss sie in den nächsten 10 Jahren ohnehin saniert werden. Die Kosten für die reine Strassensanierung, ohne gestalterische Eingriffe, beträgt rund 11,7 Millionen Franken.

 

Die flankierenden Massnahmen im Bereich Bernstrasse sollen den Neubau unterstützen, damit der Verkehr tatsächlich auch den Neubau benutzen. Bereits 2016 gab es dazu ein Vorprojekt über die Bernstrasse. Mit den flankierenden Massnahmen sol auch der gesamte Strassenzug aufgewertet werden.

Die Ziele der flankierenden Massnahmen sind:

Entlastung Durchgangsverkehr Bernstrasse und Rössliweg

Gländstrasse – Bernstrasse Ost bleibt Kantonsstrasse

Bernstrasse Mitte / West und Rössliweg werden nach Inbetriebnahme an Gemeinde abgetreten

Rössliweg Fahrverbot für Durchgangsverkehr

Umbau aller Bushaltestellen gemäss Behindertengleichstellungsgesetz (Höhe Kante 22cm)

Verbesserung Sicherheit Fussgänger und Velo

Gestalterische Aufwertung

Sanierung Pfaffnernbrücke

 

 

 

Rund um das gesamte Projekt sind Ökologische Ausgleichsmassnahmen geplant. Für rund 3 Prozent der Bausumme (etwa 230000 Franken) müssen von Gesetzes wegen solche Massnahmen umgesetzt werden. Diese sind direkt beim Knoten Wiggerbrücke und beim Oberwilerfeld geplant. Die Umsetzung der Massnahmen kann so zu 100 Prozent in Rothrist stattfinden.

 

Im Bereich des Knoten Wiggerbrücke soll eine neue Unterführung entstehen, die auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen benutzt werden kann.

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Die neue Unterführung im Bereich Knoten Wiggerbrücke soll auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen benutzt werden können.

 

Nun hat Reto Bühler das Wort. Die Ziele des projektes sind:

Anschluss der Wiggertalstrasse an die Autobahn

Entlastung des Rössli-Kreisels und des Rössliwegs. Dieser wird mit einem Fahrverbot versehen.

Erschliessung der geplanten Gewerbezone zwischen Wiggertalstrasse und der Autobahn.

Ausbildung der Anschlüsse, sodass der Verkehr auf die Umfahrung geleitet wird.

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Rot ist die neue Strasse. So soll sich der Verkehr verlagern.

 

Der angedachte Terminplan des gesamten Projektes

2021 März: a.o. Gemeindeversammlung

2021 Sommer: Anhörungsverfahren

2021 November: Öffentliche Auflage

2022 Frühling: Beschluss durch Grossen Rat

2022 Herbst: Gutheissung Projekt / Regierungsratsbeschluss

Ab 2022 Herbst: Landerwerbsverfahren

Ab 2023 August: Bau Wiggertalstrasse Abschnitt Nord, ca. 2 Jahre

Ab 2025 Sommer: Bau Flankierende Massnahmen, ca. 2.5 Jahre

 

Für den Autobahnanschluss im Gebiet Rishalden liegt seitens des Astra eine Vorstudie vor. 2016 wurden die Aareübergänge überprüft. In dem Schritt wurde besonders geklärt, wo ein neuer Aareübergang zu stehen kommen soll.

In der Vorstudie ist eine Verkehrssimulation enthalten. Diese sieht nach wie vor drei Kreisel im Gebiet Rishalden vor - allerdings grösser. Speziell: Über dem Kreisel beim Ibis Hotel soll eine Velospur als Brücke verlaufen.

 

Marcel Siegrist stellt das Projekt und dessen Entstehung vor. Die Wiggertalstrasse Abschnitt Nord ist der dritte und letzte Teil der Wiggertalstrasse. Die beiden anderen Teile – Bleiche Zofingen - Nigglishäuser und Nigglishäuser - Bernstrasse (Aarburg) – wurden in den letzten Jahren erstellt.

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Die gesamte Wiggertalstrasse.

 

Am 4. März können die Rothrister Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den 10,724 Millionen Franken Kredit an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung entscheiden. Ab dem Gebiet «Fleckenhausen» über die «Wiggermatte» hin zum Möbel Hubacher soll eine neue Strasse gebaut werden. Damit der Verkehr tatsächlich die neue Strasse benutzt, soll die Durchfahrt durch Rothrist entlang der Bernstrasse mit flankierenden Massnahmen unattraktiv gestaltet werden. Gleichzeitig entsteht so rund um das Gemeindehaus und das Zentrum Sennhof eine verkehrsberuhigte Kernzone.

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Die Sprecher. Es fehlt: Gemeindeammann Ralph Ehrismann.

 

Herzlich Willkommen zum Liveticker. Das Zofinger Tagblatt berichtet live von der Orientierungsversammlung zur Wiggertalstrasse Nord und den flankierenden Massnahmen an der Bernstrasse in Rothrist. Neben Gemeindeammann Ralph Ehrismann sprechen heute auch der zuständige Gemeinderat Hans Rudolf Sägesser, Marcel Siegrist von der Abteilung Tiefbau vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kanton Aargau (Projektleiter seitens Kanton) und Reto Bühler der Flury AG.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

WTS-Nord und flankierende Massnahmen.

Robert Bär
schrieb am 24.02.2021 14:33
Zum Liveticker-Text: Frage/Antwort 7: Wenn man den 1,5 Km Umweg via Wiggerbrücke-Knoten in
30 Sek. bewältigen will, müsste man die ganze Strecke mit 180 KmH befahren!!!
Zum Flüsterbelag auf der Bernstrasse: Wenn die Geschwindigkeit auf 30 KmH beschränkt wird,
braucht es keinen Flüsterbelag für den Lärmschutz!

Zurück auf Feld eins oder über sieben Ecken musst du gehn.

Nordrister
schrieb am 24.02.2021 13:07
Wenn ich die Landkarte betrachte und Planer wäre, würde ich die zwei Kreisel "Schwarzer Stier" und "Wiggerspitz" (auf Aarburger Seite) miteinander verbinden. Mit der baldigen Option eines neuen Aareübergangs beim Zeltplatz, sodass auch Aarburg (Hofmatt- und Bahnhofstrasse) durch den von Boningen her kommenden Verkehr entlastet würde. Der Anschluss Wiggerbrücke mit all den Rampen, Unterführungen, um sieben Ecken geführten Verkehr, ist kurz- wie langfristig keine kostengünstige und ökologische Lösung. Die Kreisel beim Hotel Ibis und Rishalden sind heute schon oft verstopft, es wird so nur noch schlimmer und spätestens wenn sich alles bis zum Rivella Kreisel zurückstaut, jeder über die verkehrsberuhigte Bernstrasse ausweichen wird.

Autobahn Richtung Zürich

Max Lienhard
schrieb am 24.02.2021 01:57
Wenn alles fertig gebaut ist wird es bei den Autobahnanschlüssen A1 regelmässig zu grossen Stausituationen kommen
Typ: wenn ich von Vordemwald Richtung Aarau, Zürich will fahre ich im Gländ über die Egg zum Anschluss Oftringen.

Strassenführung K204

Stefan Rüegger
schrieb am 23.02.2021 20:00
Die K204 sollte meiner Ansicht auf der Aarburgerseite der Wigger geführt werden mit direktem Autobahnanschluss an die Autobahn nach Bern/Basel und Zürich/Luzern ohne Führung über die 3 Kreisel am Autobahnanschluss Rothrist auch wenn's teuer zu stehen kommt. Ausserdem soll ein Anschluss nach Aarburg realisiert werden. Sollte das Projekt nicht nochmals gründlich überdacht werden? Die flankierenden Massnahmen für den Rössliweg, das Rössli und im Zentrum sollten gleichwohl realisiert werden.
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