FC Aarau: So schnell ist man wieder im Rennen

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Captain Olivier Jäckle zieht ab und trifft in der 12. Minute zum 2:0 für den FC Aarau. (Bild: freshfocus)

Xamax? Da werden bei allen Fussballfans mit einem FCA-Herz unschöne Erinnerungen wach: Barrage 2019 lässt grüssen. Die Schmach von damals wird nie ganz in Vergessenheit geraten. Doch was zählt, ist die Gegenwart – und in dieser haben die Neuenburger gegen Aarau keinen Stich. Drei Mal sind die Mannschaften in dieser Saison bislang aufeinandergetroffen. Drei Mal heisst der Sieger Aarau.

Warum der Super- League-Absteiger seit Saisonbeginn sogleich gegen die nächste Relegation ankämpft, ist im Brügglifeld von Beginn an offensichtlich. Bei den Neuenburgern stimmt weder die Chemie zwischen den Akteuren, noch ist ein taktischer Plan erkennbar. Am vergangenen Freitag fand Stade Lausanne-Ouchy beim 1:1 das Rezept, um die spielerisch beste Mannschaft der Liga, den FC Aarau, in Verlegenheit zu bringen: Indem man sie an vorderster Front attackiert und zum Kick and Rush zwingt. Ein anderes Mittel wäre, Zitat José  Mourinho, «den Bus zu parken» – also mit allen Feldspielern den eigenen Strafraum zu verbarrikadieren. Doch die Neuenburger greifen im Brügglifeld weder hoch an, noch mauern sie. Aarau kann mühelos die Angriffe auslösen und stösst bis zuvorderst kaum auf Widerstand.

Nun – die bärenstarke erste Halbzeit nur mit den Unzulänglichkeiten des Gegners zu begründen, täte den Aarauern unrecht. Sie haben sehr gut gespielt, konsequent die Tiefe gesucht und gefunden und – im Gegensatz zu vielen Spielen in dieser Saison – von Anfang an ihre Chancen genutzt: Gleich der erste Schuss aufs gegnerische Tor führt zum 1:0 in der 8. Minute, erzielt von Liridon Balaj, der den Ball nach der punktgenauen Vorlage von Mickael Almeida nur noch hinter die Linie drücken muss.

Kurz darauf bereits das 2:0. Und auch dieser Treffer widerlegt eine bisherige Schwäche der Aarauer: Torgefahr bei Eckbällen. Statt den Ball auf gut Glück in den Strafraum zu flanken, wählt Randy Schneider die Variante «Kurzpass» auf Olivier Jäckle – und der Captain schlenzt den Ball ins entfernte Eck.

Und schon schnuppert Aarau wieder an Rang 2

Eines indes gelingt dem Heimteam auch in diesem Spiel allerdings nicht: Mit einem beruhigenden Vorsprung im Rücken nicht mehr ins Zittern zu geraten. Was, wenn Parapars Freistoss kurz nach der Pause statt an die Latte ins Tor geht? Was, wenn Morgado nicht seinen Meister in FCA-Goalie Simon Enzler findet, sondern den Ball ins Tor chippt?

Die Gefahr eines Schlagabtausches ist nach dem Seitenwechsel eine Viertelstunde lang reell. Dann bricht der Neuenburger Widerstand wieder, das Spielgeschehen verlagert sich in die Platzhälfte der Gäste, wo noch zwei weitere Treffer fallen.

Wie schon gegen Lausanne-Ouchy, als die eingewechselten Almeida und Balaj für den späten Ausgleichstreffer besorgt waren, beweist Trainer Stephan Keller gegen Xamax ein goldenes Wechselhändchen: Seine Joker Donat Rrudhani und Filip Stojilkovic markieren das 3:0 und das 4:0; der erste mit einem platzierten Flachschuss, der zweite mittels Penalty, den zuvor Rruhdani herausgeholt hat.

Bei nun gleich vielen Spielen aller zehn Mannschaften (21) liegt der FC Aarau fünf Punkte hinter Rang 2. So schnell geht das: Nach fünf Partien ohne Sieg wieder ein Dreier – und schon schnuppern die Aarauer wieder an der Barrage.

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