Bundesanwaltschaft: Lauber-Nachfolge wird erneut ausgeschrieben

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Die Nachfolge von Bundesanwalt Michael Lauber ist weiterhin offen. Bild: Keystone

Keiner der drei Kandidaten erhielten in der Gerichtskommission eine Mehrheit. Sie hat deshalb nach «intensiven Diskussionen» entschieden, die Stelle erneut auszuschreiben, wie Andrea Caroni am Mittwoch vor den Medien in Bern sagte. Die Verzögerung sei kein Problem – die Stellvertretung funktioniere. 

Zwei Frauen und ein Mann standen im Rennen für das Amt des Bundesanwaltes: Maria-Antonella Bino, Mitglied der Generaldirektion der Sygnum Bank AG, Lucienne Fauquex, Leiterin Rechtsdienst der Bundesanwaltschaft, und Félix Reinmann, Generalsekretär im Departement für wirtschaftliche Entwicklung in Genf.

Bereits in erster Bewerbungsrunde keine Empfehlung

Die drei Bewerbenden haben externe Eignungsbeurteilungen bei einem dafür spezialisierten Unternehmen absolviert. Dann informierte die Gerichtskommission am Mittwoch über den aktuellen Stand des Prozedere.

Die Wahl für die Nachfolge des ehemaligen Bundesanwalts Michael Lauber gestaltet sich schwierig. Bereits in einer ersten Bewerbungsrunde im letzten November hatte die Gerichtskommission noch keine passende Kandidatin respektive keinen passenden Kandidaten gefunden, den sie der Vereinigten Bundesversammlung zur Wahl vorschlagen wollte.

Kritik an Bundesanwaltschaft wegen Fifa und WM

Die Bundesanwaltschaft stand in den letzten Jahren mehrfach in der Kritik. Zuletzt rüttelte ein Verfahren um Michael Lauber und dessen undokumentierte Treffen mit Fifa-Präsident Gianni Infantino die Behörde auf. Für Unmut sorgte aber auch, dass letztes Jahr unter Lauber der sogenannte «Sommermärchen-Prozess» um mutmasslich illegale Millionenzahlungen in Zusammenhang mit der Vergabe der Fussball-WM 2006 an Deutschland wegen Verjährung scheiterte.

Im August haben die zuständigen Parlamentskommissionen Michael Laubers Immunität aufgehoben. Sie ebneten damit den Weg für ein Strafverfahren gegen ihn. Zuvor trat der ehemalige Bundesanwalt allerdings von seinem Amt zurück. Der heute 55-Jährige hatte der Behörde seit dem Jahr 2012 vorgestanden.

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