Die wichtigsten Monate für die Kletterhallen sind weggefallen

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Heidi und Paul Langenkamp in der Kletterhalle Isatis in Aarburg. Die Kletteranlagen sollen bald wieder geöffnet werden können. Bild: jam

Die Corona-Krise trifft die Kletteranlagen mit voller Härte. Anfang Woche äusserte sich die IG Kletteranlagen in einer Medienmitteilung über die Massnahmen, die für Kletterhallen gelten. Die IG konsolidiert gemeinsame Interessen und Standards der Schweizer Kletteranlagen. «Eine Öffnung im März ist für viele Betriebe überlebensnotwendig und stellt dank bewährter Schutzkonzepte kein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar», schreiben die Verantwortlichen weiter. Heute ist klar: Mindestens bis am 22. März bleiben die Hallen noch zu.

Auch Stefan Flückiger, der für die Kletterwand der Sektion Zofingen des Schweizer Alpenclubs SAC verantwortlich ist, sagt auf Anfrage: «Eine Öffnung ab März wäre ziemlich gut möglich gewesen.» Die Abstände in den grossen Hallen könnten gut eingehalten werden – und das Tragen von Schutzmasken sei bereits im Herbst selbstverständlich gewesen. Dieser Meinung schliesst sich auch Paul Langenkamp an. Er betreibt die Kletterhalle Isatis in Aarburg. «Es wäre möglich, ab März wieder zu öffnen, aber was der Bund sagt, hat auch seine Berechtigung», sagt Langenkamp.

Hohe Fixkosten für die grossen Räumlichkeiten

Die IG beschreibt drei massgebende Umstände, die die Kletterhallen gegenüber anderen geschlossenen Betrieben oder Läden zusätzlich vor schwerwiegende Probleme stellen: die hohen Fixkosten für die grossen Räumlichkeiten, die wegfallende Hauptsaison für das Indoor-Klettern und die verkomplizierte und schlecht koordinierte Umsetzung der Härtefallverordnung, die je nach Standortkanton der Kletterhallen unterschiedlich ausfalle. Paul Langenkamp scheint mit seinem Familienbetrieb bislang gut durch die Krise gekommen zu sein: «Wir sind sehr gut behandelt worden und froh, dass wir die Unterstützung erfahren durften.» Er habe rechtzeitig einen Covid-Kredit sowie Beiträge von Bund und Kanton beantragt. Geld sei bereits geflossen. Ausserdem sei die Kletterhalle in Aarburg relativ klein und dementsprechend auch die Kostenstruktur überschaubar. «Als Familienbetrieb können wir das abfangen», so Langenkamp, der mit seiner Frau Heidi die Anlage in Aarburg betreibt. Bezüglich wegfallender Saison findet Langenkamp klare Worte: «Im Sommer, wenn es richtig heiss ist, kommt keiner mehr. Da macht das Indoor-Klettern keinen Spass.» Ihm sei die eigentlich tragende Saison weggefallen.

Anders sieht die Lage in Zofingen aus. Die Kletterwand bildet nur einen Teil der Einnahmen des SAC Zofingen und öffnet auch in normalen Zeiten nur am Montag- und Mittwochabend. Der Montagabend für Erwachsene konnte seit einigen Wochen nicht mehr durchgeführt werden. Für Kinder steht dem Klettern am Mittwochabend aber nichts im Weg. «Deshalb ist es für uns gar nicht so schlimm», sagt Stefan Flückiger.

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