Der FC Aarau mit dem unerwartet logischen Resultat

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An Winterthurs Torhüter Dario Marzino gab es gestern für die Aarauer kein Vorbeikommen. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Aarau gegen Winterthur – eine Affiche, die in der Vergangenheit wie keine andere für Tore stand. Es war am 26. November 2012, als die beiden Mannschaften sich zum vorerst letzten Mal 0:0 trennten. Drei Spieler, die damals für Aarau auf dem Platz standen, sind noch heute aktiv: Olivier Jäckle für den FCA, Roman Buess und Davide Callà mittlerweile für Winterthur.

Seit diesem 0:0 am 17. Spieltag der Saison 2012/13 standen sich Aarau und Winterthur 24 Mal gegenüber – und jedes Mal fiel mindestens ein Tor. Die Regel waren Partien mit viel Unterhaltungswert und treffsicheren Angriffsreihen, in dieser Saison gewann Winterthur am 2. Spieltag 5:2, am 11. Spieltag Aarau 3:1.

Wegen dieser Vorgeschichte  und wegen der Tatsache, dass Aarau die beste Offensive der Liga stellt, durfte man getrost auch beim dritten Aufeinandertreffen in der laufenden Spielzeit  das eine oder andere Tor erwarten.

Und in der 2. Minute wäre es beinahe schon soweit gewesen: Nach einem Fauxpas von FCA-Captain Jäckle landete der Ball beim Gäste-Stürmer Sayfallah Ltaief, der seinen Meister jedoch im hervorragend reagierenden Goalie Simon Enzler fand.

Wer nun endgültig überzeugt war, es erwarte ihn in den kommenden eineinhalb Stunden ein rauschendes Hin und Her, der wurde enttäuscht: Bis zum Pausenpfiff passierte in beiden Strafräumen nichts mehr.

Aus Aarauer Sicht hatte dies zwei Gründe: Da war im Gegensatz zum vergangenen Dienstag, als Xamax beim 4:0 dem FCA hinten und vorne zu viele Freiräume zugestand, mit Winterthur ein Gegner auf dem Platz, der früh attackierte. Und so das Kurzpassspiel des Heimteams gar nicht erst zuliess. Gelang es dann doch einmal, das Mittelfeld zu überspielen, fehlte es im letzten Drittel an Genauigkeit und Durchsetzungsvermögen.

Mehr Mut nach der Pause bringt die Torchancen

In der ersten Halbzeit hat sich der FC Aarau ein Tor schlichtweg nicht verdient. Und nach dem Seitenwechsel? Brennt das Heimteam ebenfalls kein Offensivfeuerwerk ab. Doch immerhin ist nun mehr Mut zu erkennen, mehr Stringenz in den Angriffen und prompt bieten sich Chancen, das Spiel zu gewinnen: Liridon Balaj, Mickael Almeida mit zwei sehenswerten Distanzschüssen und Jérôme Thiesson aber scheitern an Winterthur-Goalie Dario Marzino.

Hätte einer des Quartetts reüssiert, hätte es am Ende geheissen, der FCA hätte im Stil einer Spitzenmannschaft Geduld bewiesen und im entscheidenden Moment zugeschlagen. So aber ist das erste 0:0 zwischen Aarau und Winterthur nach über acht Jahren einerseits ein unerwartetes, wegen der an diesem Abend harmlosen Offensivreihen aber genauso ein logisches Resultat.

Das Gute aus Aarauer Sicht ist neben der Tatsache, zum vierten Mal in dieser Saison kein Gegentor erhalten zu haben: Die Teams in der vorderen Tabellenhälfte liegen eng beieinander und werden sich in den Spielen gegeneinander immer wieder Punkte abnehmen. Bereits am Dienstag trifft Aarau mit Thun auf einen ebensolchen Direktkonkurrenten, der mit vier Zählern Vorsprung ins Brügglifeld reisen wird. Der Zug nach oben ist für die ambitionierten Aarauer noch längst nicht abgefahren.

Übrigens: Am Ende der Saison 2012/13, in der bis zum gestrigen Tag letztmals ein Duell zwischen Aarau und Winterthur 0:0 endete, stieg der FC Aarau in die Super League auf...

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