Vier Tage Intensivkurs: Lernende sind zurück im Restaurant

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Wie wird Wein dekantiert, worauf muss man achten? Das lernen die Jugendlichen im Intensivkurs. Bild: jam

Im Restaurant des Hotels Krone in Aarburg herrscht reger Betrieb. Nicht etwa, weil sich Geschäftsführer Bruno Lustenberger den Vorgaben des Bundesrats widersetzt, sondern weil hier Lernende am Werk sind. Endlich wieder kochen, endlich wieder servieren, endlich wieder im Restaurant arbeiten. So tun, als wäre alles normal.

Letzte Woche starteten die beiden Kantone Aargau und Solothurn, unter der Leitung des Aargauer Gastroverbands, einen Crashkurs für die Lernenden in der Gastronomie. Sie können in vier Betrieben im Kanton Aargau einen Intensivkurs absolvieren. Darum haben die beiden Kantone Aargau und Solothurn, unter Federführung das Aargauer Gastroverbands, einen Crashkurs aus dem Boden gestampft. Denn 436 Lernende aus der Gastronomie sind derzeit beschäftigungslos, einzig die Berufsschule fand noch statt und auch diese häufig online. Eine schwierige Situation, gibt es doch Jugendliche, die im letzten August ihre Lehre begonnen haben und seither kaum richtig Erfahrung in ihrem Beruf sammeln konnten. Die Teilnahme am Intensivkurs, der nur dank eines strengen Schutzkonzepts stattfinden kann, ist freiwillig.

Wein dekantieren und servieren, Poulet-Frikassee kochen

Im Hotel Krone haben sich zwölf Lernende plus vier Coaches eingefunden. Es sind Jugendliche, die sich im ersten oder zweiten Lehrjahr befinden. In der Küche ist, kurz vor dem Mittag, gerade Hochbetrieb. Die Köche bereiten die Vorspeise, eine Rüeblisuppe, und das Hauptgericht, Poulet-Frikassee mit Nudeln und Tomaten, zu. Im Restaurant erklärt Rudolf Günthardt vom Hotel Zofingen den Lernenden, wie Wein richtig dekantiert wird.

«Knapp zwei Monate Ausbildung können wir mit diesem Intensivkurs nachholen», sagt Bruno Lustenberger, der auch Präsident von GastroAargau ist. Von den ersten Kurstagen zeigt er sich begeistert. «Die Lernenden machen enorme Fortschritte.» Der Beweis dafür: Am ersten Kurstag schaffte es einer der Teilnehmenden kaum, das Menü seinen Gästen – bestehend aus Kursteilnehmenden – fehlerfrei zu erklären. Am vierten Kurstag funktioniert es tadellos; ohne abzulesen. «Super gemacht», lobt Bruno Lustenberger sofort.

Auch beim Servieren hält der Chef höchstpersönlich mit Lob, aber auch Verbesserungsvorschlägen nicht zurück. Das nehmen die Lernenden dankbar an. Denn eines ist offensichtlich: Es macht ihnen Freude, wieder etwas zu tun zu haben. Ein Zückerli gibts zudem obendrauf: Jeweils am Nachmittag steht etwas Spezielles auf dem Programm, zum Beispiel ein Kurs im Drinks mixen oder in Weinkunde.

Bilder: jam
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