Das Kunsthaus Zofingen öffnet mit neuem Label

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Simon Berz bespielt am 7. März auf dem Lithophon die digitale Bühne. Bild: zvg

Heute ist es so weit: Das Kunsthaus Zofingen öffnet wieder seine Türen. Kuratorin Claudia Waldner scheint am Telefon sichtlich glücklich: «Wir freuen uns riesig, dass wir wieder aufmachen dürfen.» Gleichzeitig denke sie aber auch an alle Leute, die noch nicht öffnen dürfen. Auch deshalb weiss sie: «Wir müssen vorsichtig sein. Nach diesem Dornröschenschlaf muss man sich Zeit geben, um wieder aufzuwachen.»

Die Ausstellung «Odyssee» des Brüderpaars huber.huber, die ursprünglich bis zum 14. Februar angesetzt war, wurde bis 21. März verlängert. Das Künstlerduo um Markus und Reto Huber untersucht mit seinen raumgreifenden Installationen und einer klaren formalen Sprache auf unterschiedliche Art und Weise die Rolle des Menschen in seinem Umgang mit den immer knapper werdenden Wasserressourcen. Dabei hängt im Obergeschoss des Kunsthauses ein Knochen wie ein Damoklesschwert gleich in der Decke. Es ist die Verbindung zum bild- und musikgewaltigen Epos «2001: A Space Odyssey» von Stanley Kubrick. Der Film zeigt, wie ein Hominide – erleuchtet von der Berührung eines wundersam auftauchenden Monolithen – einen Tierknochen als Werkzeug entdeckt und ihn als Tötungswaffe im Kampf um ein Wasserloch in der Savanne nutzt. Das Brüderpaar stellt damit einen Zusammenhang her zwischen dem Kampf ums Wasser und der technischen Entwicklungsgeschichte der Menschheit.

Diesen Zusammenhang beleuchtet Gesprächsleiter Daniel Morgenthaler am 7. März. In einer offenen Diskussion mit Markus und Reto Huber bespricht er Parallelen zum neuen Werk und zum Film. Das Gespräch wird als Livestream zur Verfügung gestellt und läuft unter dem neuen Label «#analogdigital», das für Programmpunkte und Vermittlungsformate, die als virtuelle Alternative stattfinden, gedacht ist. Für Kuratorin Claudia Waldner ist das aber keine echte Alternative: «Es ist eine Möglichkeit für die Künstler, eine digitale Bühne zu bespielen. Aber ein Ersatz für Live-Veranstaltungen ist es in meinen Augen überhaupt nicht.» Trotzdem möchte sie mit dem Kunsthaus die Möglichkeiten ausschöpfen und neue Wege gehen.

Simon Berz spielt für das digitale Publikum

Im Anschluss an das Gespräch mit dem Künstlerduo spielt Simon Berz seine musikalische Kombination mit Stein. Der Aargauer Schlagzeuger und Klangkünstler setzt sich seit längerem mit experimenteller und improvisierter Musik in der Klangkunst auseinander.

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