Aarburg von A bis Z – von A wie Aarewoog über P wie Poser bis hin zu Z wie Zimmerli

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Badi und Camping Wiggerspitz (Archivbild ZT)

A wie Aarewoog

Ein in Europa einzigartiges Naturphänomen ist in Aarburg zu beobachten. Ein Teil der Aare fliesst hier ein Stück rückwärts. Schuld daran sind die Strömungsverhältnisse. Durch den fast rechtwinkligen Abfluss der Aare in nördlicher Richtung und den Aufprall der Hauptströmung gegen den Felsen des Festungssporns entsteht eine gewaltige Gegenströmung. Die Ablösung der Wassermassen erfolgt stets in einem bestimmten Zyklus, der sich je nach Wasserstand bemerkbar verändert und das Ein- und Auslaufen der Waage bewirkt. Aarewaage oder «Woog» nennen die Aarburger dieses Schauspiel.

B wie Big Band

Bereits 1897 wurde die Stadtmusik Aarburg gegründet. Sie erlebte eine bewegte Zeit mit musikalischen Erfolgen, aber auch Schwierigkeiten. Im Jahr 2009 entschieden sich die Mitglieder der Stadtmusik, neue Wege einzuschlagen. Sie distanzierten sich von der gewohnten Harmoniemusik und widmeten sich moderneren Musikstilrichtungen wie Rock, Pop oder Swing. Seither nennen sie sich Big Band Stadtmusik Aarburg.

C wie Campingplatz

Dort übernachten, wo die Wigger in die Aare fliesst: In Aarburg ist das möglich – auf dem Campingplatz Wiggerspitz. Geführt wird der Platz, der an das Badiareal angrenzt, vom Zelt- und Wohnwagenklub Olten. 1999 konnten die Klubverantwortlichen das Gelände von der Gemeinde Aarburg im Baurecht übernehmen. Der «Wiggerspitz» bietet heute 50 Touristenplätze für Wohnmobile, Caravans und Zelte, sieben klubeigene Mietwohnwagen sowie 30 Saisonmieter-Plätze. Da der Campingplatz in unmittelbarer Nähe der Autobahnausfahrt liegt, wird er im Sommer von vielen ausländischen Touristen als Durchgangscampingplatz auf dem Weg in ihre Ferien in den Süden genutzt.

D wie Durstlöschanhänger

Der Aarburger Feuerwehrverein ist im Besitz eines ganz besonderen Feuerwehrfahrzeugs. Der ehemalige Pulverlöschanhänger wurde komplett umgebaut und dient nun als Durstlöschanhänger. Statt Pulver sprudelt Bier aus dem Löschanhänger. Das spezielle Gefährt kann beim Feuerwehrverein auch für private Anlässe gemietet werden.

E wie Erlebnisgarten

Der Verein Nordstern Aarburg betreibt seit 2016 das Projekt Erlebnisgarten. Vereinsmitglieder können dort Gemüse, Früchte und mehr anpflanzen. Der Garten ist aber nicht mit einem Schrebergarten zu verwechseln. Zwar hat jedes Gartenmitglied ein eigenes Pflanzplätzchen. Die Besonderheit des Projekts ist aber der Gemeinschaftsteil, der eben gemeinsam gehegt und gepflegt wird. Der Erlebnisgarten befindet sich neben dem Schulhaus Höhe. Das Stück Land wurde dem Verein von der Gemeinde zur Verfügung gestellt.

F wie Festung

Sie thront über dem Städtchen Aarburg und ist schon von weitem zu erkennen: die Festung Aarburg. Um das Jahr 1123 soll hoch über dem Aareknie eine Burg entstanden sein, welche die Engstelle an der Aare kontrollierte und als Sitz des Aarburger Landvogts diente. Zwischen 1659 und 1673 liess die Stadt Bern die Burg zu einer Artilleriefestung ausbauen. Im Jahr 1803 gelangte sie in den Besitz des Kantons Aargau und diente zeitweise als Zeughaus und Zuchthaus. Die Festung Aarburg ist die einzige erhalten gebliebene Festungsanlage der frühen Neuzeit in der Schweiz und wird als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft.

G wie Gibelegg-Haus

Zahlreiche Aarburger Kinder haben ihre Ferien, respektive Schullager, im Gibelegg-Haus verbracht. Seit mehr als hundert Jahren ist das Lager-und Ferienhaus im Besitz des Aarburger Vereins Gibelegg-Haus (früher Verein Ferienversorgung Aarburg). Es steht im Gantrischgebiet in der Gemeinde Riggisberg im Ortsteil Rüti und liegt auf einer Sonnenterrasse auf 1021 Meter über Meer. Vermietet wird das Haus in erster Linie an Schulen für Landschulwochen, an Musikgesellschaften für Proben-Weekends, für Geburtstagsfeiern aber auch für Hochzeiten.

H wie Heimatmuseum

Wie lebte und wohnte es sich wohl in der Kleinstadt Aarburg im 18. und 19. Jahrhundert? Antworten auf diese Frage finden Besucher im Heimatmuseum Aarburg. Das 1945 eröffnete Museum befindet sich mitten im Städtchen, in einem Gebäude im Berner Barock von 1750. Zu sehen sind unter anderem eine einzigartige Sammlung von Stichen und Ansichten sowie die reichhaltige Dokumentation über das historische Städtchen und die Festung.

I wie Isatis

Seit Ende November 2019 steht das ehemalige Squash-Center in der Aarburger Höhe für Kletterer offen. Die Familie Langenkamp mietete die im Besitz der Gemeinde Aarburg befindliche Squash-Halle und baute diese in wenigen Monaten in eine farbige Kletterhalle um. Neben dem Klettern werden im «Isatis», wie sich die neue Kletterhalle nennt, auch Squash und Indoor-Golf angeboten. Ein Fitnessraum und ein Bistro runden das Angebot ab.

J wie Jugendheim

Seit 1893 wird die Festung Aarburg als Jugendheim – früher noch Anstalt für «jugendliche Verbrecher und Taugenichtse» genannt – genutzt. Die vom Bund anerkannte Institution soll Jugendliche, die in ihrer Entwicklung gefährdet sind, durch erzieherische und therapeutische Mittel darauf vorbereiten, sich in der Gesellschaft selbstverantwortlich einzugliedern. Im Jugendheim stehen 45 Plätze zur Verfügung. Aufgenommen werden männliche Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Sie werden von der Jugendanwaltschaft, Jugendgerichten oder Familiengerichten ins Jugendheim eingewiesen.

K wie Kirche

Imposant wirkt sie, die Stadtkirche Aarburg, die hoch oben auf dem Festungsfelsen steht. An ihrer Stelle stand im Mittelalter eine einfache Burgkapelle. Bei einem Grossbrand 1840 brannte diese jedoch vollständig nieder. 1845 wurde die neue heutige Stadtkirche im neugotischen Stil fertiggestellt. Fast 100 Jahre später wurde die reformierte Kirche im Innern total umgestaltet. 1995 folgte eine Restauration der Aussenhülle. Vor gut 10 Jahren wurde das Kircheninnere renoviert. Die Aarburger Stadtkirche steht unter eidgenössischem Denkmalschutz als Ortsbild von nationaler Bedeutung.

L wie Lichterfest

Pünktlich zu Beginn der Weihnachtszeit wird die Aarewoog von hunderten von Kerzen erhellt. Das Lichterschwimmen ist Teil des Aarburger Weihnachtsmarkts «aarburg leuchtet», der seit 2018 vom gleichnamigen Verein «aarburg leuchtet» in Zusammenarbeit mit dem OK Weihnachtsmarkt Aarburg und dem Jugendheim Aarburg organisiert wird. Neben dem Lichterschwimmen erwartet die Marktbesucher ein abwechslungsreiches Programm und zahlreiche kreative Weihnachtsstände.

M wie Mozartweg

Im August 2006 wurde am Aarequai in Aarburg die erste nationale Mozartstele und damit der Grundstein für den Schweizer Mozartweg eingeweiht. Das Musikgenie Wolfgang Amadeus Mozart durchquerte 1766 als Kind mit seiner Familie die heutige Schweiz. Der Mozartweg folgt den Spuren Mozarts durch die Schweiz. Mittlerweile gibt es rund 22 Gedenktafeln entlang der Route von Genf bis Schaffhausen. Erforscht und initiiert hat den Mozartweg die Aarburger Musikerin Christina Kunz.

N wie Neujahrsblatt

Jeweils im Dezember wird das Aarburger Neujahrsblatt an alle Haushalte in der Gemeinde verteilt. Dabei kann die Publikation – ein Mix aus aktuellen Geschehnissen in Aarburg und Ortsgeschichten – auf eine lange Tradition zurückblicken. Das erste Neujahrsblatt erschien 1962, damals noch als Aarburger Haushaltsmappe. Die Artikel für das Neujahrsblatt werden vom ehrenamtlich tätigen Redaktionsteam und weiteren Autoren verfasst.

O wie Open Air

Seit 2012 zieht das Old Car Festival Route 66 zahlreiche Rockabilly- und Oldtimerfans nach Aarburg. Dazu gesellen sich seit 2015 auch Rockfans, die das am gleichen Wochenende stattfindende Riverside Open Air besuchen und die verschiedenen Konzerte auf dem Festivalgelände geniessen. Der Doppelanlass verwandelt das Aare- städtchen an drei Tagen in eine riesige Festhütte. Die nächste Auflage – 2020 musste der Anlass aufgrund der Coronasituation abgesagt werden – ist für 27. bis 29. August 2021 geplant.

P wie Poser

Sogenannte Autoposer sind in Aarburg – wie auch in anderen Aargauer Gemeinden – schon seit längerem ein Problem. Mit dröhnenden Motoren und zum Teil übersetzter Geschwindigkeit fahren die Poser durchs Städtchen, durch die Umfahrungstunnels oder entlang der Bahnhofstrasse. Häufig tauchen die Autoposer nachts auf und bringen die Anwohner dann um ihren Schlaf. Genug von diesem Treiben hatte der Aarburger Sandro Huber. Im vergangenen April lancierte er eine Petition mit dem Titel «Stoppt die Lärmbelästigung durch Autoposer in Aarburg». Mit seinem Anliegen traf Huber offenbar einen Nerv. Über 600 Personen unterzeichneten das Online-Begehren, das auch beim Gemeinderat Aarburg Unterstützung fand.

Q wie Quartier

Der Quartier-Verein Aarburg Süd setzt sich seit 1992 für die Anliegen und Interessen der Bewohner des Südquartiers ein und tritt als Verbindungsglied der Quartierbewohner zu den Behörden auf. Der Verein nimmt Einfluss auf die die Zonen-, Bau- und Verkehrsplanung im Quartier. Aktuell setzt er sich beispielsweise für die Erstellung einer Personenunterführung beim Bahnübergang an der Zofingerstrasse ein. Neben dem Quartierverein Aarburg Süd gibt es in der Gemeinde noch einen zweiten Quartierverein: den Verein Nordstern Aarburg.

R wie Rathaus

Gleich mehrfach lehnte das Aarburger Stimmvolk in den letzten 20 Jahren eine Sanierung des Rathauses ab, letztmals 2014. Das fünfgeschossige Rathaus wurde 1573 erstmals urkundlich erwähnt und im Jahr 1828 neu erbaut. Es befindet sich seit 1932 im Eigentum der heutigen Einwohnergemeinde und steht unter kantonalem Denkmalschutz. Das Gebäude wird seit 1828 als Standort der Gemeindeverwaltung genutzt. Im September 2020 nahm der Gemeinderat einen neuen Anlauf und beantragte an der Gemeindeversammlung einen Kredit von 4,8 Millionen Franken für die Sanierung des Gebäudes. Dieses Mal stimmte der Souverän dem Vorhaben zu.

S wie Schwimmbad

Sie war das erste Schwimmbad im Kanton Aargau: Die «Badeanstalt des Fluss- und Sonnen-Bades Aarburg» öffnete im Jahr 1931 ihre Türen für die Bevölkerung. Auch heute noch präsentiert sich die Aarburger Badi, deren Areal unmittelbar an den Campingplatz Wiggerspitz anschliesst, in nostalgischem Stil. Doch die Anlage ist in die Jahre gekommen und bedarf einer Sanierung. Im vergangenen Herbst hiessen die Aarburger einen Kredit in der Höhe von rund 6 Millionen Franken für die Sanierung und Erneuerung ihrer Badi gut. Läuft alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten Ende der Badisaison 2021 beginnen. Das sanierte Schwimmbad soll dann im Frühsommer 2022 wieder eröffnet werden.

T wie Tuusiger-Stägli

Stufe um Stufe kämpfen sich täglich zahlreiche Spaziergänger und Sportler das beinahe legendäre Tuusiger-Stägli hinauf. Seit 2015 wird das Bezwingen der 1150 Stufen zählende Treppe sogar zum sportlichen Wettkampf, beim 1000er-Stägli-Lauf. Obwohl die meisten Besucher das Stägli von Aarburg her ansteuern und es damit mit der Gemeinde in Verbindung bringen: Das Tuusiger-Stägli liegt offiziell nicht in Aarburg, sondern auf Oltner Gemeindegebiet.

U wie Umfahrung

Lange mussten die Aarburger darauf warten, 2007 war es dann endlich so weit: Die Ortskernumfahrung konnte offiziell eröffnet werden. Bereits 1993 hatte der Souverän einem 6-Millionen-Kredit für das Vorhaben zugestimmt. Die Umfahrung mit zwei Tunneln nahm aber viel Planungszeit in Anspruch und so konnte erst 2004 mit dem Bau begonnen werden. Vor der Inbetriebnahme der Umfahrung rollten täglich rund 30 000 Fahrzeuge durchs Städtchen. Die Ortskernumfahrung hat zu einer deutlichen Verbesserung der Verkehrssituation geführt. Heute fahren täglich noch rund 5000 Fahrzeuge durchs «Städtli».

V wie VW-Käfer

Im Frühling 2014 sorgten sie für nationale Schlagzeilen: die 15 alten VW-Käfermodelle, welche die Gemeinde von einem verstorbenen Sammler geschenkt bekam. Die Gemeinde plante nach der Schenkung, die Fahrzeuge künftig in einem kleinen Museum auszustellen. Doch in der Bevölkerung regte sich Widerstand gegen dieses Vorhaben und in einer Referendumsabstimmung im Mai 2014 stoppte der Souverän das Projekt. Ein VW Käfer-Museum gibt es heute aber dennoch in Aarburg. Die Käfer-Sammlung ist mittlerweile im Besitz einer privaten Stiftung. Für den Aufbau und den Betrieb eines Museums wurde eigens der Verein VW Käfer-Museum Aarburg gegründet. Das Museum befindet sich an der Feldstrasse in Aarburg unter der Turnhalle und ist auf Anfrage geöffnet.

W wie Wasserfest

Das Wasserfest der Pontoniere Aarburg ist seit 1926 ein fester Bestandteil des Aarburger Jahresprogramms. Das Wasserfest wird alternierend mit dem Strandfest, das durch den Nautischen Club Aarburg organisiert wird, alle zwei Jahre durchgeführt. Das zweitägige Sommerfest am Aarequai ist weit über die Region hinaus bekannt und dient vielen Heimweh-Aarburgern als Treffpunkt. Seit 2002 kommen die Besucher jeweils am Freitag- und Samstagabend in den Genuss eines Musik-Feuerwerks.

X wie Xhamia

Die weisse Moschee, oder wie es auf Albanisch heisst «Xhamia e bardhë», befindet sich an der Feldstrasse in Aarburg. 2011 kaufte der Verein Albanisch- Schweizerisches Kulturzentrum Weisse Moschee das Firmengebäude, in dem früher die Progres Mode AG beheimatet war. Seither dient das dreistöckige Gebäude der muslimischen Gemeinschaft als Gebetsort und Treffpunkt.

Y wie Yoga

Zwei Studios bieten in Aarburg Yoga-Kurse an. Eines ist an der Sägestrasse beheimatet, ein weiteres befindet sich am Färbeweg. Dasjenige an der Sägestrasse bietet unter anderem auch Kinder-Yoga-Kurse sowie Eltern-Kind-Yoga an.

Z wie Zimmerli

Die feinste Unterwäsche der Welt – sie stammt aus Aarburg. Seit 150 Jahren produziert die Firma Zimmerli of Switzerland handgemachte Wäsche, Strick- und Webwaren unter ausschliesslicher Verwendung von Naturfasern in höchster Qualität. Es war Pauline Zimmerli-Bäuerlin, die im 19. Jahrhundert die erste Strickmaschine für gerippte Maschen erfand und damit den Grundstein für den Erfolg für das Aarburger Unternehmen legte. Obwohl heute weltweit tätig und bekannt, ist der Hauptsitz der Firma Zimmerli nach wie vor in Aarburg.

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