Jetzt werden die Erwartungen beim SC Langenthal grösser

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Trainer Jeff Campbell schätzt das Vertrauen, dass ihm der SC Langenthal entgegenbringt. (Bild: Leroy Ryser)

Für SC-Langenthal-Captain Stefan Tschannen genügt das Wort «zufrieden» mit Blick auf die Leistungen in der Qualifikation nicht. Er sagt, die Mannschaft habe «die Erwartungen übertroffen». Wieso? «Weil wir im Sommertraining phasenweise so wenige Spieler unter Vertrag hatten, dass ich dachte, dass wir hart um den sechsten Rang kämpfen oder uns mit den Pre-Playoffs abfinden müssen», erklärt Tschannen.

Die Mannschaft habe aber eine vorzügliche Entwicklung durchgemacht. Einzelspieler seien Leader geworden, die in den wichtigen Momenten die Equipe trugen, sagt er weiter und nennt Beispiele: «Dario Kummer, Vincenzo Küng, Luca Christen oder Marc Kämpf – das sind Spieler, die in anderen Teams teuer eingekauft werden. Und wir konnten sie hier entwickeln.» Das helfe der Harmonie der Mannschaft, weil der Kern seit Jahren aus denselben Spielern bestehe.

Eines ist und bleibt aber verblüffend: Der SC Langenthal zeigte eine Konstanz, die überrascht. Erneut weist Tschannen auf das Kader hin: «Dass wir in den Meistersaisons 2017 oder 2019 gut sein werden, war wegen des Kaders rasch klar. In dieser Saison durfte das aber niemand erwarten.» Auch Torhüter Pascal Caminada habe einen ganz wichtigen Beitrag geleistet, sodass der SCL seine eigenen Erwartungen bis zum Qualifikationsende übertreffen konnte.

Der SC Langenthal hat einen festen Platz im Herzen
Auch wegen den überzeugenden Resultaten wurde der Vertrag mit Headcoach Jeff Campbell vergangene Woche um zwei Saisons verlängert. Das bringt jene Kontinuität, welche der SCL ständig anstrebt. «Ich bin froh dass ich hier bleiben darf. Langenthal hat einen festen Platz in meinem Herzen», sagt Campbell. Für ihn sei es die erste Vertragsverlängerung als Trainer gewesen, was die Situation besonders speziell macht.

Letztlich gehe es aber ums Gleiche wie als Spieler: Resultate. «Wenn man seine Leistung nicht bringt, will der Klub einen nicht behalten. Der SCL hat das Vertrauen in mich, dass ich für diese Mannschaft als Trainer mein Bestes gebe», so Campbell. Die Kommunikation innerhalb der Organisation sei sehr gut, die Zusammenarbeit und der Respekt zwischen ihm und der Mannschaft bezeichnet er gar als besonders gut. Ob die erfolgreiche Kooperation noch erfolgreicher wird, dürfte sich schon bald zeigen.

Ein Sieg zum Abschluss
Im letzten Spiel der Qualifikation in der Swiss League ging es weder für den SC Langenthal noch für den Gegner aus Sierre um wichtige Punkte. Während Langenthal definitiv auf Rang drei stand, war Sierre bereits vor der Partie definitiv Vierter. Diese Ausgangslage merkte man der Begegnung an: Körperkontakte waren selten, immerhin entstand dadurch ein flüssiges und schnelles Spiel. Zumeist mit Vorteilen für den SC Langenthal: Dieser war es denn auch, der durch Eero Elo (19. Minute) und Stefan Rüegsegger (23.) auf 2:0 vorlegen konnte, worauf Sierre nur mit einem Treffer durch Nelo Surdez (34.) reagieren konnte. Langenthal trifft nun in den Playoff-Viertelfinals auf den HC Thurgau. Gegen die Ostschweizer gewannen die Oberaargauer drei der vier Direktbegegnungen in der Qualifikation. (ryl)

Langenthal - Sierre 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)
Schoren. – Keine Zuschauer. – SR: Ströbel/Müller, Huguet/Abegglen. – Tore: 19. Elo (Rüegsegger, Pienitz) 1:0. 23. Rüegsegger (Himelfarb) 2:0. 34. Surdez (Maxime Montandon) 2:1. – Strafen: 3-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Büsser) gegen Langenthal, 7-mal 2 Minuten gegen Sierre.
Langenthal: Caminada; Müller, Christen; Guggenheim, Pienitz; Törmänen, Büsser; Dobryskin; Tschannen, Kummer, Küng; Kämpf, Kläy, Elo; Gerber, Himelfarb, Rüegsegger; Wigger, Elvis Schläpfer, Dähler; Mosimann.
Sierre: Giovannini (40. In-Albon); Meyrat, Maxime Montandon; Bezina, Berthoud; Brantschen, Dozin; Vouardoux; Dolana, Castonguay, Bernazzi; Surdez, Bonvin, Kyparissis; Heinimann, Arnaud Montandon, Monnet; Privet, Jolliet, Dayer.
Bemerkungen: Langenthal ohne Chanton, Maret, Weber, Derungs, Wyss, Torquato (alle verletzt), Bircher (Partnerteam), Higgins (gesperrt) und Nyffeler (überzählig). Sierre ohne Fellay, Wyniger (beide verletzt), Rimann, Bürer, Molinari (alle überzählig) und Asselin (Servette). 37. Pfostenschuss Kummer. 59. Time-Out Sierre.

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