Kein Abklatschen, aber auch keine Läufe mehr für Zofingens Fussballer

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Im Training des SC Zofingen gilt stets: Distanz halten. (Bild: Michael Wyss)

Es ist ein weiterer Schritt zurück zur Normalität: Seit dieser Woche darf die Mannschaft von Trainer Hansruedi Birrer im Stadion Trinermatten ihre Einheiten wieder auf dem Hauptrasen absolvieren. «Das ermöglicht uns weitreichendere Übungen», freut sich Birrer. An einen uneingeschränkten Trainingsbetrieb ist mit dem Wechsel auf das grösste Spielfeld vorderhand trotzdem nicht zu denken. Weil Körperkontakte für Freizeitsportler mit Jahrgang 2000 und älter nach wie vor nicht erlaubt sind, lässt Birrer seine Mannschaft in zwei zehnköpfigen Gruppen trainieren. Die eine absolviert Parcours und arbeitet im Intervallbereich, während die andere an Technik, Abschlüssen und Passformen feilt. «Diese Variante ist etwas intensiver, aber so kommen alle zum Zug», erklärt Birrer.

Bereits seit zwei Monaten bereitet sich der SC Zofingen auf eine mögliche Fortsetzung der 2.-Liga-inter-Saison vor. Während dieser Zeit sammelten die Spieler in Fünfergruppen unzählige Laufkilometer auf den Strassen, was bei Fussballern bekanntlich nicht hoch im Kurs steht. «Alle sind froh, dass wir wieder einigermassen in geordnetem Rahmen trainieren können», sagt Birrer, der es schätzt, als Trainer wieder eine Gesamtübersicht vom Zustand seiner Mannschaft zu erhalten.

Mit seinem Assistenten Marc Nietlispach und dem vom FC Rothrist dazugestossenen Torhütertrainer Leo Moccia achtet Hansruedi Birrer während der Trainings darauf, dass sich die Spieler an die geltenden Corona-Regeln halten. In der Polizistenrolle sieht er sich jedoch nicht. «Manchmal weisen wir darauf hin, dass sie das Abklatschen unterlassen sollen. Jeder Spieler ist aber alt genug und hat das Schutzkonzept des Klubs durchgelesen», sagt Birrer, der den Ablauf bisher positiv erlebt hat. «Manchmal müssen wir improvisieren, aber wenn man sich an die Gegebenheiten hält, ist auch unter diesen Umständen ein seriöses Training möglich», sagt er. Ihm sei bewusst, dass seiner Mannschaft das «freie Spiel» fehle, «aber das wir sich sicher bald ergeben.»

Nach zwei schwierigen Monaten endlich wieder ein Ziel in Sicht

Mühe bekundet Hansruedi Birrer mit dem mangelnden Informationsfluss vonseiten des Schweizerischen Fussballverbands. Aktuell ist unklar, wann der Ball in der 2.-Liga-inter-Meisterschaft wieder rollen soll – sofern der Bundesrat in den nächsten Tagen das in Aussicht gestellte «Okay» auch ausspricht. SCZ-Captain Manuel Weber beschäftigt der unbekannte Zeitpunkt des Wiederbeginns weniger als zu Beginn des Jahres. «Beim Trainingsauftakt nach der Winterpause wussten wir nicht, ob die Saison fortgesetzt wird. Das war schwierig für die Motivation. Jetzt haben wir wenigstens ein Ziel vor Augen», sagt er. Der Mittelfeldspieler freut sich ausserdem darüber, dass der Ball im Training wieder eine zentralere Rolle einnimmt. «Es ist schon eine Weile her, seit das zum letzten Mal der Fall war», meint er schmunzelnd. Jetzt hofft Manuel Weber, dass es bis zur ersten Meisterschaftspartie nicht mehr lange dauert. «Am Ende willst du als Fussballer spielen und dich mit anderen messen», sagt er, «ich vermisse das.»

Weitere Stories zum Thema Breitensport und Corona finden Sie ebenfalls bei uns. Hier lesen Sie, wie die American Footballer trainieren, hier etwas zu den Seilziehern.

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