Unterschriftensammlung beginnt: Es regt sich Widerstand gegen die Wiggertalstrasse

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Kohinoor Bader ergreift das Referendum gegen die Wiggertalstrasse in Rothrist. Bis zum 12. April will sie 600 Unterschriften sammeln.Bild: Visualisierung: zvg
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«Das Projekt gibt es nur so, wie es ist – ohne Rücksicht auf die Wünsche der Bevölkerung.» Kohinoor Bader, Referendumsführerin

Am 4. März sprach sich das Roth­rister Stimmvolk an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung für die 3. Etappe der Wiggertalstrasse aus. Da während der Versammlung mehrere Anträge eingingen, mussten sich die 264 Anwesenden per Ausschlussverfahren erst auf einen definitiven, und schlussendlich zur Abstimmung freigegebenen, Vorschlag einigen. Mit deutlicher Mehrheit wurde am Ende ein Vorschlag aus der Versammlung angenommen, laut dem der Projektkredit von 10,724 Mio. Franken in drei Teile aufgeteilt – analog zu der in jedem Fall zu bezahlenden Summe und den beiden möglichen Vergünstigungen durch Bundes- und Kantonsgelder – und an verbindliche Zusagen betreffend den Ibis-Kreisel seitens des Astra gekoppelt wird (wir berichteten).

600 Unterschriften sollen das Projekt verhindern

Nun regt sich in der Rothrister Bevölkerung Widerstand gegen das Projekt. Unter der Federführung von Kohinoor Bader werden bis 12. April Unterschriften gesammelt, um das Referendum gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung ergreifen zu können. 600 Unterschriften sollen es laut Bader werden. Das sind ein paar mehr, als sie eigentlich benötigen würde. «So bin ich aber auf der sicheren Seite», sagt die Rothristerin. Mit ihrem Referendum will sie erreichen, dass über das Projekt an der Urne abgestimmt wird. Bader spricht von einer grossen Unzufriedenheit im Dorf. Viele würden bemängeln, dass die Bevölkerung keine Möglichkeit hatte, Änderungen anzubringen oder sonst am Projekt mitzuarbeiten. «Das Projekt gibt es nur so, wie es ist – ohne Rücksicht auf die Wünsche der Bevölkerung.»

Für Kohinoor Bader, die im letzten Herbst für die FDP ins Grossratsrennen ging, ist klar, dass über ein so grosses Projekt unbedingt an der Urne abgestimmt werden muss. Durch ihre Arbeit als selbständige Wundexpertin mit eigenem Pflegedienst sprach sie vor und nach dem 4. März mit vielen, die sich nicht an die Gmeind getrauten oder gehen konnten. «Oft war Corona das Thema. Andere sind aber auch einfach körperlich nicht in der Lage, an einer Gmeind teilzunehmen – sind geistig aber noch topfit.» Dieser Teil der Bevölkerung dürfe doch nicht vom demokratischen Prozess ausgeschlossen werden.

Wenn das Referendum zustande kommt und an der Urne über das Projekt entschieden wird, hofft Kohinoor Bader, dass sich eine Mehrheit gegen die Wiggertalstrasse entscheidet. «Das Geld könnte während Corona besser ausgegeben werden.» Zudem sei eine Erhöhung der Steuern wahrscheinlich. «Auch dass die ‹Wiggermatte› als Industriezone erschlossen werden soll, finde ich nicht gut.» So werde den Bauern wertvolles Landwirtschaftsland genommen. Eine neue Industriezone bringe zudem nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern auch mehr Verkehr.

Unterschriften sammeln wird schwierig sein

Alles in allem sollte laut Bader das gesamte Projekt überdacht werden. «Umfahrungsstrasse und flankierende Massnahmen bringen nichts, wenn die Situation in der Rishalden und den Autobahn-Ein- und -Ausfahrten nicht verbessert wird.»

Obwohl sich das Unterschriftensammeln wegen Corona als schwierig erweisen dürfte, ist Kohinoor Bader zuversichtlich, dass sie die 600 Unterschriften zusammenkriegt. Unterschriftenbögen können deshalb bei «Dienstleistungen aller Art» an der Bahnhofstrasse 4 – und der entsprechenden Website – bezogen und abgegeben werden. «Zudem will ich von Tür zu Tür gehen, um die Unterschriften bis am 12. April zusammenzuhaben.»

Hinweis

Website von Dienstleistungen aller Art: www.dienstleistungen-aller-art.ch

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