Nach mutmasslicher Tötung: Care-Team-Einsatz in der Primarschule und grosse Anteilnahme in Schafisheim

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Nachbarn und Angehörige haben vor dem Einfamilienhaus in Schafisheim Blumen und Kerzen niedergelegt. Hier lebte die 44-Jährige, die mutmasslich von ihrem Ehemann getötet wurde, mit ihm und den drei Kindern. Valérie Jost

Die 44-Jährige aus Schafisheim, die kürzlich von ihrem Ehemann angegriffen wurde, ist im Spital gestorben. Eines der drei Kinder besucht noch die Primarschule im Dorf. Inzwischen war bei den Lehrpersonen sowie der Klasse des betroffenen Schülers ein Care-Team zur psychologischen Betreuung im Einsatz, wie Gemeindeammann Roland Hugger auf Anfrage sagt.

Die drei Kinder sind inzwischen an einem geeigneten Ort untergebracht. Wo genau, weiss Hugger jedoch nicht, und verweist auf Polizei und Staatsanwaltschaft.

«Es ist ein tragischer Fall», so Gemeindeammann Hugger. Wegen des Kommunikationsunterbruchs zu den Kindern sei, jedenfalls im Moment, kein Gedenkanlass für die getötete Mutter geplant. Über mehrere Ecken habe er aber gehört, dass sich die Kinder Zeit und Raum zur Verarbeitung wünschen – «das respektieren wir natürlich.»

Vor dem Einfamilienhaus, in dem sich die Tat ereignet hat, haben Nachbarn und Angehörige Blumen und Kerzen niedergelegt. Die Anteilnahme im Dorf ist gross: «Für immer in unseren Herzen» steht auf einem Blumenstecker. Zu «20 Minuten» sagen Verwandte, sie seien am Boden zerstört.

Tatverdächtiger Ehemann in Untersuchungshaft

Die Tat war spät in der Nacht auf den 12. März geschehen. Eine der beiden Töchter wählte den Notruf: Ihre Eltern hätten wieder einmal gestritten, es sei etwas Schlimmes passiert. Die Rettungskräfte konnten die leblos vorgefundene Mutter reanimieren, doch am vergangenen Mittwoch erlag sie auf der Intensivstation ihren Verletzungen.

Der unter dringendem Tatverdacht festgenommene Ehemann befindet sich für mindestens drei Monate in Untersuchungshaft. Gegen ihn ermittelt die Aargauer Staatsanwaltschaft, inzwischen wegen vollendeter statt versuchter Tötung. Der 46-Jährige sei nicht vorbestraft, so Oberstaatsanwaltschaft Daniel von Däniken gegenüber Tele M1.

Es ist der neunte Schweizer Femizid (Frauenmord) des noch jungen Jahres, wie die feministische Organisation Ni una menos («Nicht eine weniger») schreibt.

 
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