Bibliotheks-Hündin Riva hört Kindern beim Vorlesen zu – und nimmt ihnen so die Hemmungen

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Riva ist die Hauptdarstellerin der neuen Aktion «Nur für Hundeohren». zVg

Riva ist eine geduldige Zuhörerin. Korrigiert nicht, hinterfragt nicht. Mal tut sie währenddessen gänzlich uninteressiert und manchmal, da schläft sie sogar ein, ein Ohr gestellt.

Riva ist die Bibliothekshündin der Stadtbibliothek Aarau. Bisher nur in den Büroräumen des Bibliothekenteams unterwegs, bekommt sie nun eine tragende Rolle. Sie ist die Haupt­figur im neu lancierten Angebot «Nur für Hundeohren», eine Vorlesestunde mit dem Bibliothekshund.

Das Konzept richtet sich an Kinder (mit Leseschwäche oder ohne) zwischen sieben und zwölf Jahren. Das Kind liest Riva aus einem selbst ausgewählten Buch laut vor. Das stärkt nicht nur die Lesefähigkeit, sondern gibt dem Kind vor allem Sicherheit und steigert seine Motivation.

In den USA und in Kanada schon längst bewährt

Bibliothekshunde werden in den USA und in Kanada seit Jahren eingesetzt, in der Schweiz probierten es die Berner Kornhaus-Bibliotheken 2016 als Erste aus.

Die Erfolge seien beachtlich, so der Bericht aus Bern: Die Hunde ermutigen die Kinder, das Lesen verliert seinen bedrohlichen Charakter. Die Angst, beim lauten Vorlesen vor der Klasse zu versagen, schwindet. Dadurch nimmt die Fehlerhäufigkeit ab, die Lesegeschwindigkeit nimmt zu – und vor allem steigt die Freude am Lesen.

Bei Riva haben die Kinder weniger Hemmungen

«Wir haben alle grosse Freude am neuen Angebot», sagt Lilo Moser, Leiterin der Aarauer Stadtbibliothek. Die Idee, ein Angebot mit einem Bibliothekshund einzuführen, habe das Team schon seit drei, vier Jahren herumgetragen.

Mit Riva, der Mischlingshündin einer ehemaligen Mitarbeiterin, habe man nun den passenden Hund gefunden. «Wir haben Riva natürlich vorgängig intern getestet», sagt Lilo Moser.

«Die Kinder hatten bei Riva tatsächlich viel weniger Hemmungen, als wenn sie einem Menschen vorlesen.»

Auch der erste Termin mit einem Kind von extern vor wenigen Tagen sei für alle Beteiligten eine sehr gefreute Sache gewesen.

Das Angebot sieht vor, dass die Kinder für fünf Termine à 15 bis 30 Minuten in die Bibliothek kommen, bei Bedarf können aber auch mehr gebucht werden. Beim ersten Termin lernen sich Kind und Hund kennen, das Kind lernt den Umgang mit dem Tier und bekommt die wichtigsten Verhaltensregeln erklärt.

Danach liest das Kind dem Hund vor, oben in der Mansarde der Stadtbibliothek, abgetrennt vom Publikum. Die Termine sollten nicht mehr als zwei Wochen auseinanderliegen. Ein Termin kostet fünf Franken.

Hinweis: Infos und Anmeldung zu «Nur für Hundeohren» unter www.stadtbibliothekaarau.ch/aktivitäten

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