Schul-App: «In der zweiten Pandemie-Welle war diese Neuerung für uns ein grosser Vorteil»

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So sieht die Benutzeroberfläche der neuen Schul-App aus, die in der Gemeinde fleissig genutzt wird.Bilder: Markus Mathis
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«Die App hat uns einigen Goodwill eingebracht.» Thomas Graber, Gesamtschulleiter Dagmersellen

Termine finden, Nachrichten austauschen und Informationen zur Verfügung stellen – das geht seit einem halben Jahr an den Schulen Dagmersellen superleicht – und papierlos. Vorbei sind die Zeiten, als Eltern beim Ausräumen der Schultaschen ihrer Kinder vor den Ferien auf Merkblätter oder Anmeldeformulare stiessen, welche sie längst schon hätten lesen sollen.

«Wir hatten uns schon eine Weile nach einer Lösung umgesehen, um die Papierflut in den Griff zu bekommen», sagt Thomas Graber, Leiter der Schulen Dagmersellen. Selbst Vater von drei Kindern, stiess er über einen Bekannten aus Nebikon auf eine App, welche einen Austausch von Eltern, Schülern und Lehrpersonen in der Nachbargemeinde übers Handy zusammenfasst. Die Kommunikationslösung der Horgener Firma Avdis wurde dem damaligen Bildungsvorsteher und heutigen Gemeindepräsidenten Markus Riedweg (CVP) vorgeführt. Er liess sich begeistern. «So konnten wir die App noch aus dem laufenden Budget heraus finanzieren», erzählt Graber.

Infos, Terminvereinbarungen und Abmeldungen über die App

Die Einführung der App vor einem Jahr verhinderte allerdings die Corona-Pandemie. Die Schulungen der Lehrpersonen mussten verschoben werden, die Eltern erhielten die Einarbeitungsunterlagen schriftlich. Seit Beginn des laufenden Schuljahres wird sie von den 623 Dagmerseller Schülern, ihren Eltern und den 84 Lehrpersonen benutzt und verbindet so gegen 2000 Personen. «In der zweiten Pandemie-Welle im Herbst war diese Neuerung für uns ein grosser Vorteil», so Thomas Graber.

Die App beinhaltet eine Nachrichtenfunktion zum unkomplizierten Austausch zwischen Lehrpersonen und Eltern. Abmeldungen wegen Krankheit würden nun vor allem damit vorgenommen, sagt Graber. Dokumente und Informationen der gemeindlichen Schulen oder der kantonalen Dienststelle Volksschulbildung werden aktuell aufgespielt und stehen den Eltern zur Verfügung, noch bevor sie von den Medien vermittelt wurden. Ein Terminfindungsprogramm macht komplizierte und aufwändige Abstimmungen überflüssig.

Zudem vermittelt die App auch Informationen von Partnern der Schulen Dagmersellen – etwa Sportvereinen oder der Jugendarbeit. «Angebote der örtlichen Vereine verschicken wir als Push-Meldung, Angebote von ausserhalb veröffentlichen wir einfach», sagt Graber. Schliesslich wolle man Eltern und Schüler nicht «zuspammen».

Die Rückmeldungen von Eltern auf die App seien durchwegs positiv, sagt Thomas Graber. «Die App hat uns einigen Goodwill eingebracht.» Für die Lehrpersonen war die Einführung anspruchsvoller, denn sie mussten sich erst mit der Handhabung der vielen Voreinstellungen und Möglichkeiten vertraut machen. «Doch auch bei den Lehrpersonen zahlt sich der Nutzen des Schulungsaufwands immer stärker aus.»

Schule Dagmersellen an vorderster digitaler Front

Mit Avdis haben die Schulen Dagmersellen also ein Instrument zur Verfügung, für das andernorts Homepages unterhalten, Berge von papierenen Meldungen verschickt, halbprivate Chats über Messenger-Dienste oder Doodle-Umfragen veranstaltet werden.

«Die Problematik bei Messenger-Diensten wie WhatsApp ist, dass man unter 16-Jährige nicht in Chats einbinden darf», sagt der Schulleiter. Man habe sich natürlich auch nach Alternativen umgesehen, abgeklärt, ob sich benötigte Funktionen bei der Microsoft-Lösung Teams finden liessen oder ob sich die neue Luzerner Schulverwaltungssoftware Educase entsprechend erweitern liesse. Es gebe zwar Bestrebungen, dies zu ermöglichen, sagt Graber, doch dauere dies voraussichtlich noch Jahre. «Wir haben uns daher zur Beschaffung dieser Schweizer App entschieden und sind durchwegs glücklich damit.»

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