Bevölkerungsstatistik Aargau: 14,5 Prozent mehr Tote wegen Corona

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Symbolbild (Archiv)

694 060 Einwohnerinnen und Einwohner per 31. Dezember 2020. Der Aargau wächst und wächst – innert Jahresfirst um 8636 Personen oder 1,3 Prozent. Dies ist laut Statistik Aargau auf die verstärkte Zunahme der ausländischen Bevölkerung zurückzuführen, während die Zunahme der Schweizer Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr in etwa stabil blieb.

Zu den Wachstumsmotoren gehört auch der Bezirk Zofingen, der um 1,81 Prozent zulegte. Er weist nach Lenzburg (1122) die höchste «Wanderungsbilanz» auf. Damit ist die Zahl der Zu- minus Wegzüge gemeint. Dieser Wert ist eine Komponente dafür, ob eine Bevölkerung zahlenmässig wächst oder kleiner wird.

Corona bildet sich in der Statistik ab

Die andere Grösse ist die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen. Hat Corona hier bereits ihre Spuren hinterlassen? Leider ja. Laut Statistik Aargau verursachte die Covid-19-Pandemie 2020 einen Anstieg der Todesfälle. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre war die Zahl der Todesfälle gesamtkantonal um 14,5 Prozent höher. Signifikant die Altersgruppe der Personen ab 80 Jahren, während die 65- bis 79-Jährigen weniger stark betroffen waren. Die Anzahl Todesfälle der 0- bis 64-Jährigen bewegten sich hingegen im Bereich der Vorjahre. Bei den über 79-Jährigen war die Anzahl der Todesfälle im November und Dezember 2020 etwa doppelt so hoch wie in den Vorjahren.

Schaut man in die Detailzahlen des Bezirks Zofingen, so starben 2020 über die Gemeindegrenzen hinaus betrachtet 630 Menschen, ein Jahr zuvor 525. In Oftringen stieg die Sterblichkeit von 100 auf 108, in Rothrist von 67 auf 71, in der Stadt Zofingen von 95 auf 115. Wiliberg hingegen – statistisch seiner Kleinheit geschuldet – verzeichnete 2020 keinen Todesfall. Geburt und Tod – hier haben wir es mit harten Fakten zu tun.

Zu- und Wegzüge und der Wohnungsbau

Anders bei den Zu- und Wegzügen. Für Letztere spielen auch die Zahlen der Wohnbaustatistik und jene der verfügbaren Wohnungen eine Rolle. Bei diesen kommen «weiche», nicht in messerscharfen Zahlen definierbare Faktoren wie die Attraktivität der angebotenen Wohnungen und der Wohngemeinde an sich. So brachte die rege Bautätigkeit Oftringen ein Plus von 357 Personen.

10 Einwohnerinnen und Einwohner zu verlieren, ist für Murgenthal vor dem Hintergrund einer Gesamtbevölkerung von 2694 Personen kein Drama – aber was sind die Gründe?

Besser messen und mit den Zahlen der Bevölkerungsstatistik in Einklang bringen lassen sich da eher jene der Pendlerströme und der diesen zur Verfügung stehenden Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Davon profitiert in erster Linie Zofingen mit seinem exzellent in den Fahrplan eingebetteten Bahnhof.

Hinweis

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von Statistik Aargau.

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