FDP-Kandidat André Kirchhofer: «Beim Fackelumzug bin ich immer dabei»

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André Kirchhofer geht gerne wandern – so wie hier im Südtirol. (Bild: zvg)

Was wollten Sie als Kind werden?

Schreiner wie mein Grossvater. Heute feile ich lieber an Texten von mir herum.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Als Hilfe meiner Eltern bei Abwartsarbeiten im Schulhaus «Dorf» in Oftringen. Später übernahm ich diverse Schülerjobs, z. B. Reinigungsarbeiten in der «Stahlrohri» Rothrist.

Wem wären Sie lieber nie begegnet?

Die betreffende Person weiss es.

Wen, der tot ist, möchten Sie gerne wiedersehen?

Meinen Cousin.

Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?

Nein.

Was fehlt Ihnen zum Glück?

Im Moment ein gutes Znacht mit guten Freunden in einem guten Zofinger Restaurant – und davon hat es viele!

Wofür sind Sie dankbar?

Für die Art, wie meine Eltern mich grossgezogen haben. Sie haben mir eine gewisse Bodenhaftung mit einer gesunden Arbeitseinstellung mitgegeben.

Halten Sie sich für einen guten Freund, eine gute Freundin?

Gerne stehe ich meinen Kolleginnen und Kollegen mit Rat und Tat zur Seite – und bin auch froh um Unterstützung von ihnen.

Was bezeichnen Sie als Heimat?

Es gibt mehrere Orte, die mir viel bedeuten, beispielsweise die Vermigel-­Hütte des SAC Zofingen bei Andermatt.

Welche Speisen essen Sie aus Heimweh?

Heimweh kenne ich nicht – aber dafür umso mehr gutes Essen … Ich bin Spezialist für «Plättli» mit Wurst und Brot.

Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?

Je einmal ein Musikinstrument zu erlernen.

Welche Probleme löst eine gute Ehe?

Jede ernsthafte Partnerschaft gibt Kraft!

Warum sind Sie Politikerin/Politiker geworden?

In der Kanti Zofingen mussten wir uns in Geschichte lange mit Kommunismus beschäftigen – bis es mir «ausgehängt» hat. Ich bin daraufhin in die FDP eingetreten.

Was reizt Sie an der Aufgabe als Stadtrat?

Das Engagement für gute Lösungen, parteiübergreifend und konstruktiv.

Bezahlen Sie Ihre Steuern gerne?

Nein, nicht unbedingt … Aber ich bin mir bewusst, dass Steuern für unser Gemeinwesen unentbehrlich sind. Daher ist es eine Selbstverständlichkeit, alle Rechnungen immer und pünktlich zu bezahlen.

Wofür werden zu viele Steuergelder ausgegeben und wofür zu wenig?

Zofingen bezahlt zu viel für den kantonalen Finanzausgleich, die Zentrumsfunktion wird zu wenig berücksichtigt.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

«Lesen gefährdet die Dummheit», schreibt die «Leserei» in Zofingen ... Seit Kindheit verschlinge ich Bücher, angefangen mit Karl May über Sachliteratur und Zeitungen bis heute zu historischen Romanen. Im Moment gefällt mir die Uhtred-Serie von Bernard Cornwell ganz besonders.

Was werden Sie als neugewählter Stadtrat als Erstes in die Wege leiten?

Wichtig sind mir klare Prioritäten in der Finanzpolitik. Statt 10 000 Franken für die Kultur zu streichen, wie es bei der letzten Budgetdebatte geschehen ist, braucht es umfassendere Abklärungen, klare Vorgaben und eine wirkungsvolle Kontrolle bei Millionen-Projekten.

Kinderfestweggen oder Kinderfesttorte?

Meistens esse ich so viele Wurstweggen, dass es für den Kuchen erst am nächsten Tag wieder Platz hat.

Wie sieht die – für Sie – optimale Besetzung des Stadtrats aus den 11 Kandidatinnen und Kandidaten aus?

Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen. Die Stimmbevölkerung entscheidet und darf von den Gewählten erwarten, dass sie gemeinsam für unser Zofingen ihr Bestes geben. Ich würde mich sehr freuen, dabei mitzutun!

Was ist das beste Argument, das gegen eine Wahl von Ihnen spricht?

Ich habe hohe Erwartungen an mich und andere, wenn es um die Erledigung von Arbeiten geht.

Kinderfest mit Gefecht oder ohne?

Ein Hoch auf Traditionen! Deshalb bin ich vor allem beim Fackelumzug immer dabei – im Gedenken an meinen journalistischen Förderer Kurt Blum (KBZ), der das Kinderfest über alles geliebt hat.

Was mögen Sie an Zofingen – und was überhaupt nicht?

Die Altstadt – jene Konzepte, die aufwendig erarbeitet, aber bis heute nicht umgesetzt wurden.

Was gibt Ihnen Energie für die Politik?

Anstrengende, aber bereichernde Diskussionen mit Michael Wacker von der SP und Stefan Giezendanner von der SVP … Im Ernst: Lauftraining! Meine Lieblingsroute führt vom Brunngraben via Buchebene bis zur Bottenwiler Höhe – und zurück.

Welcher Film hat Sie nachhaltig beeindruckt?

Forrest Gump. Der Titelheld verliert nie den Glauben an das Gute.

Wie gedenken Sie das Stadtratsmandat mit Ihrem übrigen Berufsleben zu vereinbaren?

Ich habe das Glück, auch beruflich stark mit der Politik verbunden zu sein. ASTAG-Zentralpräsident Thierry Burkart, Ständerat des Kantons Aargau, steht als mein Chef voll und ganz hinter der Kandidatur. Die Abmachung ist klar: In unserem Milizsystem muss es möglich sein, meine Funktion als Vizedirektor mit dem Amt als Stadtrat zu vereinbaren.

Erachten Sie die Entschädigung für das Stadtammann-Amt als angemessen?

Jede Entschädigung ist fair, wenn die dafür notwendige Arbeit tatsächlich geleistet wird. Von der Person im Stadtammann-Amt erwarte ich, dass sie sich voll und ganz für Zofingen einsetzt.

Welche Partei ist im aktuellen Stadtrat übervertreten, welche untervertreten?

In einer Exekutive geht es nicht um die Parteizugehörigkeit, sondern um Kompetenzen. Gefragt sind strategisches Verständnis, kommunikatives Geschick und Führungsqualitäten.

Sind Sie eher ein Alphatier oder ein Teamplayer?

Ich lege Wert auf klare, konsequente Führung nach dem Auftragsprinzip. Selber erledige ich Aufträge sehr gerne auch im Team. Den Stadtrat verstehe ich zwingend als Gesamtgremium. Solo-Läufe sind zu vermeiden.

Was können Sie besser: sprechen oder zuhören?

Beides – nach dem Grundsatz: Es spricht nur gut, wer die andere Seite angehört hat und auch versteht.

Welches Ressort würden Sie am liebsten übernehmen?

Wer für den Stadtrat kandidiert, sollte willens und fähig sein, jedes Ressort zu führen.

31 Fragen an Kandidierende

Das ZT hat den Kandidierenden für den Zofinger Stadtrat mit einem Fragebogen auf den Zahn gefühlt. Die Fragen sind einerseits dem berühmten Fragebogen von Max Frisch entnommen, andererseits sind sie von der Redaktion zusammengetragen worden. Die Kandidierenden hatten eine maximale Zeichenzahl zur Verfügung sowie einen Joker. (jam)

 

Bisher erschienen: 

SP-Kandidatin Rahela Syed

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André Kirchhofer am Lac Gruyère. (Bild: zvg)

Zur Person

Alter: 43 Jahre
Zivilstand: in langjähriger Partnerschaft
Kinder: keine
Höchste Ausbildung: Dr. phil., Historiker (Universität Bern)
Beruf: Vizedirektor Schweizerischer Nutzfahrzeugverband ASTAG
Hobbys: Sport allgemein, Fussball (Saisonabo FC Thun seit 2010), Literatur, Wandern, Essen

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