Parteiloser Stadtratskandidat Maik Müller: «Meine Stärke liegt im Zuhören»

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Aktuell ist der Mühlethaler Maik Müller noch mit seinem Ingenieur-Studium beschäftigt. (Bild: zvg)

Was wollten Sie als Kind werden?

Baggerfahrer. Mich faszinieren seit je her Maschinen und die Technik dahinter. Dies führte mich zu meinem jetzigen Lebensabschnitt als Student und in naher Zukunft als Ingenieur.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Ich durfte meinen Vater bei der Arbeit unterstützen und Küchen vertragen helfen.

Wem wären Sie lieber nie begegnet?

Jede Begegnung dient der Erweiterung des Horizonts. Nur manche Personen möchte man nur bedingt ein zweites Mal sehen.

Wen, der tot ist, möchten Sie gerne wiedersehen?

Albert Einstein, denn dieser war nicht nur ein genialer Physiker, sondern ein begnadeter Philosoph, der sich diverse Gedanken über den Sinn des Lebens und der Menschen machte. Seine Gedanken und Zitate begleiten mich auf meinem Lebensweg.

Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen, gegen den Widerspruch der Mehrheit?

Nein, denn wir sind in einer Demokratie und in einer Demokratie gilt der Mehrheitsentscheid.

Was fehlt Ihnen zum Glück?

Nichts, ich bin glücklich so, wie es ist.

Wofür sind Sie dankbar?

Für die Familie, Freunde und das Leben in der Schweiz.

Halten Sie sich für einen guten Freund?

Fragen Sie meine Freunde. Ich denke schon.

Was bezeichnen Sie als Heimat?

Ein Ort, wo Familie und Freunde zu Hause sind.

Welche Speisen essen Sie aus Heimweh?

Ganz klar Raclette.

Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?

Man sollte keine Hoffnungen und Träume aufgeben. Denn es besteht immer die Chance, sie zu verwirklichen.

Welche Probleme löst eine gute Ehe?

Mein gegenwärtiger Zivilstand ist ledig. Ich kann das somit nur bedingt beurteilen. Aber eine gute Beziehung schenkt Kraft und Probleme kann man gemeinsam lösen.

Warum sind Sie Politiker geworden?

Um die Zukunft meiner Heimat mitzugestalten. Aber von mir schon als Politiker zu sprechen ist ein wenig übertrieben.

Was reizt Sie an der Aufgabe als Stadtrat und Stadtammann?

Nicht nur mich, sondern auch Zofingen weiterzuentwickeln.

Bezahlen Sie Ihre Steuern gerne?

Ganz klar mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aber ohne Steuereinahmen kann keine Stadt existieren. Solange die Steuern effizient und nachhaltig genützt werden, habe ich keine Probleme.

Wofür werden zu viele Steuergelder ausgegeben und wofür zu wenig?

Dies ist ein heikler Punkt. Wie bereits oben erwähnt sollten die Steuern nachhaltig und effizient eingesetzt werden. Das bedeutet für mich für die Zukunft von Zofingen. Somit sollte in den nächsten Jahren in die Infrastruktur, Bildung und Bürger von Zofingen investiert werden. Aber auch in deren Lebensraum und Erholungsgebiete.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Meiner aktuellen Situation geschuldet liegen da keine Bücher, sondern wissenschaftliche Abhandlungen über diverse Themen. Aber mit Amtsbeginn werde ich meine Ausbildung abschliessen und wieder Zeit für Kriminalromane haben.

Was werden Sie als neugewählter Stadtrat als Erstes in die Wege leiten?

Ich werde mich für eine nachhaltige Verdichtung der Siedlungsfläche einsetzen.

Kinderfestweggen oder Kinderfesttorte?

Ganz klar Kinderfestweggen.

Wie sieht die – für Sie – optimale Besetzung des Stadtrats aus den 11 Kandidatinnen und Kandidaten aus?

Der Stadtrat sollte die Bevölkerung widerspiegeln. Somit sollte er aus Jungen und Lebenserfahrenen sowie aus Männern und Frauen bestehen. Aber auch politisch sollte die ganze Bandbreite von links bis rechts vertreten sein.

Was ist das beste Argument, das gegen eine Wahl von Ihnen spricht?

Was will der junge Unerfahrene im Stadtrat?

Kinderfest mit Gefecht oder ohne?

Das Gefecht gehört zum Kinderfest wie Ron Dideldum zu Zofingen. Nur hatte ich damals vor Ron mehr Angst als vor dem Gefecht. Das Gefecht gehört zur Tradition des Kinderfests und bildet ein Teil der Geschichte Zofingens ab.

Was mögen Sie an Zofingen – und was überhaupt nicht?

Einer meiner Lieblingsplätze ist der Heitern mit seiner Aussicht über die Altstadt und die Region. Aber Zofingen und der Ortsteil Mühlethal bieten sehr schöne Orte zum Erholen und Kraft tanken. Das Areal neben der Swissprinters AG könnte eine Aufwertung vertragen.

Was gibt Ihnen Energie für die Politik?

Familie und Freunde, aber auch ausgedehnte Spaziergänge in den Wäldern rund um Zofingen.

Welcher Film hat Sie nachhaltig beeindruckt?

Bridge of Spies. Einfach ein spannender Film nach einer wahren Geschichte.

Wie gedenken Sie das Stadtratsmandat mit Ihrem übrigen Berufsleben zu vereinbaren?

Mit Beginn der Amtsperiode 2022 werde ich in einen neuen Lebensabschnitt übertreten und wieder in die Wirtschaft zurückkehren. Dabei würden das Stadtratsamt und mein Beruf meine volle Aufmerksamkeit erhalten.

Erachten Sie die Entschädigung für das Stadtammann-Amt als angemessen?

Der Stadtammann erhält für seine Aufgaben in Führung und Repräsentation eine angemessene Entlöhnung.

Welche Partei ist im aktuellen Stadtrat übervertreten, welche untervertreten?

Joker.

Sind Sie eher ein Alphatier oder ein Teamplayer?

Ich würde mich selbst nicht als Alphatier bezeichnen. Von einer Führungsrolle in einem Team bin ich jedoch nicht abgeneigt. Meiner Meinung nach müssen alle Teammitglieder zur Sprache kommen.

Was können Sie besser: sprechen oder zuhören?

Um gut sprechen zu können, muss man zuhören können. Meine Stärke liegt im Zuhören.

Welches Ressort würden Sie am liebsten übernehmen?

Natur, Unterhalt, Stadtmarketing und Sport.

31 Fragen an Kandidierende

Das ZT hat den Kandidierenden für den Zofinger Stadtrat mit einem Fragebogen auf den Zahn gefühlt. Die Fragen sind einerseits dem berühmten Fragebogen von Max Frisch entnommen, andererseits sind sie von der Redaktion zusammengetragen worden. Die Kandidierenden hatten eine maximale Zeichenzahl zur Verfügung sowie einen Joker. (jam)

Bisher erschienen:

SP-Kandidatin Rahela Syed

FDP-Kandidat André Kirchhofer 

FDP-Kandidat Andreas Rüegger

SP-Kandidat Lukas Fankhauser

Grünen-Kandidation Christiane Guyer

SVP-Kandidat Hansruedi Hauri

Mitte-Kandidat Robert Weishaupt

Parteiloser Kandidat Peter Siegrist

Zur Person

Alter: 26 Jahre

Zivilstand: ledig

Kinder: keine

Höchste Ausbildung: Bachelor of Science in Systemtechnik (Ingenieur)

Beruf: Masterstudent

Hobbys/Leidenschaften: Skifahren, Wandern, Reisen, (Fitness)

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