Osterlamm aus der Schweiz ist rar

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Die Suffolk-Herde der Familie Rothenbühler aus Uerkheim. Bild: zvg

Rund 447 500 Tonnen Fleisch aller Art (ohne Fisch und Krustentiere) wurden laut der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft Proviande letztes Jahr in unserem Land konsumiert. Die Schweiz ist ein traditionelles Rindvieh-Land: Aktuell sind in der Schweiz rund 1,5 Millionen Rinder in der Tierverkehrsdatenbank registriert – unabhängig von Rasse und Nutzungsart. Schafe gibt es rund 420 000.

Schaf- und Lammfleisch ist denn auch ein Nischenprodukt: Knapp 9800 Tonnen betrug der Konsum von Schaf- und Lammfleisch. Ins Auge springt dabei der geringe Inlandanteil: Nur rund 40 Prozent des verkauften Schaf- und Lammfleisches stammen aus der Schweiz. Dazu sagt Peppino Beffa, Präsident des Schweizerischen Schafzuchtverbandes: «Schweizer Schafbetriebe produzieren pro Jahr rund 250 000 Lämmer für den Fleischverkauf – das deckt die Nachfrage aber kaum. Rund fünf Millionen Lämmer werden jährlich importiert.»

Die Schafhaltung in der Schweiz habe immer im Schatten der Rindviehhaltung gestanden – worunter auch die Produktivität des Schafsektors gelitten habe, heisst es beim Landwirtschaftlichen Informationsdienst: «Der wirtschaftliche Druck, mit Schafen Geld zu verdienen, war schlicht nicht vorhanden.» Peppino Beffa ergänzt, es sei vielen Schafhaltern gar nicht bewusst, dass bei der Mutterschafhaltung ein viel grösseres Produktivitätssteigerungspotential vorhanden sei als beispielsweise bei der Mutterkuhhaltung.

Suffolks und das Schwarzbraune Schaf im Uerkental

Das sieht auch die Familie Carmen und Ruedi Rothenbühler aus Uerkheim so. Ruedi Rothenbühler ist Präsident des Aargauischen Schafzüchtervereins Uerkental und Umgebung – Tochter Nadine Zuchtbuchführerin. «Wir machen seit Jahrzehnten Muttertierhaltung», sagt Ruedi Rothenbühler, der im Hauptberuf selbständiger Zimmermann ist. Daneben gibt es bei Rothenbühlers eine Hundezucht und -pension und eine Hütehundeausbildung – und rund 100 Schafe mit ihren Jungtieren.

Keine Direktvermarktung des Fleisches

Rothenbühlers züchten englische Suffolk-Schafe und das Schwarzbraune Schaf, beides Rassen mit sehr guten Muttereigenschaften. Direktvermarkter sind die Rothenbühlers nicht. Eine Zeit lang durften sie die Migros mit Fleisch beliefern, die sich dann aber auf Berglämmer fokussiert habe. Nun wird Swiss Premium beliefert. Zudem werden Tiere an andere Schafhalter verkauft.

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