Feldheim Reiden: «Heimvater» übergibt nach 32 Jahren die Leitung in jüngere Hände

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Historischer Augenblick: Urs Brunner (rechts) übergibt symbolisch den essbaren Schlüssel an seinen Nachfolger und bisherigen Stellvertreter Roland Meier (links). Bild: Marc Benedetti
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Die neue Zentrumsleitung besteht aus Marianne Rindlisbacher-Suter, Leiterin Pflege und Betreuung, Gesamtleiter Roland Meier und Hotellerieleiter Thomas Gräni.

Roland Meier ist am Mittwoch in die (grossen) Fussstapfen von Urs Brunner getreten. «Es ist zwar der 1. April, aber kein Aprilscherz», sagte Hans Luternauer an der Stabsübergabe im kleinen Kreis. «Roland Meier übernimmt heute offiziell die Verantwortung für das Feldheim Reiden.» – Das Feldheim ohne Brunner, Brunner ohne Feldheim, das ist tatsächlich nur schwer vorstellbar.

Der Präsident des Gemeindeverbands Regionales Alters- und Pflegezentrum Feldheim erwähnte, dass es noch nie einen Heimleiterwechsel gab, seit Urs Brunner am 1. Dezember 1989 mit 34 Jahren seine Stelle antrat. Er baute die regionale Institution auf. Vorher gab es nur das Bürgerheim im Reidermoos. Brunner habe damals in einem leeren Haus ohne Personal gestartet, das er zuerst rekrutieren musste. Eröffnet wurde die Institution am 17. April 1990.

Rund 230 Personen teilen sich 130 Vollzeitstellen

Arbeiteten am Anfang 70 bis 80 Personen für das damalige Altersheim, die sich 60 Vollzeitstellen teilten, sind es im heutigen Pflegezentrum rund 230 Personen, davon viele mit Teilzeitpensen (insgesamt 130 Vollzeitstellen). Das Feldheim sei heute ein «Leuchtturm» im Luzerner Heimwesen und ein Kompetenzzentrum für Pflege, sagte Hans Luternauer. Roland Meier übernehme ein gut ausgebautes Feldheim mit motivierten Mitarbeitenden. Es wird vom Gemeindeverband mitgetragen, dem heute noch zehn Gemeinden mit 15 Dörfern aus dem Luzerner unteren Wiggertal angehören.

Der Präsident wünschte Meier «eine glückliche Hand, viel Tatkraft, Zuversicht und Freude – und das ist wichtig – eine grosse Portion Gesundheit». Urs Brunner wird seinem Nachfolger und bisherigen Stellvertreter bis 30. April noch mit Tat und Rat zur Seite stehen. Wenn es die Lage wieder zulässt, wird der hochverdiente 66-jährige Leiter später offiziell verabschiedet.

Mit 150 Pflegeplätzen ist das Feldheim ein wichtiger Player

Urs Brunner – er war die Seele des Hauses und praktisch immer präsent – freute sich am Anlass, die Leitung in neue junge Hände übergeben zu können. «Mit 150 Pflegeplätzen ist das Feldheim ein wichtiger Player in der Region», sagte er. Themen wie Demenz-Betreuung oder die Schaffung von Tages- und Nachtstrukturen beschäftigten auch das Feldheim. Partnerschaften mit Gemeinden oder Spitexorganisationen bekämen eine immer grössere Bedeutung. «Die Finanzierung dürfen wir bei alldem aber nicht ausser Acht lassen. Das hat das Feldheim in den letzten Jahren gut geschafft», sagte Brunner. Er wünschte seinem Nachfolger «viel positive Kraft, Freude und Lust an diesem grossartigen Projekt mit einem sozialen Aspekt».

Fürs Wohl der Bewohner arbeiten

Sowohl Brunner wie auch sein Nachfolger waren sichtlich gerührt an der Stabsübergabe, die mit einem Schlüssel – eigentlich einem Zopf aus der Feldheim-Küche – symbolisch vollzogen wurde. «Es ist sicher nicht einfach, ein solches Lebenswerk abzugeben», sagte Roland Meier. Er dankte allen für das ihm geschenkte Vertrauen und wisse ein gutes Team hinter sich. «Was immer auf mich zukommt: Es sind immer Menschen dahinter und es geht darum, dass wir für das Wohl unserer Bewohnerinnen und Bewohner da sind, und es ihnen gut geht. Daran arbeiten wir immer», sagte der frischgebackene Heimleiter. Meier hat zwei weitere Leitungspersonen an seiner Seite. Zusammen bildet das Trio die neue Zentrumsleitung, die ebenfalls seit 1. April im Amt ist.

Nächste Woche blickt der abtretende Heimleiter Urs Brunner in einem Interview zurück und in die Zukunft.

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Hans Luternauer, Präsident des Gemeindeverbands regionales Alters- und Pflegezentrum Feldheim und bis 2016 Gemeindepräsident von Reiden, während seiner Rede.
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Hanni Zbinden von der Aktivierung spielte an der neu angeschafften Drehorgel einige Weisen Als es nicht so recht klappen wollte, eilte Urs Brunner herbei.
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