Die Fans hatten einen Anteil daran, dass der FC Aarau in den Cup-Halbfinal einzog

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Mickael Almeida (links), der für das 1:0 verantwortlich zeichnete, jubelt in der 49. Minute mit Shkelzen Gashi nach dem dritten Tor. (Bild: Freshfocus)

Es ist das Duell der Riesentöter: Hier der FC Aarau, der im Achtelfinal die Cupmacht Sion mit 4:2 aus dem Wettbewerb kegelte. Dort der FC Winterthur, der die Gunst der Stunde nutzte und den taumelnden FC Basel in dessen Stadion mit 6:2 besiegte. Und obwohl Aarau in der Liga sieben Punkte vor den Winterthurern liegt und der Viertelfinal im heimischen Brügglifeld steigt – vor dem Anpfiff einen Favoriten zu suchen, ist wie Stochern im Nebel.

Umso erstaunlicher das Bild 90 Minuten später: Aarau 3, Winterthur 0. Ein in dieser Höhe korrektes Verdikt. Während der FCA von Anfang an in die Vollen geht und sich nicht erst auf ein Abtasten einlässt, machen die Gäste zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, als wäre ihnen etwas an der grossen Chance auf den Halbfinaleinzug gelegen. Der beste Beweis dafür: Aarau-Goalie Simon Enzler ist nur in einer Szene gefordert, als er Mitte der ersten Halbzeit Winterthur-Captain Davide Callà den Ball vom Fuss stibitzt.

Zu diesem Zeitpunkt führt Aarau dank Mickael Almeida mit 1:0, dessen Treffer in der 12. Minute eine Massflanke von Donat Rrudhani vorangeht. In der 41. Minute erhöht Leon Bergsma auf 2:0, auch der Holländer profitiert von der punktgenauen Vorarbeit eines Kollegen, indem er den Eckball von Shkelzen Gashi hinter die Linie drückt. Zur Halbzeit ist klar: Nur wenn Aarau wie schon so oft in dieser Saison nach der Pause in den Larifari-Modus schaltet, wird die Partie nochmal einmal spannend.

Ein wenig wie Beckham und wie ein Torpedo

Doch das Heimteam powert weiter und setzt in der 49. Minute zur Kür an. Jérôme Thiesson nimmt Winterthurs Buess den Ball ab und, statt sich wieder zurückzuziehen, flankt der Innenverteidiger (!) in Beckham-Manier zur Mitte, wo Gashi wie ein Torpedo zum Ball hechtet und diesen mit dem Kopf zum 3:0 versenkt.

«Wir müssen eingestehen, dass Aarau in allen Belangen überlegen war», zeigt Callà nach dem Schlusspfiff Grösse in der Niederlage. Während für ihn und Winterthur die Saison nach dem Cup-Out und angesichts von zwölf Punkten Rückstand in der Liga auf den Barrage-Platz gelaufen scheint, tanzt Aarau weiterhin auf zwei Hochzeiten. «Diesen Abend dürfen wir geniessen – mehr nicht. Jetzt kommt die heisse Phase, Ausrutscher sind nicht mehr erlaubt, aber wir sind überzeugt von unserer Qualität», sagt Captain Olivier Jäckle. In der Challenge League geht es am Samstag in Neuenburg weiter, im Cup ist vieles offen. Während Aarau als erster Halbfinalist feststeht, werden in dieser Woche noch drei Achtelfinals ausgetragen. Wirrwarr à la Corona.

Wegen Corona sind in den Stadien seit Monaten keine Fans zugelassen – am erstmaligen Halbfinaleinzug des FC Aarau seit 16 Jahren haben sie trotzdem ihren Anteil. Am Vortag der Partie tauchten im Abschlusstraining 50 Hardcore-Supporter auf und heizten mit Schlachtrufen der Mannschaft für das Duell gegen Winterthur ein. Am Spiel stellten sich so viele Fans wie noch nie in den letzten Monaten hinter der Stadionmauer auf und feuerten die Spieler an. Gegen Ende knallten Rauchpetarden und Raketen. Jäckle: «Schön, dass die Fans auch in diesen Zeiten hinter uns stehen.»

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