Auf dem Niveau der 60er-Jahre: Gab es dank des Lockdowns weniger Unfälle ?

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Im Januar 2020 kam es beim gelben Punkt auf der Karte an einem Samstagabend zwischen 20 und 21 Uhr zu einem Selbstunfall mit Todesfolge. Ein Mercedes donnerte mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Mauer. Bilder: swisstopo/Kantonspolizei Aargau

308 polizeilich registrierte Strassenverkehrsunfälle im Bezirk Zofingen, 2277 gesamtkantonal – so tiefe Werte wie 2020 gab es letztmals in den 1960er-Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr entsprechen die aktuellen Zahlen einem Minus von 4,1 Prozent. Bei etwas mehr als der Hälfte aller registrierten Unfälle waren einzig Sachschäden zu verzeichnen, vermeldet Statistik Aargau. Insgesamt wurden 1283 Personen verletzt, 239 von ihnen schwer – sieben Männer und eine Frau kamen um ihr Leben. Im Vorjahr starben elf Menschen bei Verkehrsunfällen.

Ein Todesopfer im Bezirk Zofingen

Im Bezirk Zofingen war 2020 ein Todesopfer zu beklagen. An einem Samstag im Januar starb zwischen 20 und 21 Uhr auf der Hauptstrasse in Aarburg der Lenker eines Autos bei einem Selbstunfall. Diese Angaben stammen vom Geoportal des Bundes, wo es eine Unfallkarte Schweiz gibt. Auf ihr sind alle polizeilich protokollierten Strassenverkehrsunfälle seit 2011 erfasst. Mit verschiedenen Filtern lassen sich Unfälle mit Fussgängern, Velos, Töffs, Personen- und Lastwagen wie auch solche mit Beteiligung des öffentlichen Verkehrs selektieren.

Besonders wichtig und wertvoll: Man sieht auf einen Blick, wo sich Unfallschwerpunkte befinden. Die Situation lässt sich zusätzlich auf einer 3D-Darstellung der Unfallkarte beurteilen.

Zurück zum Unfallgeschehen 2020. Keinen einzigen Unfall gab es in Wiliberg. Auf dem Gebiet der Stadt Zofingen musste die Polizei 22-mal ausrücken – in Oftringen 56-mal und die Köllikerinnen und Kölliker hörten 67-mal das Polizeihorn.

Die hohe Unfallzahl in Kölliken und Oftringen ist dem Umstand geschuldet, dass sich auf dem Gebiet dieser Gemeinden Autobahnen befinden. Deren Auf- und Abfahrten sind, wie der Blick auf die Karte zeigt, Unfall-Hotspots.

Interessant der Blick zurück in die statistische Vergangenheit: Im letzten Vierteljahrhundert hat sich die Zahl der polizeilich registrierten Unfälle im Kanton mehr als halbiert: 2020 wurden 2277 Unfälle registriert gegenüber 5372 im Jahr 1995. Auch die Zahl der Verunfallten hat sich nach einem Höchststand Anfang der 2000er-Jahre reduziert.

Im gleichen Zeitraum ist die Anzahl Personenwagen pro 1000 Aargauer Einwohnerinnen und Einwohner (Motorisierungsgrad) von 472,8 im Jahr 1995 auf 588,5 im Jahr 2020 gestiegen, wie den Zahlenreihen von Statistik Aargau zu entnehmen ist.

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