Die neue Gewinnzahl im Schwingen lautet 168

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Geht es nach Stefan Strebel, sollen die besten Spitzenschwinger wie Patrick Räbmatter (links) bald in grösseren Gruppen trainieren dürfen. (Bild: Melanie Gamma)

Einen Sieg hat Stefan Strebel mit der Trainingserlaubnis für insgesamt 120 Spitzenschwinger bereits gefeiert. Doch das reicht ihm nicht. Während die Besten ihre neuen Freiheiten im Sägemehl geniessen, arbeitet Strebel am nächsten Öffnungsschritt. Seine neue Gewinnzahl lautet 168. Der Technische Leiter des Eidgenössischen Schwingerverbands will, dass alle Schwinger, die an einem Eidgenössischen, an einem Teilverbands- oder an einem Bergfest einen Kranz gewannen, bald wieder trainieren dürfen. 168 wären es und damit 48 mehr als von den Behörden bisher erlaubt.

Unterstützt – wenn auch nur zähneknirschend – wird Strebel nun auch vom Nordostschweizer Teilverband, der den Öffnungsschritt erst scharf kritisierte. Bis am Dienstag muss der Verband seine 23 Auserwählten melden. Und damit wäre der Weg frei für nächste Verhandlungen. Spannend wird sein, ob sich Spitzenschwinger wie Samuel Giger, der sich öffentlich gegen die Öffnung wehrte, aufstellen lassen. Dass Strebel bereits den nächsten Öffnungsschritt plant, sollte ihnen zwar im Ansatz gefallen, dem Anspruch alle oder keiner entspricht es aber weiterhin nicht.

So oder so: Strebel und damit alle, die sich für eine stufenweise Öffnung einsetzen, haben den Machtkampf vorerst gewonnen. Und das weckt bei den Schwingern nächste Begehrlichkeiten. So forderte Pirmin Reichmuth im «Blick», dass für die besten 120 Schwinger nicht nur Trainings erlaubt sein sollen, sondern auch Feste organisiert werden. Ein Konzept für solche Wettkämpfe in einer Art Blase, zum Beispiel in Eishallen, hat Strebel ausgearbeitet. Es wurde aber vom Zentralvorstand abgeschmettert. «Und ich gehe nicht davon aus, dass sich daran zeitnah etwas ändern wird», sagt Strebel. «Darum sollten wir nun weitere Öffnungen im Trainingsbetrieb vorantreiben.»

Und hier kommt zur 168 die Zusatzzahl 15 hinzu. Strebel hofft, dass er in den anstehenden Verhandlungen mit den Behörden nicht nur die Anzahl Schwinger, die trainieren dürfen, erhöhen kann, sondern auch die Gruppengrösse. Bisher sind Trainings nur in definierten Vierergruppen erlaubt. «Ich will, dass auf Aussenplätzen bis zu 15 Athleten schwingen dürfen», sagt Strebel. Und nennt zahlreiche Sportarten wie zum Beispiel Fussball, wo eine solche 15er-Regel bereits angewandt wird.

Schnelltests könnten helfen – nur wer bezahlt?
Der Aargauer ist sich bewusst, dass Schwingen als Kontaktsport einen schwierigeren Stand hat. «Ich glaube aber nicht, dass die Ansteckungsgefahr grösser ist, wenn wir gute Schutzkonzepte haben», sagt Strebel. Die nun erhältlichen Schnelltests für alle stimmen ihn sehr zuversichtlich. «Auch wenn geklärt werden muss, wer regelmässige Tests vor jedem Training finanzieren würde.»

Positiv stimmt Strebel auch, dass die Kontaktsportarten nun den Austausch suchen, um gemeinsam eine Lösung für den Breitensport zu finden. Seine Lobby wächst.

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