Passionierte Lernende und eindrückliche Projekte an der Berufsfachschule Zofingen

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Der Arthrobot bewegt sich auf jedem Terrain sicher. (Bild: zVg)

Im Rahmen der interdisziplinären Projektarbeit, kurz IDPA, haben die lernenden Konstrukteure und Polymechaniker der Berufsfachschule Zofingen ihre eigenen Projektideen auf die Beine gestellt und umgesetzt. Konstruktion, Herstellung und Dokumentation waren die Hauptbestandteile der Arbeit, welche die Schüler der Abschlussklasse ME17d im Frühling 2020 angegangen sind und im Januar 2021 schliesslich voller Stolz präsentieren durften.

Während neun Monaten arbeiteten die Lernenden intensiv an ihren Projekten. Fachwissen, welches sie während ihrer Lehrzeit im Betrieb und in der Schule erlernt haben, galt es zu verknüpfen, um die komplexe Aufgabe erfolgreich zu meistern. Die Arbeit stellte die Lernenden aber nicht nur vor technische Herausforderungen. Sie mussten in der Gruppe als Team funktionieren, einen exakten Budget- und Zeitplan erstellen und befolgen, ihre Ergebnisse in einer wissenschaftlichen Arbeit dokumentieren und schliesslich einem breiten Publikum präsentieren.

Im Corona-Jahr sahen sich die Gruppen teilweise mit besonderen Herausforderungen konfrontiert: Manche Lernenden arbeiteten zeitweilig im Homeoffice, wo der Zugang zur betrieblichen Infrastruktur eingeschränkt war. Darüber hinaus mussten sich einzelne Lernende während der Arbeit am Projekt in Quarantäne begeben.

Davon liessen sich die Gruppen aber nicht beirren. Mit viel Herzblut und Können setzten sie die verschiedenen Projektideen um. Entstanden sind drei unterschiedliche Produkte, welche die Interessen der einzelnen Gruppen widerspiegeln.

Der spinnenähnliche Arthrobot

Zum einen ist da der Arthrobot: Ein bisschen fühlt man sich bei seinem Anblick in einen Science-Fiction-Film versetzt. Der einer Spinne ähnelnde Roboter kann durch das abwechselnde Heben seiner Beine über unterschiedlichstes Terrain manövrieren. Nicht nur waren zur Herstellung viel technisches Verständnis und mechanisches Handwerk nötig, die drei Lernenden José Kräuchi, Patrik Schmid und Tobias Gasser brauchten auch weitreichende Kenntnisse im Programmieren. Damit der Arthrobot nämlich über unterschiedliches Terrain laufen kann, mussten sie eine eigene Steuerung programmieren, welche die Signale einer Fernsteuerung auswertet und die Beine des Arthrobotes danach positioniert, absetzt und hebt. Nebst der selbst geschriebenen Steuerung war auch das Modell eigens kreiert und gefertigt worden.

Mechanische Tischuhr mit Elektromotor

Technik und Eleganz vereinen sich im zweiten Projekt. Die drei Lernenden David Boppart, Thomas Hadorn und Luca Ifanger haben sich zum Ziel gemacht, eine mechanische Tischuhr herzustellen. Die etwa 30 Zentimeter grosse Uhr wird lediglich mit einem Elektromotor betrieben. Die Herausforderung der Arbeit war die Zusammenstellung der kleinen und grossen Teile. Für die etwas spezielle Darstellung wählten die drei Maturanden zu der sichtbaren Mechanik auch eine exzentrische Bewegung des Minutenzeigers. Entstanden ist eine aussergewöhnliche Uhr, welche durch ihre Funktionsweise und ihr Design überzeugt.

Eine Stanzmaschine mit viel Power

Imposant und kraftvoll wirkt das dritte Projekt. Konstrukteur Noah Barrer und Polymechaniker Djordje Petrovic präsentieren eine Stanzmaschine, welche ein dünnes Blech mit Hilfe einer Hebelkraft stanzen kann. Laut den Berechnungen beträgt die Stanzkraft rund 9000 Newton, dies entspricht umgerechnet etwa 900 Kilogramm, welche über dem Stempel auf das Blech wirken. Damit verschiedene Formen ausgestanzt werden können, wurden für das Projekt drei verschiedene Stempel und Matrizen gefertigt, welche ohne Werkzeug ausgetauscht werden können.

Schlusspräsentationender besonderen Art

Die Krönung der ganzen Arbeit bildet schlussendlich die Präsentation vor grossem Publikum. Dieses Jahr verlief das Ganze aber nicht wie gewohnt. Grosses Publikum wurde durch einen Expertenkreis der Lehrer und Lehrerinnen und einen Livestream für Lehrbetriebe ersetzt. Dank der Nutzung von zwei Videokameras konnte man sowohl die Lernenden als auch die Präsentation und somit das Projekt von zuhause aus oder aus dem Büro gut sehen.

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Technik und Eleganz vereinen sich in der Tischuhr dieser Gruppe: v. l. Christian Fäs (Lehrperson), Luca Ifanger, Thomas Hadorn und David Boppart. (Bild: zVg)
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Polymechaniker Djordje Petrovic (l.) und Konstrukteur Noah Barrer sind stolz auf ihre Stanzmaschine. (Bild: zVg)
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