Hinterlässt Corona Spuren bezüglich Stromkonsum?

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Um vier Prozent hat sich der Strombedarf in der Stadt Zürich reduziert. Der Grund: Homeoffice, zeitweise geschlossene Läden, Restaurants und Schulen haben den Stromverbrauch sinken lassen. Mehr Strom fliesst hingegen – so das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) – aus den Steckdosen zuhause. Der Grund auch hier: Homeoffice. Aber nicht nur. Wenn Restaurants zu sind, wird mehr zuhause gekocht und das Licht brennt länger – bis zu zwölf Prozent hat der Stromverbrauch in den Haushaltungen zugelegt.

Nimmt man diesen Homeoffice-Effekt auch in der Region Zofingen wahr? Oliver Stampfli ist Geschäftsführer der EW Oftringen AG. Er sagt: «In der Tendenz schon – vor allem bei den gewerblichen Kunden.» Im privaten Bereich gebe es jedoch Überlagerungen, die keine präzisen Aussagen erlauben.

Bevölkerungswachstum und mehr Wärmepumpen

Da sind zum einen Neuzugänge (der Bauboom in Oftringen), zum anderen immer mehr Leute, die Wärmepumpen nutzen. Was es in der Gemeinde auch noch gibt, sind Häuser, die elektrisch beheizt werden – laut Energie Aargau betrug ihr Anteil 2020 in Oftringen zwei Prozent. Beim Heizen dominant ist in Oftringen mit 50 Prozent noch immer Öl. Liegt dessen hoher Anteil am Preis? Oliver Stampfli hat für ein durchschnittliches Einfamilienhaus Zahlen. Für wohlige Temperaturen muss man in einem solchen rund 2000 Liter Heizöl pro Jahr verbrennen. Bei einem Preis von 80 Rappen pro Liter ergeben sich 1600 Franken. Eine Wärmepumpe benötigt zwischen 6000 und 8500 Kilowattstunden (kWh) elektrische Energie.

Rechnet man diese kWh auf die Strompreise in Oftringen um, ergibt sich eine Kostenspanne von 1075 bis 1522 Franken. Völlig anders die Situation, wenn man eine Elektroheizung betreibt. «2000 Liter Heizöl entsprechen hier 20 800 kWh», sagt Stampfli – die sich in der Stromrechnung mit 3324 Franken niederschlagen. Damit ist eine Elektroheizung eines der unwirtschaftlichsten Heizsysteme überhaupt.

Die Anwendungen in der Summe fressen Strom

Zurück ins Homeoffice. Was ist hier – Kaffeemaschine und Co. ausgeblendet – der grosse Stromfresser? Den gibt es nicht – es ist die Summe der Anwendungen. Jedes Programm, das auf einem Laptop oder PC läuft, und sei es nur im Hintergrund, frisst Strom.

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich hat berechnet, dass eine einstündige Videokonferenz mit acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf einen Stromverbrauch von rund 1,2 kWh kommt – isoliert betrachtet nicht die Welt, in der Summe aller Meetings in unserem Land aber schon. Generell wird die Digitalisierung mit ihren «Hosts», Datencentern und Servern zu einem immer grösseren «Stromsauger».

Als «Homeworker» kann man insofern einen kleinen Sparbeitrag leisten, indem man alle Arbeitsgeräte an eine Steckdosenleiste hängt und diese am Abend ausschaltet. Die finanzielle Ersparnis? Pro Monat weniger, als ein im Restaurant konsumierter Kaffee kostet.

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