Die Stadtratswahlen durch die Brille des Karikaturisten Alfi Moor

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Auch Italiens Ministerpräsident Mario Draghi wird zu Karikatur. Die Vorlagen sucht Alfi Moor im Internet.Bild: Lilly-Anne Brugger
Zwei Stadtratskandidaten, ein Chefredaktor.
Mit markanter Brille: Andreas Rüegger.
Lächelnd den Stadtratswahlen entgegen: Rahela Syed.
Christiane Guyer möchte Frau Stadtammann werden.
Wird Dominik Gresch Zofingens Stadtammann?
Er will für die SVP einen Sitz holen.
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Maik Müller, der Überraschungskandidat.
Der scheidende Ammann und der neue Kandidat.
Kann er auf die Wiederwahl anstossen?
Der Mitte-Kandidat ist sehr sportlich unterwegs.

Rahela Syed mit wallendem schwarzem Haar, Robert Weishaupt, der schnellen Fusses zu seinem Velo rennt und Peter Siegrist beim Anstossen in seiner Bar Key 69. Der Zofinger Karikaturist Alfi Moor zeichnet mit spitzer Feder die Stadtratskandidaten. Wichtig ist ihm dabei eines: «Ich will niemanden beleidigen oder auf unangenehme Art verunstalten.» Er sehe sich vor allem als humoristischen Karikaturisten. «Am schönsten ist es für mich, wenn jemand über seine eigene Karikatur lachen kann.» Die Zofinger Stadtratskandidaten machen es dem Karikaturisten einfach. Sie hätten genügend Ecken und Kanten, um pointiert gezeichnet zu werden, sagt Alfi Moor. Allerdings sei es einfacher, ältere Menschen zu karikieren. Bei Jungen sei die Gefahr gross, dass sie zu alt erschienen.

Mit Bleistift vorzeichnen, mit Farbstift kolorieren

Der Vater zweier erwachsener Töchter ist ein Schnellzeichner. Innerhalb einer Viertelstunde entsteht eine Karikatur. «Meine Karikaturen sollen schnell und fliessend entstehen.» Wenn die Zeichnung länger als 15 Minuten dauere, sei er mit dem Ergebnis meist nicht zufrieden. Moor zeichnet mit Bleistift vor. Die Bleistiftzeichnungen scannt er anschliessend ein und koloriert sie mit Farbstiften. Der nächste Schritt ist nicht selten ein Post auf einem seiner Social-Media-Kanäle. Hier landen übrigens nicht nur die Stadtratskandidaten, sondern auch Sportler und nationale und internationale Politiker. «Malen und Zeichnen ist für mich sehr wichtig», sagt Alfi Moor mit Nachdruck. Trotzdem ist es nicht sein Broterwerb. Er ist im kaufmännischen Bereich tätig, arbeitet momentan wie viele andere auch im Homeoffice. Zu Corona-freien Zeiten ist Alfi Moor beispielsweise am Zofinger Kunstmarkt anzutreffen – nicht nur mit Karikaturen, sondern auch mit abstrakten Gemälden und Portraits.

Alfi Moor ist in Zofingen geboren und aufgewachsen. Vom Lebenslauf her könnte er auch als Stadtrat kandidieren: Fast alle Kandidierenden sind in Zofingen aufgewachsen oder hier zur Schule gegangen. Doch Alfi Moor hat sich nicht für die Politik entschieden, sondern fürs Zeichnen. Allerdings darf das Zeichnen gerne politisch sein. Er zeichne alles, was politisch sei, sagt er. «Ich mag es, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu zeichnen.» Welcher der elf Stadtratskandidaten nun tatsächlich am einfachsten zu zeichnen ist, da lässt sich Alfi Moor nicht in die Karten schauen. Eine politische Äusserung verkneift er sich, auch wenn er bereits brieflich seine Kandidaten gewählt hat.

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