Impfdrängler versuchen Kantonsspital Luzern auszutricksen – interne Nummer veröffentlicht

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Es scheint einen regelrechten Run auf die Coronaimpfung zu geben. So sehr, dass Impfwillige versuchen, das Luzerner Kantonsspital auszutricksen. Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 13. März 2021)

Eine interne Telefonnummer des Luzerner Kantonsspitals (Luks) ist offenbar nach aussen weitergegeben worden. Über diese Nummer konnte sich das Gesundheitspersonal für eine Impfung im Spital anmelden. Doch zuletzt war diese hoffnungslos überlastet, wie eine interne Mitteilung des Luks zeigt, die unserer Zeitung vorliegt. Darin schreibt die Kommunikationsabteilung, impfberechtigte Mitarbeitende müssten «unter Umständen lange Wartezeiten in Kauf nehmen».

Derzeit werden am Luks pro Tag 400 bis 450 Personen pro Tag geimpft. Es handelt sich um Mitarbeitende des Spitals, der Spitex, von Arztpraxen oder um ambulante Patienten. Sie alle melden sich über die Nummer an, die nun in den sozialen Medien kursiert. Wer die Telefonnummer nach aussen weitergegeben hat, lässt sich gemäss Luks nicht eruieren. Man bedauere den Vorfall.

Ob unberechtigte Personen es tatsächlich geschafft haben, eine Impfung am Luks zu erhalten, ist nicht klar. Das Spital schliesst nicht aus, dass dies in Einzelfällen geschehen ist. In einer Mitteilung schreibt das Luks, pro Woche würden über 2500 Personen im Spital geimpft.

«Dass bei dieser hohen Impfkadenz Einzelfälle unseren Kontrollen entgehen können, ist nicht ganz auszuschliessen.»

Inzwischen seien die internen Kontrollmechanismen verschärft worden. «Wer die Kriterien für eine Impfung bei uns nicht erfüllt, wird nach wie vor an die kantonalen Impfzentren verwiesen.»

Die Panne mit der internen Luks-Telefonnummer hat der Luzerner SP-Präsident David Roth auf Twitter publik gemacht:

Später ergänzt Roth seinen Tweet und schreibt: «Das ging schnell. Offensichtlich können sich unter 65-Jährige bereits nicht mehr anmelden. Danke allen, die das rasch angepasst haben!»

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Unberechtigt? Impfdrängler?

Esther Schmid
schrieb am 17.04.2021 14:37
Für einen Impf-Termin im LUKS brauchte es keine Geheim-Nr.! Auf Nachfrage betr. Impftermin auf der normalen LUKS-Haupt-Nr hatte man mich mit der Impf-Infoline verbunden (= Personal-Hotline). Obwohl ich klar machte, dass ich weder Personal noch sonst Risiko bin, wurde Anmeldung gemacht. (Anruf am 14.04., Impf-Termin 19.04.). LUKS könnte jederzeit über App informieren, falls "Impfdrängler" Termine absagen sollen. Ich stehe gerne zurück!

Ergänzend zu Ihrem Artikel "Impfdrängler"

Esther Schmid
schrieb am 17.04.2021 13:35
Während in den Medien von wenigen Anmeldungen in Willisau und zusätzlich freigegebenen Impfdosen zu lesen war, hatte ich vernommen, dass das LUKS Impftermine "übrig" habe. Auf Nachfrage bei der Hauptnummer 041 205 11 11 wurde ich weiterverbunden. Es brauchte also keine  "Geheim-Nr.". Ich hatte sogar nachgefragt, wie es sein könne, dass mein 74jähriger Schwiegervater seit langem im Impfzentrum angemeldet ist und auf einen Termin warte, während im LUKS Termine offenbar  wahllos vergeben werden. Man sagte mir, dass dies nicht mit dem Kanton gekoppelt sei.
Die Darstellung im Artikel ist nicht wirklich korrekt.
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