Klassenwechsel für verschiedene Kantonsstrassen geplant

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Über die Murgenthaler Aarebrücke führt neu eine Route des überregionalen Verkehrs. Bild: Archiv

Das derzeit 1150 Kilometer lange Aargauer Kantonsstrassennetz wurde nicht auf dem Reissbrett geplant, sondern ist historisch gewachsen und laufend den sich verändernden Verhältnissen in den Bereichen Siedlung und Verkehr punktuell angepasst worden. 1150 Kilometer, die im Vergleich mit den Nachbarkantonen und insbesondere gemessen an der Bevölkerungszahl ein eher grosses Netz darstellen – ein Netz, das man bisher funktional in Hauptverkehrs- und Verbindungsstrassen unterteilt hat.

Die Strassen ins Raum­konzept Aargau einbetten

Mit einer Neuklassierung will der Regierungsrat dem Raumkonzept Aargau mit seinen fünf Raumtypen, den wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkten sowie der Strategie Mobilität-Aargau nachleben. Konkret beantragt er dem Grossen Rat, das Kantonsstrassennetz gestützt auf Kriterien der Netzfunktion, der verkehrlichen Entwicklung und der «räumlichen Bedeutung» in vier Klassen einzuteilen. Dies, so der Regierungsrat, erlaube einen differenzierten Umgang in der Infrastrukturentwicklung – womit er den Ausbaustandard einer Strasse meint. Im Rahmen des Projekts soll die eine oder andere Kantonsstrasse in eine tiefere oder höhere Kategorie eingeteilt werden. In der Region Zofingen erfährt in Murgenthal die K 301 – das ist die Strasse, welchevia Holzbrücke nach Fulenbach und damit in den Kanton Solothurn führt – eine Aufklassierung. Der Grund? Ihre Funktion als Route des überregionalen Verkehrs – und die Prognose, dass die Zahl der Fahrzeuge pro Tag bis 2040 von heute 7800 auf 10 100 steigt. Ähnlich die Begründung für die Aufwertung der K310 in Aarburg: Sieumfährt vom Schwimmbad bis zur Bahnstation den Festungstunnel und ist damit Zubringer zur Aarebrücke. Das mut­massliche Verkehrswachstum hier: Von 5400 auf 7440 Fahrzeuge pro Tag. Die beidenStrecken sind neu bei den «Hauptverkehrs- und Regionalverbindungsstrassen» eingeteilt.

Kölliken–Gretzenbach: Von lokaler Bedeutung

Zurückgestuft wird in Kölliken hingegen die Strasse nach Gretzenbach, da sie keine übergeordnete Funktion habe. Dies gilt auch für die Strecke Kölliken–Holziken–Schöftland. Beide sind mehrheitlich von eherlokaler Bedeutung. Die Neuklassierung des Kantonsstrassennetzes habe keine kurzfristigen Auswirkungen, schreibt der Regierungsrat in seiner Botschaft. Aber: Bei Neubauvorhaben und bei den kommenden Instandsetzungsprojekten gelangen künftig die für den jeweiligen Strassentyp festgelegten Standards zur Anwendung.

«Mit der Neuklassierung wird dem haushälterischen Umgang mit dem Boden und insbesondere mit dem Kulturland Rechnung getragen», heisst es in der Botschaft. Wichtig auch: Mit der im Grossen Rat hängigen Vorlage sind keine Aufnahmen von Gemeindestrassen ins Kantonsstrassennetz oder Abtretungen von Kantonsstrassen an die Gemeinden verbunden. Entsprechende Entscheide habe der Grosse Rat jeweils in separaten Vorlagen zu fällen.

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