Im Mai fehlen 200'000 Moderna-Dosen

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Im Mai wird die Firma Moderna 200'000 Dosen des Covid-19-Impfstoffs nicht ausliefern. Salvatore Di Nolfi / KEYSTONE

Im Mai wird die Pharmafirma Moderna 200'000 Impfdosen weniger liefern als erwartet. Warum das so ist, kann die BAG-Vizedirektorin und Chefeinkäuferin für Vakzine Nora Kronig nicht sagen. Auch nicht, ob auch andere Länder unter diesen Lieferengpässen leiden. «Wir werden die in diesem Quartal abgemachte Menge von Moderna aber erhalten», sagt sie an der wissenschaftlichen Medienkonferenz in Bern. Und das sind immerhin fünf Millionen Dosen bis Ende Juni.

Ende Juni ist nach dem Impfplan des Bundes auch der Termin, an dem alle geimpft sein sollen, die das wollen. Da Kronig die vorläufig ausbleibenden Moderen-Dosen im Juni erwartet, sieht sie die Impfstrategie des Bundes trotz allem weiterhin auf Kurs. Man habe in der Schweiz mehr Impfdosen zur Verfügung als man vor Monaten gedacht habe. BAG-VIzedirektorin Kronig sagt dazu:

«Ich sehe deswegen auch keine Schwierigkeiten bei den Kantonen.»

Diese Zuversicht wird in den Kantonen allerdings nicht überall geteilt. Für eine bessere Impfplanung hat die Luzerner Regierung diese Woche verlässlichere Auslieferungsdaten des Bundes gefordert. Wenn Moderna-Impfdosen ausfallen, könnte das dazu führen, dass Impftermine verschoben werden müssen.

Immer noch kein Termin für AstraZeneca in Sicht

Weiterhin werden die beiden bis anhin zugelassenen mRNA-Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer die einzigen eingesetzten Vakzine in der Schweiz bleiben. Claus Bolte von der Swissmedic kann weiterhin keinen Termin nennen, wann der in einigen Ländern inzwischen gestoppte Impfstoff der Firma AstraZeneca in der Schweiz eine Zulassung erhalten wird. «Wie schon mehrmals gesagt, warten wir immer noch auf die Daten einer grossen Studie aus Latein- und Nordamerika», sagt Bolte. AstraZeneca habe diese Daten schon vor Wochen versprochen und erstaunlicherweise nicht geliefert. Wenn Swissmedic diese Daten erhalte, würden diese so schnell wie möglich geprüft und je nachdem eine Zulassung erteilt.

Sicherheit zuerst, sagt Swissmedic

Weshalb die europäische Arzneimittelprüfstelle EMA diesem Impfstoff schon vor Monaten trotz fehlender Daten eine Zulassung erteilt hat, will Bolte nicht kommentieren. «Wir sind bei allen Prüfungen stringent und konsistent und vielleicht auch strenger. Auch in einer Pandemie gilt die Sicherheit als oberstes Gebot». Immerhin hat mit Curevac nun auch eine fünfte Firma eine Zulassungsgesuch für ihren Impfstoff CVnCoV eingereicht. Ob das die Impfstrategie des Bundes beeinflusst, kann Norig nicht konkret beantworten.

Die Einhaltung des Impfplans ist aber entscheidend für den Kampf gegen die Pandemie. Je schneller geimpft, desto rascher gehen die Infektionen zurück. Denn diese werden nach den Szenarien, die Taskforce-Leiter Martin Ackermann vorstellt, vielleicht bald in die Höhe schnellen. Die möglichen Szenarien rechnen mit bis zu 10'000 Infektionen pro Tag, so wie beim Höhepunkt der zweiten Welle im Herbst.

Szenarien, keine Prognosen

Angesprochen darauf, dass in den vergangenen Monaten die Szenarien der Taskforce immer zu hohe Infektionszahlen gezeigt hätten, entgegnet Ackermann, dass die Szenarien keine Prognosen seien. Sie zeigten, was aufgrund der aktuellen Situation eintreten könnte. Dabei seien die Impferfolge wie auch die saisonalen Effekte berücksichtigt. Der Anstieg zu einer möglichen dritten Welle habe zum einen mit der um 50 Prozent höheren Ansteckungsrate der dominierenden britischen Variante zu tun, die nicht nur ansteckender, sondern auch gefährlicher sei. Zum anderen mit den aktuellen Öffnungsschritten, die wieder zu mehr Kontakten unter Menschen führten.

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