Nach Standpauke für Balljungen: FCA-Präsident rügt Trainer Stephan Keller

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FCA-Trainer Stephan Keller hat sein Fehlverhalten eingesehen. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus)

Ein Blick in die Kommentarspalte unter dem Artikel eines Nachrichtenportals, das ebenfalls über den Eklat um FCA-Trainer Stephan Keller und einen Balljungen nach dem Schlusspfiff des GC-Spiels berichtete, spricht Bände: Dass Keller direkt nach dem 2:1-Sieg seines FC Aarau auf ein Kind losgestürmt ist und dieses zur Rede gestellt hat, verkommt zur Nebensache. Die Mehrheit äussert sich empört zur Begründung, mit der Keller seine Überreaktion erklären wollte: «Wir haben vor der Saison Zeit mit den Ballkindern verbracht und sie dahingehend instruiert, bei Einwurf für den Gegner nicht allzu schnell vorwärts zu machen. Sie sollen den Ball nicht in eine andere Richtung werfen, aber man kann den Ball auch rollen statt werfen.»

Mit dieser Erklärung schadet sich Keller einerseits selber, weil er damit um Verständnis für sein Fehlverhalten wirbt, statt es einfach bei der Entschuldigung zu belassen. Er schadet aber auch dem FC Aarau: «Aha – im Brügglifeld wird den Ballkindern eingetrichtert, die gegnerische Mannschaft zu benachteiligen», heisst es nun. Förderlich für das Image ist dies nicht. Auch wenn solche Tricksereien im Fussball natürlich weit verbreitet sind: Wegen Kellers Transparenz kann man dem FCA nun einen Strick daraus drehen.

Und mal abgesehen davon, ob die Instruktion von Ballkindern moralisch vertretbar ist oder nicht: Keller soll den zehnjährigen Jungen zeigen, der, wenn ein Spieler schreiend, vollgeschwitzt und wild gestikulierend auf ihn zusprintet, diesem den Ball nicht augenblicklich zuwirft – egal ob Aarauer oder Grasshopper.

Keller hat ein Treffen mit dem Balljungen in die Wege geleitet
Wie erwähnt: Keller hat sein Fehlverhalten rasch eingesehen und sich noch auf dem Platz ein erstes Mal beim Balljungen entschuldigt. Mehr noch: Noch am selben Abend hat er eine Klubangestellte damit beauftragt, ihm die Kontaktdaten der Eltern des Jungen zu besorgen.

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Stephan Keller entschuldigt sich beim bemitleidenswerten Balljungen. (Bild: zvg/screenshot nau.ch)


Ebenfalls im Nachgang der Partie hat auch ein Gespräch mit Präsident Philipp Bonorand und Sportchef Sandro Burki stattgefunden. Bonorand gegenüber der «AZ»: «Stephan Keller hat einen Fehler gemacht und das haben wir ihm deutlich zu Verstehen gegeben. Dass er sich von sich aus bei dem Jungen entschuldigt und ein Treffen arrangieren wird, beweist, dass er seinen Fehler einsieht. Damit ist die Sache für uns erledigt.»

Gibt es allenfalls ein Nachspiel von Seiten der Swiss Football League? Einerseits sind die TV-Bilder eindeutig, andererseits ist es letztlich bei Kellers Standpauke für einen Balljungen aus den eigenen Reihen geblieben, weshalb ein Disziplinarverfahren gegen den FCA-Trainer verwundern würde.

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