Lars Leuenberger folgt auf Fredrik Söderström als Trainer des EHC Olten

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Er gibt in Zukunft die Richtung vor an der EHCO-Bande: Lars Leuenberger. (Bild: Claudio De Capitani/Freshfocus)

Noch am Montagmorgen klang Fredrik Söderström auf Nachfrage dieser Zeitung optimistisch. Er schrieb: «Ich würde gerne beim EHCO weitermachen. Ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Erfolg, Fortschritt und Respekt wurden mit der Zeit aufgebaut. Jetzt warte ich auf die Rückmeldung des Klubs.» Diese Rückmeldung kam ein paar Stunden später in Form eines Telefonats von Oltens Sportchef Marc Grieder. Er teilte Söderström mit, dass man ihm keinen neuen Vertrag anbieten würde.

Wenig später verkündete der Schwede seinen Abschied auf den sozialen Medien:

«Nach dem Ende der Saison hatten wir Zeit, über das, was war, nachzudenken und in die Zukunft zu schauen. Es war meine Absicht, als Trainer von EHC Olten weiterzumachen, und ich habe es als ein gutes Gespräch mit dem Verein empfunden. Aber jetzt wurde mir heute gesagt, dass der Verein sich dafür entscheidet, ohne mich weiterzumachen.

Ich glaube an den Erfolg im Laufe der Zeit, der auf Geduld, Entwicklung und Vertrauen beruht. Aus persönlicher Erfahrung kenne ich die Vorteile, die sich daraus ergeben. Ich bin dankbar für zwei interessante Jahre als Trainer für EHC Olten und ich bin stolz auf das, was wir in schwierigen Zeiten gemeinsam durchgemacht haben.

Es macht mich ein bisschen traurig, all die netten Leute zu verlassen, die ich in und um EHC Olten getroffen und kennengelernt habe. Ehrgeizige Spieler und kompetente Kollegen. Vielen Dank für alles, was Sie mir gegeben haben, ich habe es wirklich geschätzt. Diese Zeit hat mich zu einem besseren Menschen und Trainer gemacht. Wünsche dir viel Glück und weiterhin viel Erfolg!»


Nach zwei Jahren endet also die Amtszeit des Schweden beim EHC Olten. Er sagt: «So ist das Business. Das einzige, was mich etwas enttäuscht, ist das Timing. Der Entscheid fiel für mich etwas zu spät. Ich habe andere Angebote abgelehnt. Aber gleichzeitig bin ich sehr gespannt, was die Zukunft bringen könnte.» Nicht auszuschliessen, dass Söderström nun plötzlich beim EHC Visp ein Thema werden könnte.

Wenige Stunden nach Söderströms öffentlichem Abschied gab der Klub seinen Nachfolger bekannt. Es wird Lars Leuenberger sein. Der 46-Jährige unterschrieb beim EHCO einen Zweijahresvertrag. «Das ist eine Wunschlösung», sagt EHCO-Sportchef Marc Grieder. «Mit Lars Leuenberger stösst ein ambitionierter Schweizer Trainer zum EHCO, der perfekt in unser Konzept passt. Er bringt die Erfahrung im Umgang mit gestandenen Profis ebenso mit wie die Erfahrung in der Arbeit mit jüngeren Spielern. Ich bin überzeugt, dass er uns im taktischen und systemtechnischen Bereich entscheidend weiterbringen wird.»

Seit einer Woche eine heisser Kandidat
Auch Lars Leuenberger freut sich auf die neue Aufgabe. «Mit dem EHC Olten stehe ich schon seit zwei, drei Jahren in losem Kontakt. Mit Marc Grieder hatte ich in den letzten Jahren beruflich immer wieder zu tun. Das gegenseitige Vertrauen, das mir sehr wichtig ist, ist also da. Der EHCO ist ein ambitionierter Club in einer hockeyverrückten Stadt, ich freue mich auf diese Herausforderung.»

Das Engagement des Ostschweizers kommt alles andere als überraschend. Schon vor zwei Jahren war er als Nachfolger von Chris Bartolone im Gespräch gewesen. Als er nun vor genau einer Woche seinen Posten als Headcoach des EHC Biel zugunsten von Rückkehrer Antti Törmänen räumen musste, war klar, dass «Laser» ein heisser Kandidat auf den Platz an der Bande im Kleinholz sein würde. Nach einer Woche voller Verhandlungen und einem sich immer schneller drehenden Gerüchtekarussell (auch Kloten und Visp waren als mögliche Destinationen für den langjährigen NLA-Spieler im Gespräch) haben sich der EHCO und Leuenberger nun gefunden.

Schrepfer muss bei Arosa bleiben
Gesucht werden muss allerdings noch ein Assistenztrainer. Aus der erhofften Lösung mit Rolf Schrepfer wird nun doch nichts. Der Interims-Assistent, der in seiner kurzen Zeit in Olten viel bewegt hatte, wird bei seinem bisherigen Arbeitgeber EHC Arosa Headcoach bleiben. Der Traditionsklub hatte Schrepfer eindringlich darum gebeten, seinen Vertrag einzuhalten.

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