Für UM-Sportchef Cyril Müller ist klar: Wird wenig über ihn geredet, ist alles gut

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Seit knapp fünf Jahren ist Cyril Müller bei Unihockey Mittelland. Seit zwei Jahren ist er Goalietrainer, jetzt der neue Sportchef. (Bild: zvg)

Cyril Müller ist seit März nicht nur der neue Sportchef von Unihockey Mittelland. Weil Trainer Björn Karlen und Assistent Beni Abplanalp im Februar ihren Abgang bekanntgaben und bis jetzt noch keine Nachfolger gefunden wurden, leitet er momentan auch die Trainingseinheiten der ersten Mannschaft. «Der Aufwand ist riesig, die Belastung im Moment sehr gross», sagt der 28-Jährige, der im Aargauischen Hendschiken wohnt.

Der Goalie ist seit rund fünf Jahren bei Mittelland. Seit knapp zwei Saisons hat er nicht mehr gespielt. «Eigentlich wollte ich es nochmals probieren», sagt er. Doch der Heilungsprozess nach zwei Operationen am gleichen Knie verlief nicht wie erhofft. Trotz unzähliger Stunden in der Physiotherapie. «Ich arbeite auf dem Bau. Die Belastung ist einfach zu gross, um daneben richtig zu trainieren.»

In der vergangenen Saison übernahm Müller den Job des Goalietrainers. «Ich wollte nahe am Team bleiben», erklärt er und blickt zurück. «Es war eine komische Saison mit dem Abbruch schon im Oktober.» Als Sportchef Andrea De Icco Anfang Jahr seinen Rücktritt ankündigte, hatte Müller gerade Ferien, erzählt er: «Es war eine schwierige Zeit wegen Corona. Wir hatten kaum Trainings und haben uns selten gesehen. Da habe ich mir überlegt, dass ich noch etwas Schlaues machen sollte.»

Nach einer kurzen Bedenkzeit habe er sich dafür entschieden, das Amt anzunehmen, obwohl er wenig Ahnung hatte, was ihn als Sportchef erwartet. «Obwohl ich gar noch nicht so lange hier bin, liegt mir der Verein sehr am Herzen», begründet er. Bis jetzt bestand seine Aufgabe vor allem darin, den neuen Trainer zu suchen. Ohne Erfolg. «Einen neuen Trainer zu finden, ist meine Hauptsorge. Mit zwei, drei Kandidaten bin ich intensiv am Verhandeln. Konkret ist allerdings nichts», schildert Müller. Was muss der neue Trainer mitbringen? «Es braucht einen, der etwa zehn Jahre älter ist als der Durchschnitt des Teams. Eine Führungsperson, die es auch mit den Jungen gut kann. Am besten wäre, wenn wir einen zweiten Björn Karlen fänden. Aber das wird schwierig.» Und bis wann muss der Klub den neuen Trainer haben? «Am besten schon heute oder morgen. Bald geht es mit dem Sommertraining los», kommt es wie aus der Pistole geschossen.

Zu achtzig Prozent das gleiche Kader

Die Suche nach dem neuen Trainer dauert also noch etwas an. Dafür ist die Kaderplanung für die nächste Saison schon ziemlich weit fortgeschritten. «Das Team bleibt zu achtzig Prozent gleich», sagt Müller. Die Verteidiger Christoph Blank und Valentin Schmid sind die einzigen Abgänge. Die beiden kamen auf diese Saison hin von Regio Basel zu Mittelland und ziehen jetzt zu Biel weiter. «Von der U21 kommen sicher zwei, drei rauf. Die eigenen Spieler einbauen, nicht Top-Shots von anderen Klubs holen – das ist unser Weg», stellt der neue Sportchef klar. Zuzüge von extern schliesst er dennoch nicht kategorisch aus: «Wir sind noch an ein paar Verstärkungen dran. Aber auch das sind noch relativ junge Spieler mit einer Vergangenheit bei UM.»

Seit dem Abstieg aus der Nationalliga B ist Unihockey Mittelland jedes Jahr in der ersten Playoff-Runde gescheitert. «Wir sind auf gutem Weg. Es wäre aber sicher noch mehr dringelegen. Jetzt wollen wir endlich einmal einen Viertelfinal gewinnen», blickt Cyril Müller voraus. Nebst dem Posten als Sportchef wird er dem Team als Torhütertrainer erhalten bleiben. «Ich will so nahe dran sein wie möglich», sagt er. «Beim Sportchef ist es aber wie beim Schiedsrichter: Wird wenig über ihn geredet, ist alles gut.»

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