Tag der offenen Obst- und Gemüsegärten: Sie führten Interessierte durch ihren Obstbaubetrieb in Reitnau

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Ruedi Neeser muss in seiner Obstanlage einige Frostschäden in Kauf nehmen. Bilder: tiz

Der Schweizer Obstverband und der Verband Schweizer Gemüseproduzenten wandten sich in den vergangenen Wochen an die Bevölkerung. «Sie legen Wert auf Schweizer Früchte und Gemüse und wollen wissen, wo und wie dieses produziert wird? Sie wollen mehr über Nachhaltigkeit, Regionalität und Saisonalität erfahren?» Interessierte konnten sich online oder im Fall der Familie Neeser in Reitnau auch per Telefon zum Tag der offenen Obst- und Gemüsegärten anmelden. Am vergangenen Samstag hatten sie alle die Gelegenheit, dem Produzenten oder der Produzentin aus der Region über die Schulter zu schauen. An dieser Aktion hatten sich Betriebe in der ganzen Schweiz beteiligt.

Für Ruedi Neeser und seine Frau Barbara, sie führen seit 1996 einen Obstbaubetrieb, war es schnell klar, dass sie sich an diesem Aktionstag beteiligen wollten. «Für unsere heutigen Besucher und auch die Konsumenten unserer Produkte, ist es doch wichtig zu wissen, wie wir produzieren. Genauso wichtig ist es aber auch zu wissen, mit welchen Herausforderungen wir immer wieder konfrontiert werden», so Ruedi Neeser.

Zu den Herausforderungen in diesem Frühling gehörten unter anderem die vielen Frostnächte. Mit Frostkerzen versuchten die Neesers den Schaden in Grenzen zu halten. «Wir waren zumindest teilweise erfolgreich. Es wird bestimmt eine kleinere Ernte geben. Wir sind aber, glaube ich, noch mit einem blauen Auge davongekommen», so Neeser. Zu den weiteren Herausforderungen gehören auch die Qualitätssicherung, der immer wieder auftretende Schädlingsbefall und seine Bekämpfung, die Etablierung von neuen Sorten und Produkten. Es ist wichtig zu wissen, dass man auf bestimmte Insekten angewiesen ist, im selben Atemzug aber auch, wie Insektizide gegen nicht erwünschte Schädlinge richtig eingesetzt werden müssen. Als Beispiel sei hier die erst vor acht Jahren aus Asien eingeschleppte Kirsch­essigfliege genannt, die eine sicher geglaubte Kirschernte innert ein paar Tagen zunichtemachen kann. Die Liste ginge noch lange weiter.

Zufriedene Gesichter am Ende der Besichtigung

Barbara und Ruedi Neeser hatten während der Führung durch den Betrieb viele Fragen zu beantworten. Die Besucher hatten an diesem Morgen viel dazugelernt. Bei einem kleinen Apéro unter anderem auch, wie fein ein Glas Most – produziert vor der eigenen Haustüre – mundet. Die Neesers hatten beim aargauischen Süssmostqualitätswettbewerb schon zweimal die Goldmedaille erhascht. Die Hoffnung von Ruedi Neeser ist die, dass sich nicht nur diejenigen, die an der Führung durch die Obstanlage dabei waren, ihr Votum zu den 2 Agrar-Initiativen nochmals durch den Kopf gehen lassen.

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