Klassenlager sind im Kanton Luzern nun doch möglich

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Jetzt also doch: Die Luzerner Schulen dürfen im laufenden Schuljahr Klassenlager durchführen. Symbolbild (Archiv)

Die Luzerner Schulen sollen im laufenden Schuljahr Klassenlager durchführen dürfen. Der Kantonsrat hat gestern einPostulat mit 94 zu 15 Stimmen überwiesen.

Kantonsrätin Priska Häfliger-Kunz (CVP) forderte in einem als dringlich eingereichten Vorstoss den Regierungsrat auf, unter Einhaltung von Schutzkonzepten bis zu den Sommerferien Klassenlager zuzulassen. Solche Anlässe seien wichtige Erfahrungen für Kinderund Jugendliche, gerade jetzt, wo deren Leben wegen der Coronapandemie eingeschränkt sei. Den Jungen solle ein Teil der Normalität zurückgegeben werden, sagte Häfliger.

Regierung ist bereit, Lagerverbot zu lockern

Der Regierungsrat verteidigte das Klassenlagerverbot. Ziel sei es, den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten und die Abschlussprüfungen durchzuführen, sagte Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos).

Die Postulantin brachte auch eine Petition ins Spiel, die eine Aufhebung des Klassenlagerverbots forderte. Der Regierungsrat schreibt dazu, dass diese Bittschrift nur eine Seite der Haltung der Eltern zeige. Die letzten Monate hätten gezeigt, dass die Meinungen in der Bevölkerung zu den Coronamassnahmen sehr unterschiedlich seien.

Dennoch war das Bildungsdepartement bereit, das Lagerverbot zu lockern. Bildungsdirektor Marcel Schwerzmann sprach von einem Kompromiss mit strikten Vorgaben: Klassen müssen sich vor dem Lager testen lassen, in den Gebäuden muss während des Lagers (ausser zum Essen, Schlafen und Waschen) eine Maske getragen werden, zudem dürfen sich dort ausser der Klasse und ihrer Begleitung keine weiteren Personen aufhalten.

Dieser Kompromiss ging der Mehrheit im Parlament zu wenig weit, auf Kritik stiess vor allem die Vorgabe, dass die Lager im Kanton Luzern durchgeführt werden sollen. Vroni Thalmann (SVP) sprach von einer Schikane, Angelina Spörri (GLP) sagte, mit dieser Einschränkung sei Luzern alleine in der Zentralschweiz. Allgemein warf Spörri dem Bildungsdepartement vor, dass ihm die Sensibilität für die Bedürfnisse der Bevölkerung fehle. Urban Sager (SP) sagte, der Kanton habe zu einseitig für die gesundheitliche Sicherheit entschieden, nicht aber ganzheitlich. Thalmann sagte zu ihrer Forderung nach einer Richtungsänderung, es solle ja keine Pflicht zu einem Klassenlager geben. Auch Jonas Heeb (Grüne) sagte, eine Lockerung für Klassenlager mit Schutzkonzepten sei möglich. Noëlle Bucher (Grüne) dagegen sagte, es sei ehrlicher, am Verbot an Klassenlagern festzuhalten.

Gesundheitsdirektor Guido Graf (CVP) äusserte sich im späteren Verlauf der Kantonsratsdebatte zu den Klassenlagern. Zurzeit gebe es in keiner Altersgruppe so viele Infizierte wie bei den 10- bis 19-Jährigen. In den Spitälern würden die Coronapatientinnen und -patienten immer jünger.

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