Die Kölliker Ortsbürger bauen ihre Alterswohnungen selbst

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Ortsbürger Köllikens begutachten das Modell der geplanten Alterswohnungen, die auf dem Gelände der Villa Breitenegg entstehen sollen. Bild: Alfred Weigel

Selbst Hand anlegen wollen die Ortsbürger und die geplanten Alterswohnungen in Eigenverantwortung bauen. Der Gemeinderat Kölliken erachtet das Vorhaben zwar als ambitioniert, mögliche Risiken wie die Zinsentwicklung seien jedoch kalkulierbar. Die Variante «Selber bauen» böte dafür lukrative Chancen zum Wohl der ganzen Gemeinde. Ein grösserer Gestaltungsspielraum im Vergleich zur Variante «Baurecht», eine ansprechende Rendite und die enge Zusammenarbeit mit dem Altersheim Kölliken wurden als Vorzüge an der Ortsbürgerversammlung genannt. Mit einer Ausnahme winkten die 18 anwesenden von 281 Ortsbürgern das Vorhaben durch. Unabhängig davon fallen ab 2021 Kosten über rund 112 400 Franken für die Abbrucharbeiten der Villa Breitenegg an. Erfreulich, dass die Rechnung 2020 statt mit einem budgetierten Minus über 10 890 Franken mit einem Ertragsüberschuss von knapp 39 000 Franken abschloss.

Zwei Kreditabrechnungen schlossen unter Budget

Der Antrag zur Änderung und Ergänzung der Gemeindeordnung stellte ein wegweisendes Traktandum an der anschliessenden Einwohnergemeindeversammlung dar. Die Übertragung der Kompetenz zur Zusicherung des Gemeindebürgerrechts an den Gemeinderat war einer der wesentlichen Punkte. Wohl zum letzten Mal vergaben die Einwohner daher am Ende der Versammlung das Gemeindebürgerrecht von Kölliken an drei Personen.

Ohne Gegenstimmebewilligte die Versammlung die Kreditunterschreitung um 35 Prozent bei der baulichen Erweiterung der Schulinformatik mit Anschluss an das öffentliche Glasfasernetz und Anbindung der Schulzimmer an das drahtlose Schulnetz. Ohne Diskussion passierte die Kreditabrechnung zur Erschliessung des Baugebiets Schneidergasse. Die Arbeiten konnten mit 636 229 Franken rund 7 Prozent günstiger abgeschlossen werden als geplant.

Freiwilligen Lotsendienst angemessen entschädigen

Ebenfalls angenommen haben die 75 von 2877 Stimmbürgern die Rechnung 2020 mit einem Aufwandüberschuss von 470 000 Franken (Budget: 817 595 Franken Aufwandüberschuss). Ebenfalls genehmigt wurde der Nachtragskredit von 65 000 Franken für den Ersatz der Wasserleitung in der Bahnhofstrasse sowie der neue Baurechtsvertrag mit dem Altersheimverein Kölliken. Unter anderem wird das Baurecht bis ins Jahr 2070 verlängert.

Erfreulich aus Sicht der Kölliker Einwohner ist, dass sie die Gemeinderatsarbeit in der Amtsperiode 2022/2025 nicht teurer zu stehen kommt als bisher. Der Rat gelangte zur Ansicht, seine bestehende Besoldung unverändert unter dem Hinweis zu übernehmen, dass ein Teil der gemeinderätlichen Aufwendungen nach wie vor ehrenamtlich erfolge. 45 000 Franken für den Gemeindeammann, 24 000 Franken für den Vize sowie 20 000 Franken für einen Gemeinderat zuzüglich Spesen pro Jahr decken den effektiven Aufwand nicht.

Unter dem Punkt Verschiedenes stellte Einwohner Patrick Frei den Antrag, der Gemeinderat solle den freiwilligen Lotsendienst an der Schönenwerderstrasse angemessen entschädigen. Die Verkehrssicherheit dürfe nicht mit Hilfe freiwilliger Arbeit sichergestellt werden. Gemeindeammann Mario Schegner versprach das Thema ernst zu nehmen und eine Lösung vorzuschlagen.

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