Grundwasserpegel ist konstant – aber wie lange noch?

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Symbolbild (Archiv)
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Der Pegelstand des Grundwasserstroms Hägeler beim Pumpwerk Trinermatten in Zofingen. Ganz rechts ist der Anstieg des Pegelstandes aufgrund des Regens im April/Mai dieses Jahres zu sehen. Bild: zvg

Das Frühlingswetter liess dieses Jahr lange auf sich warten. Es war kalt und nass, der Sommer rückte in weite Ferne. Gut für die Vegetation und gut fürs Grundwasser, die beide in den vergangenen Sommern gelitten haben? Ein Blick in die Kurve des Grundwasserstroms Hägeler zeigt: Der viele Regen im April und Mai hat sich tatsächlich aufs Grundwasser ausgewirkt und den sinkenden Pegel stabilisiert. Anders als in den Jahren zuvor zeigt sich im Mai ein Knick und der Grundwasserpegel steigt leicht an. Wie lange dies anhält, ist jedoch fraglich, denn in den letzten Jahren sank der Grundwasserspiegel von Februar/März bis November/Dezember kontinuierlich – in den vergangenen Jahren gab es Unterschiede von bis zu 3,5 Meter.

Niederschläge sind im Pegel des Hägelers ablesbar

Eine Ausnahme war das Jahr 2019. Hier hat der Grundwasserpegel vergleichsweise wenig geschwankt. Im März 2019 lag der Pegel bei gut 421 Meter über Meer, bis Ende September sank er nur um einen knappen Meter auf 420,3 Meter ab. Dies scheint sich auch in der Menge Wasser zu spiegeln, die in diesem Jahr für die Versorgung von Zofingen dem Grundwasserstrom entnommen wurde: 838 213 m3. Das ist deutlich weniger als in den Jahren zuvor und danach. Damals lag die Fördermenge 80 000 bis 140 000 m3 höher. Um einen Messfehler handle es sich hierbei nicht, sagt Paul Marbach, Geschäftsführer der StWZ Energie AG. «Im Jahr 2019 hatten wir im Zofinger Netz wenig Verluste, weniger Verbrauch und höhere Quellwassermengen, so dass weniger Grundwasser gefördert werden musste.» Er ergänzt, dass dies aber nicht die massgebliche Ursache des geringeren Absinkens im 2019 gewesen sei, sondern die Niederschläge im Sommer hätten das Absinken gedämpft. Ab einem unterdurchschnittlichen Pegelstand im Herbst 2019 stieg der Grundwasserpegel während des Winters 2019/2020 nicht übermässig an. Im März 2020 lag er nur rund zwei Meter höher. Im aktuellen Jahr ist der Pegel während des Winters dank der intensiven Niederschläge im Januar, die grossenteils als Schnee fielen, um fast 3,5 Meter angestiegen.

Im Moment liegt der Grundwasserpegel bei rund 421 Meter über Meer, was ungefähr den Vorjahren entspricht. Nicht den Vorjahren entspricht aber die Abflachung des Pegelstandes, die im Mai beobachtet werden konnte. «Ab Mitte Mai bis Anfang Juni gab es einen Anstieg des Grundwasserstandes von 40 cm. Aktuell ist der Stand stabil», sagt Paul Marbach. Es käme einem Blick in die Kristallkugel gleich, die Weiterentwicklung des Pegelstandes genau vorauszusagen. Vermutlich wird sich der Pegel aber bald wieder nach unten bewegen: «Es ist zu erwarten, dass mit nicht mehr regnerischen Wochen das Absinken des Grundwasserstandes wie im April seinen Lauf nehmen wird», sagt Paul Marbach. Für die Wasserversorger heisst das: Die Situation beobachten. So oder so sei es wichtig, dass die Bevölkerung und die Unternehmen sorgsam mit Trinkwasser umgingen. Dieser Grundsatz gelte immer – auch in Zeiten, in denen es weniger trocken sei.

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