Zürcher Team darf Luzerner Hochschulcampus Horw bauen - für 365 Millionen

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Campus Horw Penzel Valier AG (Visualisierung zvg)
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Campus Horw Penzel Valier AG (Visualisierung zvg)
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Das Projekt  "Gravity" (zvg)

Der Luzerner Regierungsrat hat einem Zürcher Planerteam den Zuschlag gegeben, den Campus Horw zu erneuern. Dessen Projekt "Gravity" (etwa: Schwerkraft) sieht neben den drei bestehenden Bauten zwei neue Hauptgebäude vor und soll dem Austausch fördern.

Das Planerteam Penzel Valier AG setzte sich in dem zweistufigen Wettbewerbsverfahren am Ende gegen vier Bewerber durch. "Sie haben das beste Projekt abgegeben", sagte der Luzerner Finanzdirektor Reto Wyss (CVP) am Freitag anlässlich der Präsentation des Siegerprojekts vor den Medien.

Die ausgewählten Planer hätten etwa die heutigen Grundrisse gut adaptiert und die Nutzungsverteilung in den Geschossen sinnvoll arrangiert. Die bestehenden drei Gebäude werden um einen Stock auf vier Geschosse erhöht, im Norden und im Süden der Gebäudereihe kommt je ein neuer Haupttrakt dazu.

Jener im Süden wird das neue Zuhause der Abteilung Technik und Architektur inklusive der Bibliothek. Von der Strasse her gesehen ist er mit sechs Geschossen rund 20 Meter hoch. Im Neubau im Norden ist die Pädagogische Hochschule untergebracht, dieser hat ein Geschoss weniger, dafür kommt dort die neue Mensa unter.

Bezug 2029

Das Gebäude mit der heutigen Mensa, das am nächsten bei der Strasse steht, wird abgebrochen, womit mehr Abstand zu den Wohnbauten entsteht. Mit der gemeinsamen Mensa und Bibliothek wolle man die Begegnung zwischen den beiden Abteilungen fördern, sagte Wyss. "Der Campus schafft Raum für Begegnungen."

Die Tragstruktur der neuen Gebäude wird aus recycliertem Beton und Holz erstellt. Wärme- und Kälteversorgung erfolgen durch Seewasser, den Strom erzeugen zum Teil Photovoltaikanlagen. Die rote Fassadenfarbe, die laut Wyss mittlerweile Erkennungsmerkmal des Campus' sei, werde beibehalten.

Im Vergleich zu den unterlegenen drei Projekten bietet "Gravity" mit der Gebäudeanordnung besonders viel Durchlässigkeit zwischen dem Wohnquartier und der Bahnlinie. Die symmetrische Anordnung mutet unaufgeregt an. Die Zürcher Planer haben bereits den SRF Campus in Zürich, das ETH-Rechenzentrum, den neuen Hauptsitz des Schweizer Nationalfonds und den neuen Hauptsitz der SHL Medical Group auf dem Areal des Tech Clusters Zug entworfen.

Beim Campus Horw, in dem dereinst insgesamt 4000 Studentinnen und Studenten Platz finden sollen, handelt es sich um das grösste je vom Kanton Luzern initiierte Bauprojekt. Es kostet rund 365 Millionen Franken. Als nächstes befindet nun die Gemeinde Horw über die Zonenplanänderung. Die Realisierungsplanung soll 2025 starten. Der Bezug ist für 2029 geplant.

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