Walter Baumgartner und Hannes Kasehs bringen den Blues in die Altstadt

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Walter Baumgartner (links) und Hannes Kasehs bei ihrem Auftritt im Palass in Zofingen. Bild: Ilir Pinto

Einen so schwülen Freitagabend wie den vergangenen gab es in der Zofinger Altstadt lange nicht mehr. Angenehmer als draussen war es im Palass allemal. Zudem klang es im Kulturlokal an jenem Abend wie in der musikalischen Landschaft Amerikas der 20er- bis 60er-Jahre. Viele bekannte Hits wie «I Got a Woman» von Ray Charles oder «Trouble in Mind» von Richard M. Jones ertönten aus den Verstärkern. Interpretiert wurden sie vom Wiener Hannes Kasehs und dem Schweizer Walter Baumgartner. Der erste ist Blues-Gitarrist und Sänger. Der andere spielt Mundharmonika, singt aber auch. Kasehs’ tiefe und Baumgartners rockige Stimme passen perfekt zueinander.

Dass das namenlose Duo mit Leidenschaft musiziert, lässt sich nicht bestreiten. Es gelingt ihm scheinbar mühelos, die Klassiker so zu performen, dass man das Gefühl bekommt, man sei mit einer Zeitmaschine in die Vergangenheit gereist. Sogar wer kein Connaisseur von Blues ist, kann wegen der sympathischen Art der beiden nicht anders, als sich auf das Genre einzulassen.

Mit Charme und Witz nehmen sie das Publikum mit

Abgesehen von ihrem musikalischen Können, fühlen sie sich auch auf der Bühne zuhause. Das merkte man, weil sie das Publikum zwischen den einzelnen Stücken abholten und mit ihrem Humor sogar für einige Lacher sorgten. Am Anfang mahnten sie: «Blues hat den Ruf, traurig zu sein. Blues kann aber auch aufgestellt sein.» Also machten sie sich daran, eine gute Stimmung zu schaffen. Manchmal improvisierten die gestandenen Musiker mit ihrer Gitarre oder Mundharmonika, was beim Publikum sehr gut ankam. Auch so selbstbewusst kündigten die beiden irgendwann an, eigene Stücke auf Lager zu haben. Diese entstammten entweder von Kasehs’ oder Baumgartners Feder. Auch diese Songs begeisterten das Zofinger Publikum. Es begann sogar mitzusingen.

Jazzclub freut sich, wieder zurück zu sein

Es war das erste Konzert im Jazzclub Zofingen nach neun Monaten. Eigentlich hätte es im April stattfinden sollen, aber wegen Corona war es verschoben worden, wie auch andere Veranstaltungen. Clubpräsident Roland Gremlich verabschiedete das Publikum am Ende des Abends mit ein paar schönen Worten zum Wert, den die Kultur und ein solcher Abend für die Menschen haben kann. Er sagte, dass er sich freuen würde, einige der Gäste an der nächsten Veranstaltung wiederzusehen, der Jazz-Matinee vom Sonntag, 15. August, im BZZ Zofingen.

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