Lockert der Bundesrat stärker als angekündigt? Über diese Öffnungsschritte wird er am Mittwoch entscheiden

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Wie entscheiden sie am Mittwoch? Die Bundesräte Maurer und Berset im Gespräch. Anthony Anex / KEYSTONE

Die Corona-Experten des Bundes sind zufrieden mit dem Impffortschritt: Die Bereitschaft sei viel höher als erwartet, bei über 70-Jährigen seien schon mehr als 80 Prozent geimpft, sagte Anne Lévy, Direktorin des Bundesamts für Gesundheit am Dienstag an der Pressekonferenz. Auch bei den über 40-Jährigen habe bereits jede zweite Person mindestens eine Impfung erhalten. Und: «Über zwei Millionen Menschen haben heute ein Impfzertifikat», so Lévy.

Doch das damit verbundene Freiheitsgefühl lässt noch etwas auf sich warten. Zumindest schlägt es sich noch zu wenig in den Massnahmen nieder. Vielleicht auch deshalb stellen die Experten wie der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri fest, dass die Disziplin bei der Pflicht zum Maskentragen, beim Abstandhalten und Händeschütteln langsam einbricht.

 

Umso stärker wird also der fünfte Öffnungsschritt des Bundesrats erwartet. Die Details werden am Mittwochnachmittag kommuniziert. Klar ist aber bereits, dass Bundesrat Alain Berset stärker lockern will als noch vor zwei Wochen angekündigt. Eine solche Andeutung hat er zumindest in der Session letzte Woche im Parlament gemacht. Die Situation lasse es zu, sagte der Gesundheitsminister.

Welche Änderungen plant der Bundesrat auf den 28. Juni?

Die Masken werden im Freien fallen. Das heisst, an Bushaltestellen, an offenen Bahnhöfen, in Aussenbereichen von Restaurants und mit Auflagen auch am Arbeitsplatz dürfen die Menschen die Maske endlich ablegen. Für die Terrassen von Restaurants fallen auch sonstige Bestimmungen wie Maximalzahl pro Tisch oder Sitzpflicht weg. Dass die Masken deshalb auch in Innenräumen der Restaurants ganz verschwinden, ist unwahrscheinlich.

Hingegen könnte sich der Bundesrat grosszügiger mit den Arbeitgebern und dem Gewerbe zeigen und die Homeoffice-Pflicht in eine Empfehlung umwandeln. Auch für grosse Veranstaltungen könnte er die Maximalzahl der Besucher noch nach oben schrauben. In seinem Vorschlag ist für Anlässe ohne Zertifikat ein Maximum à 250 Personen (stehend) und 1000 Personen (sitzend) vorgesehen, für Anlässe mit Zertifikat bis zu 3000 in Innen- und 5000 in Aussenräumen.

Maske weiterhin nur in kleinem Kreise ablegen

Auch gegenüber den Sportlern wird etwas Milde erwartet: Die Kapazitäten von Sporteinrichtungen sollen erhöht werden. Und grundsätzlich soll in öffentlichen Einrichtungen möglich sein, was im Privaten erlaubt ist: Höchstens 30 Personen in Innenräumen oder 50 in Aussenbereichen dürfen sich ohne Schutzmassnahmen treffen. Ein Geburtstag oder ein Neuzuzüger-Apero kann also ohne Maske, Abstand oder Sitzpflicht durchgeführt werden, wenn die Personenzahl beschränkt ist.

Das Zertifikat ebnet den Zugang zu weiteren Veranstaltungen und ermöglicht vor allem, die Maske auch einmal abzulegen. Für doppelt Geimpfte, Genesene oder Getestete gibt es diese Möglichkeit auch in Restaurants, die sich für eine Zertifikat-Lösung entscheiden oder in Clubs, die Kontaktdaten aufnehmen. Im ÖV, im Kino und in Läden werden sie die Maske wohl weiterhin tragen müssen.

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