EHC-Olten-Geschäftsführer Patrick Reber: «Wir sind sehr erfreut»

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So soll es bald wieder aussehen: Ein Bild vom 23. Februar 2020, als der EHC Olten letztmals vor 4123 Zuschauern spielte. (Bild: Freshfocus)

Vor rund zwei Wochen streute die Mannschaft des EHC Olten, die sich mitten im Sommer-Aufbautraining befindet, eine spezielle Trainingseinheit ein: Sie half mit, die temporär eingebauten Sitzplätze zu demontieren und abzubauen. In den Sektoren A und B (EHCO-Fankurve) sowie in den Sektoren D und G (Gästesektor) werden fortan wieder Stehplätze angeboten, einzig im Sektor C, der Längsgeraden, bleiben die temporären Sitze bestehen. Darauf hatte sich der EHC Olten mit der Vermieterin, der Sportpark AG, schon geeinigt.

Am Mittwoch bestätigte der Bundesrat im neusten Beschluss die Vermutungen und das Vorgehen des EHC Olten: Ab Samstag gibt es bei Grossveranstaltungen keine Beschränkungen mehr. Der Zuschauer muss einzig ein Covid-Zertifikat vorweisen, womit sichergestellt wird, dass man geimpft, genesen ist oder zumindest über einen gültigen Negativtest verfügt. Somit sollte, Stand heute, nichts im Wege stehen, dass im kommenden September erstmals seit dem 23. Februar 2020 und dem 7:0-Playoff-Heimsieg gegen den SC Langenthal wieder vor mehr als maximal wenigen hundert Zuschauern im Stadion Kleinholz ein Meisterschaftsspiel ausgetragen werden kann.

Eine nationale Lösung dürfte angestrebt werden
Keine Maske, kein expliziter Abstand, ein geöffneter Gastrobetrieb und Fanemotionen von den Rängen: Dank Covid-Zertifikat sollte das also alles wieder möglich sein. «Wir sind sehr erfreut über den neusten Entscheid und sind zuversichtlich, dass dies im Herbst der Realität entspricht», sagt EHCO-Geschäftsführer Patrick Reber. Das Prozedere mit dem Covid-Zertifikat nehme man gerne in Kauf, wenn man damit eine Zuschauer-Beschränkung umgehen könne. «Wir werden auch  zukünftig alle Vorschriften einhalten und Schutzkonzepte umsetzen», ergänzt Reber.

Wie genau der EHC Olten die Kontrolle des Covid-Zertifikats umsetzen wird, sei noch nicht im Detail geregelt. Die Klubs dürften an einer nationalen Lösung interessiert sein. «Es gilt nun, sich mit den Klubs und der Liga auszutauschen», bestätigt Reber. Hinter vorgehaltener Hand erhoffen sich die Eishockeyklubs, dass spätestens im Herbst eine verlässliche Lösung, am besten über die Covid-Zertifikats-App, steht und eingesetzt werden kann. Denkbar ist auch, dass man diesbezüglich mit den Ticketanbietern eine Lösung sucht.

Saison mit 700 Sitzplätzen auf der Längsgeraden
Mit dem neusten Bundesratsbeschluss wird der EHC Olten im Laufe der nächste Woche den Verkauf der Saisonabos lancieren. «Wir hoffen, dass wir eine Saison mit möglichst wenig Einschränkungen vor uns haben und zurück zur Normalität finden. Wir hoffen auch, dass sich viele Leute wieder motivieren können, unseren EHCO zu unterstützen und wieder eine Freude entstehen lassen. Ein Matchbesuch sollte wieder zu einem schönen, geselligen und erfolgreichen Event werden», sagt Reber.

Der EHC Olten wird die Saison mit 700 Sitzplätzen mehr als üblich in Angriff nehmen. Damit will der EHCO gerüstet sein, falls im Herbst die Saison dann doch nur mit Sitzplätzen aufgenommen werden kann. «Wir möchten die maximale Flexibilität bewahren», unterstreicht Reber. Kritischen Stimmen, wonach der Klub die Pandemie ausnutzt, um weitere Schritte Richtung Sitzplatz-Stadion zu tätigen, hält Reber dagegen: «Es ist und war nie in unserem Sinne, ein komplettes Sitzplatz-Stadion zu haben», so der CEO. «Wir haben noch immer sehr viele Stehplätze im Angebot, nur etwa 25 bis 27 Prozent der Gesamtkapazität werden Sitzplätze sein. Das ist einer der tiefsten Werte aller Schweizer Stadien.» Wie es dann über die Saison hinaus aussieht, werde sich zeigen. «Wir werden zuerst Erfahrungen sammeln müssen.»

Söderström wird TV-­Experte in Schweden

Trainer Fredrik Söderström, dessen Vertrag beim EHC Olten nicht mehr verlängert wurde, wird in seiner Heimat Schweden TV-Experte von Cmore und TV4. «Was für eine Herausforderung!», schreibt der  exzellente Kommunikator dazu: «Wir können es ein Powerbreak vom Trainerbusiness nennen, aber wieder mit Schwedens Hockey arbeiten zu können, um Clubs, Trainer, Spieler und Fans näher zu kommen, fühlt sich aufregend an.»

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