Die EU-Bewilligung ist da: Novartis kann im Steiner Werk über 50 Millionen Impfdosen für Biontech produzieren

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Die Produktionsanlage von Novartis für den Covid-19-Impfstoff von Pfizer/Biontech am Standort Stein hat am Dienstag von der Arzneimittelbehörde der Europäischen Union grünes Licht erhalten. Bereits seit April stellt Novartis in seinem Fricktaler Werk kommerzielles Material her.

Doch erst jetzt, durch die Abnahme der Produktionsanlage durch die EU-Behörde, kann Biontech mit dem Vertrieb des in Stein abgefüllten Impfstoffes an die Kunden beginnen, wie Konzernsprecherin Anna Schäfers sagt:

«Novartis will in diesem Jahr über 50 Millionen Impfdosen für Biontech produzieren.»

Novartis und Biontech hatten sich bereits im Januar darauf geeinigt, dass der Basler Pharmakonzern für die Herstellung des Impfstoffes Produktionskapazitäten bereitstellt.

Von Novartis zu Biontech und dann in die Welt

Novartis verfügt am Standort in Stein über aseptische Produktionsanlagen. Aseptisch bedeutet, dass das Produktionsumfeld steril und keimfrei ist, damit die zuverlässige und qualitativ hochwertige Herstellung des Impfstoffs gewährleistet werden kann. Schäfers sagt:

«Der Produktionsvereinbarung zufolge übernimmt Novartis den mRNA-Wirkstoff in Grossbehältern von Biontech und füllt diesen unter aseptischen Bedingungen in Injektionsflaschen.»

Die Injektionsflaschen gingen dann an Biontech zurück und würden von dort weltweit an Kunden im Gesundheitswesen verteilt.

Seit April füllt Novartis für Biontech/Pfizer Impfstoff ab.

Seit April füllt Novartis für Biontech/Pfizer Impfstoff ab.

zvg

Für die entsprechende Anpassung des Produktionsbereichs zum Abfüllen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer hat das Unternehmen rund fünf Millionen Franken investiert. Schäfers spricht im Zusammenhang mit dem Abfüllen des Impfstoffes von einem erheblichen zusätzlichen Produktionsvolumen. Sie sagt:

«Der Aseptik-Standort in Stein wird zusätzliche Ressourcen benötigen und wir haben deshalb etwa 70 Personen spezifisch für die Biontech-Produktion eingestellt.»

Dies in enger Abstimmung mit den anderen Standorten im Rheintal. Absicht des Pharmariesen ist es, zusätzliche Stellen mit internen Mitarbeitenden zu besetzen. Gemäss Schäfers gelte die aktuelle Vereinbarung mit Biontech in Sachen Impfstoffproduktion für dieses und nächstes Jahr.

Produktionsteam führt weitere Gespräche

Ob es bereits Zusagen für die Abfüllung von Impfstoff weiterer Hersteller gibt, lässt Schäfers offen. Es tönt jedoch danach, dass die Produktion für Biontech nicht das einzige Engagement von Novartis im Kampf gegen die Pandemie bleiben wird.

So befände man sich in der Pflicht, «unsere Fertigungskapazitäten zu nutzen, um dazu beizutragen, die Versorgung mit Covid-19-Impfstoffen und Therapeutika weltweit zu unterstützen», sagt Schäfers. Und sie schiebt nach:

«Das Produktionsteam von Novartis befindet sich in Gesprächen mit weiteren Unternehmen, um Fertigungsaktivitäten zu übernehmen.»

Über mögliche Standorte für diese Fertigungsaktivitäten könne man aber nicht spekulieren, so Schäfers. Einzelheiten würden bekannt gegeben, sobald die Diskussionen abgeschlossen seien.

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