Wenn die Gegner aus dem eigenen Team zu stark sind

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«Die Qualifikation für Tokio war schwierig, aber nicht unmöglich», sagt Noe Seifert zur verpassten Olympia-Teilnahme. (Bild: Freshfocus)

Vor einer Woche selektionierte Swiss Olympic mit Christian Baumann, Pablo Brägger, Benjamin Gischard und Eddy Yusof jenes Kunstturn-Quartett, das für die Schweiz bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio den Mannschaftsmehrkampf bestreiten wird. Während die Berufung von Baumann, Brägger und Gischard aufgrund ihrer bisherigen Erfolge erwartet werden durfte, schnappte sich Yusof das Olympiaticket mit überzeugenden Leistungen bei den drei internen Qualifikationswettkämpfen in Magglingen. Gleich zwei davon konnte der Bülacher gewinnen.

Weniger erfolgreich lief es Noe Seifert: Dem 22-jährigen Küngoldinger unterliefen bei den ersten zwei Auftritten mehrere Fehler, erst beim letzten Wettkampf vermochte er mit 81,400 Punkten und dem zweiten Platz sein Potenzial auszuschöpfen. Der Schlussspurt kam aber zu spät: «Auch wenn es mir gut lief, war klar, dass es für ein Aufgebot nicht mehr reichen wird», blickt Seifert zurück.

Mit zwei Stürzen die tolle Ausgangslage verspielt
Beim Mitglied des Satus Oftringen-Rothrist Oberentfelden hält sich die Enttäuschung in Grenzen. «Die Qualifikation für Tokio war schwierig, aber nicht unmöglich», erklärt Noe Seifert, «selbst bei drei perfekten Wettkämpfen wäre es aber knapp geworden für mich, weil das aktuelle Schweizer Team sehr stark ist.» Ihm biete sich in drei Jahren bei den Spielen in Paris die nächste Olympia-Chance, weshalb der Entscheid für ihn verkraftbar sei.

Immerhin honorierten die Trainer Noe Seiferts Leistung bei den internen Selektionswettkämpfen, indem sie ihn zu einem Auswahlverfahren für die Reihenfolge der Ersatzturner antreten liessen. Bei den Schweizer Meisterschaften in Kirchberg duellierte sich Seifert mit Taha Serhani um die Position des ersten Olympia-Ersatzmannes. Bis zum vierten Gerät lag Seifert auf Kurs, er hatte sich eineinhalb Punkte Vorsprung auf Serhani erturnt. Mit je einem Sturz am Boden und Reck verspielte Seifert aber die gute Ausgangslage und musste so Serhani den Vortritt lassen. Die Defizite am Boden seien wegen der Ende 2020 erfolgten Fuss-Operation schlicht zu gross gewesen, erklärt Seifert. «Meine Vorbereitung am Boden war zu kurz. Und am Reck habe ich neue Elemente geturnt, dabei sind mir gröbere Fehler unterlaufen.»

Übrig bleibt die schwierige Rolle des zweiten Ersatzmannes
Ganz abgeschrieben hat der Küngoldinger die Olympischen Sommerspiele trotzdem noch nicht. Als zweiter Ersatzmann besteht für ihn die theoretische Möglichkeit, doch noch zum Zug zu kommen. Noe Seifert macht aber keinen Hehl daraus, dass er auf dieses Szenario nicht sonderlich erpicht ist. Weil der Ersatzturner nicht mit dem Team anreisen darf, müsste er sich bei einem Einsatz erst im Anschluss an das Podiumstraining nach Tokio begeben. «Nach einem langen Flug würden fünf Stunden Kontrolle am Flughafen folgen, danach geht es direkt in den Wettkampf. Unter diesen Umständen erhöht sich das Verletzungsrisiko sehr», sagt Seifert.

Vorerst rechnet er aber damit, nach dem Länderkampf am Samstag in Magglingen gegen Spanien ein paar Ferientage geniessen zu können. Mit seinen Teamkollegen will Noe Seifert dann am 24. Juli bei deren Einsatz in Tokio auch aus der Heimat mitfiebern. «Der Einzug in den Teamfinal ist möglich. Ich hoffe, sie schaffen das», sagt er.

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