Der Kanton Luzern lobt seine Hochwasserstrategie

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2011 für 23 Millionen Franken saniert: das Reusswehr in Luzern während des jüngsten Hochwassers. Bild: Staatskanzlei

Der Kanton Luzern hat seit den verheerenden Hochwasserschäden im Jahr 2005 viel Geld in den Hochwasserschutz investiert, teilte das Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement (BUWD) gestern mit. Das Reusswehr wurde saniert, entlang der Kleinen Emme wurden diverse bauliche Massnahmen realisiert. Das habe sich nach den vergangenen Unwettern ausbezahlt. «Grössere Schäden wie beim Jahrhundertereignis im August 2005 blieben bis jetzt zum Glück aus.»

Eine erste Zwischenbilanz zeige, dass die umgesetzten Massnahmen ihre Wirkung zeigten. «Es gibt allerdings noch einiges zu tun», so das Departement. Das Wiggertal wird in der Mitteilung als von den jüngsten Unwettern besonders betroffen erwähnt. Fakt ist: Der Kanton Luzern wird gemäss dem «Massnahmenprogramm 2020 bis 2024 zum Schutz vor Naturgefahren» in den kommenden Jahren durchschnittlich 50 Millionen Franken pro Jahr in den Hochwasserschutz investieren. Insbesondere treibt er das noch ausstehende Reuss-Projekt voran, welches die Bevölkerung und die Unternehmen im Reusstal schützen soll und rund 200 Millionen Franken kosten wird. Die Dämme an der Reuss sind 150 Jahre alt.

In der Botschaft des Regierungsrats zum Programm sind unter den von 2014 bis 2019 realisierten und abgeschlossenen Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekten auch Projekte in unserer Region genannt. Die Massnahmen an der Wigger und ihren Zuflüssen betreffen die Gemeinden Buttisholz, Ebersecken, Menznau, Ruswil und Willisau. Umgesetzt wurde auch bereits der Hochwasserschutz und die Revitalisierung des Hohriedbachs in Pfaffnau. Unter «Projekte in Realisierung» sind der Hochwasserschutz am Hürnbach in Dagmersellen aufgezählt und ebenso Massnahmen am Huebbach (Reiden West) sowie am Sertelbach (Reiden Ost). Der Hochwasserschutz in Dagmersellen ist inzwischen fertig – die Botschaft stammt von Juni 2020.

Der Hochwasserschutz für Reiden ist noch weit von einer Realisierung entfernt, wie eine Anfrage beim Kanton ergab. Judith Setz vom Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement (BUWD) schreibt unserer Zeitung: «Im Massnahmenprogramm 2020 bis 2024 sind Gelder für den Hochwasserschutz in Reiden reserviert. Der Stand der Planung ist noch nicht so weit fortgeschritten, dass der Startpunkt zur Realisierung der Massnahmen genauer benannt werden kann.» Es brauche zuerst ein bewilligtes Projekt. «Mit der Gemeinde findet ein regelmässiger Austausch statt», so Setz. Gemeindepräsident Hans Kunz zügelte gestern und konnte deshalb kurzfristig nicht Stellung nehmen.

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