Hochwassersperren werden abgebaut – Schäden im Aargau belaufen sich auf 29 Millionen Franken

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Die Reuss mit Hochwasser bei Bremgarten, am 15. Juli. Die Feuerwehr hat Hochwasserschutzsperren aufgestellt. Severin Bigler

Die Gewässerpegel im Kanton Aargau liegen aktuell im Bereich der Gefahrenstufe 1 (keine oder geringe Gefahr) oder Gefahrenstufe 2 (mässige Gefahr; Aare und Aabach). Dennoch sind die Abflüsse in den Aargauer Flussabschnitten von Rhein, Aare, Reuss und Limmat im Vergleich zum langjährigen Mittel immer noch stark erhöht, schreibt der Kanton in einer Mitteilung.

Grundsätzlich werden die Abflüsse tendenziell weiter sinken. Obwohl lokal in den nächsten Tagen mit teils kräftigen Gewittern und lokalen Unwetterwarnungen gerechnet werden muss, sind keine starken flächigen Niederschläge zu erwarten. Deshalb können die mobilen Hochwasserschutzsperren und Sandsäcke, die seit dem 13. Juli in diversen gefährdeten Gebieten eingebaut wurden, schrittweise zurückgebaut werden.

In Wallbach erfolgte der Rückbau bereits seit letztem Mittwoch. Der ausstehende Rückbau in Brugg startet heute Dienstag. In Mellingen und Wohlen werden die Hochwassersperren voraussichtlich am Donnerstag zurückgebaut und in Strengelbach am – sofern es die meteorologische Lage zulässt. Auf Stufe Kanton wird die Lage von einem Teil des Kantonalen Führungsstab (KFS) in enger Zusammenarbeit mit dem Pikettdienst der Abteilung Landschaft und Gewässer (ALG) weiterhin überwacht und koordiniert, sodass allfällig Massnahmen schnell ergriffen werden können.

Verhältnismässig geringe Überschwemmungsschäden dank Einsatzkräften und Schutzmassnahmen

Die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) meldete eine Schadensumme von ungefähr 29 Millionen Franken, ein Grossteil davon entstand durch Hagelschäden (16,5 Millionen Franken), während die Überschwemmungsschäden rund 9 Millionen Franken ausmachen. Damit belaufen sich die Schäden im Vergleich mit anderen Kantonen oder anderen Schadensjahren auf eine geringere Summe. Dank des grossen Einsatzes der Rettungs- und Katastrophendienste sowie diverser Schutzmassnahmen – wie der Einbau von mobilen Hochwassersperren, Schutzwänden und Sandsäcken – konnten schlimmere Schäden verhindert werden.

Weiterhin gilt: Vorsicht an Ufern von Bächen und Flüssen

Die Bevölkerung wird gebeten, weiterhin die Uferzonen von Flüssen und Bächen zu meiden, da insbesondere bei allfälligen lokalen Niederschlägen überraschend Flutwellen auftreten und Ufer einbrechen könnten. Bei Aussenaktivitäten gilt es, das Risiko von lokalen Überschwemmungen und Rutschungen zu beachten. (az/kob)

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