Ein aus Papier geschnittenes Rudel in der Tierarztpraxis

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Pia de Garis (l.) kann ihre Werke in der Praxis von Alfons und Vreni Knüsel (r.) ausstellen. Bild: zvg
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Mit der Visualisierung von Lukas 20, 6 konnte de Garis Tier- und Bibelmotive kombinieren. Bild: zvg

Ein Schafsbock, ein schottisches Hochlandrind, ein Löwe und ein Adler – das ist nicht etwa ein neuzeitliches Remake der Bremer Stadtmusikanten, sondern ein Teil der Papierschnittausstellung von Pia de Garis. Noch bis Ende Jahr können im Wartezimmer in der Tierarztpraxis Muhen AG von Alfons und Vreni Knüsel dreizehn Werke der Suhrentalerin bestaunt werden.

Die Papierschnitte haben fast allesamt ein Tiermotiv, passend zu der Praxis. Der Kontakt kam über eine andere Tierärztin zustande, die zusammen mit Pia de Garis den Papierschnittkurs von Bruno Weber besucht. Im Rahmen der Ausstellung «Mitschnitt», in der Bruno Weber mit seinen Schülern im letzten November Papierschnitte in seinem Atelier ausstellte, fertigte de Garis eine Kuh. «Die gefiel der Tierärztin so gut, dass sie mir riet, doch einmal mit der Tierarztpraxis in Muhen Kontakt aufzunehmen.» Dort wird nämlich immer wieder Kunst im kleinen Rahmen ausgestellt.

Tiere und Bibelverse sindihre Lieblingsmotive

Tiere schneidet Pia de Garis besonders gerne. Neben der Kuh hat sie vor der Ausstellung bereits den Schafsbock, der ebenfalls ausgestellt wird, Zebras oder Papageientaucher geschnitten. «Tiere finde ich sehr schöne Geschöpfe und schneide sie deshalb gerne.» Ein weiteres Feld ihres künstlerischen Schaffens ist das Interpretieren und Visualisieren von Bibelversen. «In Lukas 12, 6 heisst es: Denkt doch einmal an die Spatzen! Fünf Spatzen kosten nicht mehr als zwei Groschen, und doch vergisst Gott keinen einzigen von ihnen. Bei dessen Visualisierung schnitt ich Spatzen neben die Bibelversangabe.» Gleichzeitig konnte sie so beide Motivarten miteinander kombinieren.

Als nach ersten Gesprächen zwischen de Garis und der Praxis klar war, dass sie Papierschnitte mit Tiermotiven ausstellen kann, nutzte sie die Corona-Pandemie kreativ. «Da alles auf Sparflamme lief, hatte ich so mehr Zeit zum Schneiden.» Natürlich können die Papierschnitte in der Praxis auch gekauft werden. «Nur den Schafsbock nicht, den hat sich mein Mann reserviert.» Wem die Bilder gefallen, sich aber nicht einen Schnitt leisten will, kann auch ein Täschchen oder eine Guetzlibox mit den Motiven darauf kaufen.

Nationale Ausstellungals nächstes Ziel

Neben der Ausstellung Mitschnitt vom vergangenen November ist es für Pia de Garis die erste Ausstellung – «insbesondere auch, weil ich allein ausstelle» –, aber bestimmt nicht die letzte. 2022 findet zuerst im Hans Erni Museum in Luzern und dann in Château-d’Oex die gesamtschweizerische Ausstellung des Scherenschnittvereins statt. Jedes Mitglied – dazu gehören auch die Papierschneider, die mit dem Messer statt der Schere arbeiten – kann zwei Schnitte einreichen. «Eine Jury wählt dann die besten Werke aus, die schliesslich ausgestellt werden.» Ob ihre beiden bereits erstellten Werke dazugehören, weiss Pia de Garis noch nicht. Das Einreichedatum ist der 8. Januar 2022, danach entscheidet die Jury.

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