Alles ist eine Frage der Temperatur am Powerman in Zofingen

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Sowohl die Wettkämpfer, wie auch die Zuschauer im Start-Ziel-Bereich des Powerman Zofingen müssen sich vor dem Zutritt auf das Gelände die Temperatur messen lassen – wie es hier am Ironman in Estland der Fall war. (Bild: shutterstock)

Wettertechnisch gab es am Powerman Zofingen schon alle möglichen Temperaturen. Winterliche ebenso wie hochsommerliche. Wenn man am 18. und 19. September dieses Jahres von kalt und warm spricht, meint man allerdings nicht die klimatischen Bedingungen, sondern die Körpertemperatur der Teilnehmenden. 37,5° ist die Grenze. Wer «heisser» ist, landet beim «Medical Director».

In diesen Tagen reichte das OK um Präsident Stefan Ruf beim internationalen Verband World Triathlon das Covid-Schutzkonzept ein, das der Redaktion vorliegt. In Kürze sollte es definitiv bestätigt und auf www.powerman.swiss einsehbar sein. Es verlangt etwa, dass sich jede Person, die Zutritt zum Wettkampfgelände wünscht, die Körpertemperatur messen lässt. «Wir sind bereit, alles, was in unserer Macht steht, beizutragen, damit wir in Zofingen einen sicheren Wettkampf erleben», sagt Stefan Ruf. Ein sechsseitiges Covid-19-Protection-Concept definiert jene Bestrebungen, die je nach Pandemie-Entwicklung angepasst werden. Ausgearbeitet wurde das Dokument in diversen Meetings mit World Triathlon (WT) und anhand der kantonalen Bestimmungen und der Richtlinien des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), «eine fordernde, zeitintensive Sache», wie Stefan Ruf betont.

Die Hoffnungen, dass sich im Kampf um die Langdistanz-Duathlon-WM-Titel ein internationales Topfeld hinter der Startlinie einfindet, bleiben intakt: Aktuell figurieren nur drei Länder auf der Einreise-Risikoliste. Wer im Elite-Rennen starten möchte, hat aber schon vor der Passkontrolle einiges zu tun. Gemäss den WT-Richtlinien müssen die Topcracks ein Gesundheits-Tagebuch führen ab zwei Wochen vor dem Renntag, täglich die Körpertemperatur und allfällige Krankheitssymptome notieren. Mitzuführen ist ein medizinisches Zertifikat, das die Weltbesten auch zu «Nicht-Corona-Zeiten» mit Notizen über ihnen verschriebene Medikamente auf sich tragen. Vor Ort legen am 19. September alle Elite- und Para-Athleten sowie deren Coaches, das medizinische Personal und die persönlichen Betreuer einen Covid-19-Anti-Gen-Test ab.

Auch die Breitensportler stehen in der Pflicht

Auch die Altersgruppen-Athleten der Kurz- und Langdistanz-Konkurrenzen werden genauer unter die Lupe genommen als früher. Sie müssen, wie alle Coaches, Betreuer, Helfer, Funktionäre und Medienleute einen umfangreicheren Gesundheitsfragebogen ausfüllen und werden, je nach epidemiologischer Entwicklung, ein Covid-19-Zertifikat vorweisen oder vor Ort zu einem Antigen-Test antraben müssen. «Sagen wir es so, die Corona-Auflagen werden nicht dafür sorgen, dass die Teilnehmerzahlen explodieren, aber wir denken, dass sie nur ein kleiner Dämpfer sind», sagt Peter Arnold, Medienchef des Powerman Zofingen. An die Maskenpflicht, die im Wettkampfgelände für die Athleten ab 12 Jahren bis zum Startschuss und für alle Funktionäre, Betreuer oder Eltern, die ihre Power­kids zum Laufen und Radfahren begleiten, durchgehend gilt, hätte man sich ja zudem gewöhnt. «Wir sind überzeugt, dass die Freude und der Wille, einen Wettkampf zu absolvieren, bei allen überwiegt und dass die Eliteathleten und die Breitensportler den Mehraufwand zugunsten der Gesundheit aller in Kauf nehmen», sagt Peter Arnold.

Mehraufwand entsteht auch betreffend die Infrastruktur. Da nur Gelände-Zutritt erhält, wer eine Körpertemperatur unter 37,5° hat, müssen der Start-Ziel-Bereich und die Wechselzone besser als bei bisherigen Events abgesperrt werden. Die Eingangskontrolle wollte man vorerst mit freiwilligen Helfern ausführen, beauftragte dann aus Gründen der Professionalität aber eine Security-­Firma. Die Mehrkosten, die entstehen, um die Covid-19-Tests in Zofingen für die Athleten aus aller Welt zu organisieren und das Schutzkonzept baulich umsetzen zu können, könne man dank Covid-19-Geldern von Bund, Kanton und Swiss Olympic decken, erläutert Peter Arnold. Das sei beruhigend, auch, weil Startgeldeinnahmen wegfallen dürften, zumal die maximale Teilnehmerzahl auf 1000 beschränkt ist. Ebenso ist die Anzahl Zuschauer in der Arena auf 1000 limitiert. «Man kann das Rennen ja aber auch an verschiedenen Orten unterwegs am Streckenrand gut mitverfolgen – ohne spezielle Schutzmassnahmen», betont Arnold.

Das Schweizer Aufgebot für die WM steht

Das OK beschäftigt sich gut eineinhalb Monate vor dem Anlass aber nicht nur mit Corona, sondern auch mit den sich füllenden Startlisten. Die Landesverbände mussten bis am 31. Juli ihre Selektionen fürs WM-Rennen angeben. Während bei den meisten Nationen noch die Bestätigung von World Triathlon aussteht, ist das Schweizer Aufgebot definiert. Nina Zoller, Melanie Maurer, Sarah Noemi Frieden, Daniela Schwarz, Andreas Kälin, Fabian Zehnder, Jens-Michael Gossauer, Michael Ott, Richard Lustenberger und Michael Pfanner sind heiss auf das WM-Rennen – aber hoffentlich nicht heisser als 37,5°.

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