Wo bleibt der Zertifikats-Effekt? Impfzahlen im Aargau sind diese Woche rückläufig

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Trotz der Ausweitung der Zertifikatspflicht ab Montag hält sich die Impfnachfrage im Aargau – hier im Impfzentrum des Kantonsspitals Aarau – derzeit in Grenzen. Alex Spichale

Die Ankündigung des Bundesrats, dass das Covid-Zertifikat ab Montag in Restaurants, Kinos, Fitnesszentren, Hallenbäder und weiteren Institutionen obligatorisch ist, hat in einigen Kantonen zu mehr Anmeldungen für die Impfung geführt. So haben sich in den vergangenen 24 Stunden im Kanton Bern rund 2000 Personen neu für die Erst-Impfung angemeldet, wie 20 Minuten berichtet. Normalerweise seien es 500 bis 1000 Personen pro Tag, teilt der Sprecher des Berner Gesundheitsdepartements mit.

Ob die Ausweitung der Zertifikatspflicht auch im Aargau zu einer stärkeren Nachfrage nach der Impfung führt, kann das Gesundheitsdepartement derzeit nicht beantworten. «Wir können dazu noch keine Angaben machen, da keine Anmeldung zur Impfung mehr notwendig ist», teilt Sprecher Michel Hassler mit. Umfragen zur Impfwilligkeit führe der Kanton keine durch, ergänzt Hassler.

Allerdings weist das Gesundheitsdepartement täglich die Impfzahlen aus – diese sind im Aargau nach den Sommerferien wieder angestiegen. Vom 9. bis zum 15. August wurden 4925 Erstimpfungen verabreicht, vom 16. bis 22. August waren es 6713, vom 23. bis 29. August dann 9212 Erstimpfungen.

In der ersten Septemberwoche registrierte der Kanton insgesamt 9414 Erstimpfungen, also nochmals eine leichte Zunahme. In der laufenden Woche liegen die Impfzahlen indes niedriger als zuletzt, gemäss einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Mittwoch stagniert der Wert bei rund 1500 Erstimpfungen pro Tag. Vergleicht man die ersten drei Tage dieser Woche mit den ersten drei Tagen der Vorwoche, so ergibt sich folgendes Bild:

Mittlerweile sind nach Angaben des Kantons fast 70 Prozent der Aargauer Bevölkerung im Alter von 20 oder älter geimpft. Betrachtet man die ganze impfberechtigte Bevölkerung, also alle Personen ab 12 Jahren, sind es 66 Prozent. Zugenommen hat zuletzt der Anteil geimpfter Personen bei den 12- bis 19-Jährigen, wie die Staatskanzlei mitteilt.

Derzeit bietet der Kanton ein stationäres Impfangebot mit acht regional verteilten Impfzentren, 80 Arztpraxen und 50 Apotheken. Am Standort Leuggern bleibt das Provisorium in Containern entgegen einer früheren Mitteilung bestehen. Dies liegt an der gestiegenen Impfwilligkeit, heisst es im aktuellen Newsletter zur Covid-19-Kampagne.

Die mobilen Impfstationen, zumeist in Zelten, kommen bis im Dezember bei den Schulen zum Einsatz. Seit dem 16. August liessen sich 934 Schülerinnen und Schüler an diversen Standorten von Aargauer Kantons- und Berufsschulen eine erste Covid-19-Impfung verabreichen. Das Angebot wird ab Oktober auf die Oberstufe der Volksschule ausgedehnt, wo sich Schülerinnen und Schülern nur mit elterlicher Einwilligung impfen lassen können.

Pop-up-Impfzentrum im Shoppi Tivoli ab Ende September

Vor einer Woche hatte der Kanton bereits angekündigt, dass eine permanente Impfmöglichkeit beim Shoppi Tivoli Spreitenbach geprüft wird. «Diese Prüfung ist positiv ausgefallen und eine permanente Impfmöglichkeit wird eingerichtet», heisst es nun im aktuellen Newsletter. Voraussichtlich ab dem 20. September könne allen Interessierten im Shoppi Tivoli eine Impfung angeboten werden, weitere Informationen stellt der Kanton für kommende Woche in Aussicht.

Im Kanton Bern ist seit dem 13. August ein Impftruck unterwegs – im Aargau gibt es kein solches Angebot. Es gebe also keine Möglichkeit, einen Impfbus für Betriebe oder Veranstaltungen zu buchen, teilt der Kanton mit.

Der Kanton Aargau verfügt über keinen Impfbus für Betriebe. Ein solcher kann also nicht für Impfungen in Betrieben oder an Veranstaltungen gebucht werden. Impfzelte kommen aber nicht nur bei Schulen zum Einsatz, sondern zuletzt auch beim Oldtimer-Traktoren-Treffen in Möriken-Wildegg mit 10'000 Besuchern. Dort nutzten am Sonntag 41 Personen das Impfangebot, wie Michel Hassler vom Gesundheitsdepartement mitteilt.

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