Meine Meinung zur «Wiggertalstrasse Nord»: Zwei Millionen Steuergelder werden verschleudert

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Archivbild zt

Am 26. September stimmt Rothrist über das Projekt «Wiggertalstrasse Nord mit flankierenden Massnahmen» ab. Bei einem Ja werden bei den flankierenden Massnahmen die geplanten Umgestaltungs- und Rückbauten zwei Millionen Franken an Steuergeldern kosten und verschleudert. Beim Rössli ohne Kreisel und bei der Bernstrasse ohne Radstreifen wird die Verkehrssicherheit massiv reduziert. Vermehrte Unfälle sind vorprogrammiert. Wollen wir das?

Bei einem Nein am 26. Sept. fordert das Referendumskomitee – im Zeitraum von zwei Jahren – eine Neuabstimmung mit einem Gegenvorschlag.

Wiggertalstrasse: An der Podiumsdiskussion vom 6. September musste man zur Kenntnis nehmen, dass es wenig Sinn macht, bei der Wiggertalstrasse Projektänderungen zu verlangen. Die Genehmigungsverfahren Astra/Kanton dauern Jahre und wir könnten mit dem Bau der Wiggertalstrasse nicht beginnen.

Flankierende Massnahmen: Alternativlos wird uns das Projekt mit den «flankierenden Massnahmen» zur Abstimmung vorgelegt, dies ohne Mitwirkung der Bevölkerung. Dies führte bei einem grossen Teil der Bevölkerung zu einer Oppositionswelle.

Die heutige Verkehrsführung vom Breitenkreisel bis und mit Rösslikreisel mit zusätzlich verkehrsberuhigenden Massnahmen, vom Gemeindehaus bis zur Apotheke, ist für alle Benutzer zweckmässig und sicher. Es gab in den letzten Jahren praktisch keine gravierenden Unfälle und für die Kinder ist es ein sicherer Schulweg. Es wäre unverantwortlich, zwei Millionen Franken Steuergelder für Umgestaltungs- und Rückbauten auszugeben, wo das Kosten-Nutzen-Verhältnis absolut nicht gegeben ist.

Die Befürworter argumentieren, dass zwischen dem Gemeindehaus und der Apotheke eine Wohlfühloase mit Lebensgefühl entsteht, das für die zukünftige Dorfentwicklung wichtig sei. In diesem Bereich ist lediglich ein Modegeschäft anzutreffen. Auch zukünftig werden sich in diesem Bereich keine Einkaufgeschäfte ansiedeln. Die Frage sei erlaubt: Wer benutzt die Wohlfühloase an der Bernstrasse und Rössliplatz? Das eigentliche Dorfzentrum ist im Gebiet Sennhof/Dörfli und Breiten am Entstehen. Dort werden sich zukünftig die Leute zum Einkaufs- und Kafischwatz treffen.

Weiter wird argumentiert, dass die Verkehrssicherheit für die Schüler (ohne Radstreifen) wesentlich verbessert wird. Da setzen wir ein sehr grosses Fragezeichen.

Weitere Schwachstellen sind: Die neue Verkehrsführung in der 30er-Zone, ohne Trennung der Verkehrsträger, ist unfallgefährlich. Die Bushaltestellen mitten auf der Strasse sind eine Verkehrsbehinderung für alle und vor allem für die Notfallfahrzeuge und die Feuerwehr (jede Minute zählt). Dass die Personenunterführung beim Coop zurückgebaut wird, ist in Bezug auf die Zentrumentwicklung unverständlich. Beim Dörfli bis zum Lidl wird eine Einbahnstrasse mit grossem Aufwand geplant. Wer zum Lidl/ Drogerie einkaufen geht, muss zukünftig über den schon stark belasteten Rivellakreisel via Breitenkreisel zu den beiden Geschäften fahren.

Gegenvorschlag: Bei einem Nein am 26. Sept. fordern wir im Zeitraum von zwei Jahren eine Neuabstimmung mit folgendem Gegenvorschlag: Mit kleinen Retuschen die Beibehaltung der heutigen Verkehrsführung vom Breitenkreisel bis und mit Rösslikreisel. Eine verkehrsberuhigende Zone mit Tempo 30, ab Gemeindehaus bis zur Apotheke (wegen dem Agglomerationsbeitrag von rund 1 Million Franken). Keinen Rückbau vom Rösslikreisel und der Personenunterführung beim Coop.

Schlusskommentar: Der Grundkredit inkl. Agglomerationsbeitrag beträgt beim Projekt 6,1 Mio. Franken. Die Belagssanierungskosten mit Beibehaltung der heutigen Situation betragen 4,1 Mio. Franken. Da ist der Agglomerationsbeitrag von rund 1 Mio. Franken noch nicht mit eingerechnet. Dies sind gute Gründe für ein Nein am 26. September.

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