Der EHC Olten hat den ersten Stresstest der neuen Saison nicht ganz bestanden

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Klotens Eric Faille (rechts) wird gleich von drei Oltnern in die Enge getrieben. (Bild: Andy Müller/Freshfocus)

Es ist eine alte Weisheit: Spiele gewinnt man nicht auf der Strafbank. Auch dem EHC Olten wurde dies in Kloten mal wieder schmerzlich ins Bewusstsein gerufen. 2:0 führten die Oltner bis weit ins letzte Drittel hinein und schienen einem souveränen, ja überzeugenden Sieg bei Ligakrösus Kloten entgegenzusteuern.

Doch dann gab es eben diese Strafen. Erst wanderte Simon Lüthi auf die Strafbank. Wenig später zappelte der Puck im Tor von Oltens Schlussmann Simon Rytz. Es war ein umstrittener Treffer der Klotener, dem vermutlich ein hoher Stock von Torschütze Eric Faille voranging. Die Schiedsrichter entschieden auf dem Eis auf «kein Tor», revidierten jedoch ihren Entscheid nach der Sichtung des Videomaterials – zur Verwunderung von fast allen Beteiligten.

Kurz darauf verabschiedete sich mit Lukas Lhotak der nächste Oltner auf das Sünderbänkchen. Diesmal ermöglichte eine kurze Unaufmerksamkeit Antoniettis den Klotener Treffer. Statt den Puck resolut aus dem Drittel zu hauen, versuchte es der EHCO-Verteidiger mit Finesse und sah seinen Befreiungsversuch von Marchon abgefangen. Dessen Pass verwertete Robin Figren eiskalt zum 2:2.

Im Mitteldrittel mehrfach die Entscheidung verpasst
Damit war die ganze schöne Vorarbeit, die die Oltner während eines Grossteils des Spiels geleistet hatten, dahin. Denn das, was der EHCO zuvor gezeigt hatte, verdiente allergrössten Respekt. «Das war wirklich eine coole Performance meiner Mannschaft», freute sich auch Headcoach Lars Leuenberger über das, was er von seinen Spielern gesehen hatte. Nachdem man den ersten Ansturm der Klotener überstanden hatte, schlugen die Gäste zweimal eiskalt zu. Erst traf Simon Lüthi mit einem Knaller im Powerplay zum 1:0 (5.). Kurz darauf düpierte Dominic Weder bei einem Konter seinen Gegenspieler und traf zum 2:0 (7.).

Ja, die Oltner spielten vor allem im Mitteldrittel bisweilen so gut, dass man am Ende sogar von einer überaus ärgerlichen Niederlage sprechen musste. Hasani und Fuhrer vergaben jeweils solo vor Kloten-Goalie Nyffeler. Auch sonst verpasste man den wohl vorentscheidenden dritten oder  vierten Treffer mehrmals um Haaresbreite und  brachte sich so um den eigentlich hoch verdienten Lohn für einen überzeugenden Auftritt.

Denn in der Verlängerung kam es so, wie es kommen musste: Der EHCO hatte während zwei Minuten Zeit, bei vier gegen drei Gegenspielern erneut für die Entscheidung zu sorgen. Das gelang wieder nicht. Und als die Klotener wieder komplett waren, schnappte sich Faille die Scheibe und verwertete einen Konter zum 3:2-Siegtreffer für die Einheimischen.

Der fehlende Sieg als einziger Wermutstropfen
«Schade, wurden wir für unsere Leistung nicht belohnt. Aber wenn man gegen eine Mannschaft wie Kloten die Tore nicht macht, dann wird man irgendwann dafür bestraft», bedauerte Lars Leuenberger, was aber für ihn den Gesamteindruck nicht gross beeinflusste. «Das war wohl etwas vom Besseren, was man in Kloten von einem Gastteam gesehen hat.»

Unter dem Strich kann man sagen: Der EHC Olten hat seinen ersten Stresstest der neuen Saison bestanden, wenn auch mit Abstrichen. Wer gegen eine Mannschaft wie Kloten in deren Stadion so lange das Geschehen im Griff hat, der hätte den Sieg mit nach Hause nehmen müssen. Ohne wenn und aber. Das ist der einzige Wermutstropfen eines ansonsten aus Oltner Sicht gelungenen Abends im Schluefweg.

SC Langenthal: Nicht souverän, aber erfolgreich

Hin und Her – etwa so lässt sich die erste Partie des SC Langenthal bei den Ticino Rockets in der neuen Saison beschreiben. Der SCL war besser, leistete sich aber zu viele Fehler. Zwischenzeitlich lagen die Gäste mit 0:2 in Rückstand, führten 3:2 und mussten sich später mit einem Ausgleich auseinandersetzen. Die Probleme waren hausgemacht. Unkonzentriertheiten bei den Zuspielen und den Puckannahmen führten dazu, dass die Oberaargauer als Favorit nur selten die Spielkontrolle ausüben konnten. So mussten sie sich über die Zeit retten. Passend dazu: Nach einem cleveren Zuspiel von Marc Kämpf auf Dario Kummer hatte dieser 40 Sekunden vor Schluss das leere Tor vor sich. Kummer, bereits Doppeltorschütze, verfehlte bei seinem Schuss von der blauen Linie aber das erlösende 5:3.Kummers zweifacher Erfolg entstand in Langenthals bester Phase kurz nach der ersten Pause. Mit ein bisschen Wut im Bauch und fast schon einer trotzig-cleveren Reaktion stemmte sich der SCL gegen die hart kämpfenden Rockets und zeigte dem Farmteam seine Grenzen auf. Erst traf Kummer nach 102 Drittelssekunden zum 2:2, ehe er in Überzahl (29.) nach einem Zuspiel in den Slot reaktionsschnell auf 3:2 erhöhte.Nachdem die Rockets eine doppelte Überzahl innert vier Sekunden zum 3:3 (38.) verwerteten, zeigte sich der SCL im Powerplay ebenso treffsicher: Marc Kämpfs 4:3 (43.) war bereits das dritte Überzahltor der Gäste an diesem Abend. Es sollte entscheidend sein, auf die zweite SCL-Führung fanden die Tessiner keine Antwort mehr. (ryl)


Kloten - Olten 3:2 n.V. (0:2, 0:0, 2:0, 1:0)

Stimo Arena. – 3243 Zuschauer. – SR: Ströbel/Staudenmann, Dittli/Micheli. – Tore: 5. Lüthi (Knelsen/Ausschluss Randegger) 0:1. 7. Weder (Schmuckli) 0:2. 50. Faille (Ausschluss Lüthi) 1:2. 54. Figren (Marchon/Ausschluss Lhotak) 2:2. 63. Faille 3:2. – Strafen: je 5-mal 2 Minuten.

Kloten: Nyffeler; Steiner, Gähler; Seiler, Randegger; Kindschi, Janett; Stämpfli, Kellenberger; Marchon, Faille, Figren; Altorfer, Meyer, Spiller; Obrist, Melnalksnis, Dostoinov; Hinterkircher, Simek, Knellwolf.

Olten: Rytz; Antonietti, Scheidegger; Lüthi, Schmuckli; Heughebaert, Weisskopf; Maurer, Portmann; Horansky, Knelsen, Nunn; Hasani, Forget, Lhotak; Mosimann, Fuhrer, Wyss; Muller, Weder, Hüsler.

Bemerkungen: Kloten ohne Ganz, Markun, Riesen, Bartholet (alle überzählig), Füglister (gesperrt) und Schreiber (verletzt). Olten ohne Oehen, Nater, Gurtner und Schwab (alle überzählig). 54. Timeout Olten.


Ticino Rockets - Langenthal 3:4 (2:1, 1:2, 0:1)

Raiffeisen BiascArena. – 132 Zuschauer. – SR: Potocan/Gianninazzi, Ammann/Bichsel – Tore: 9. Neuenschwander 1:0. 12. Beauchemin (Canova, Cajka/Ausschluss Higgins) 2:0. 17. Rüegsegger (Elo, Coffman/Ausschluss Beauchemin) 2:1. 22. Kummer (Maret, Fuss) 2:2. 29. Kummer (Maret, Kläy) 2:3. 38. Cajka (Canova/Ausschlüsse Kummer, Kämpf) 3:3. 43. Kämpf (Coffman, Rüegsegger/Ausschluss Werder) 3:4. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Biasca, 6-mal 2 Minuten gegen Langenthal.

Ticino Rockets: Müller; Pastori, Conceprio; Gärtner, Näser; Pezzullo, Villa; Rubanik; Barbei, Cajka, Werder; Bionda, Beauchemin, Incir; Gaeta, Canova, Neuenschwander; Lauper, Dufey, Leone.

Langenthal: Caminada; Müller, Christen; Weber, Maret; Higgins, Pienitz; Aeschbach, Aebi; Kämpf, Coffman, Elo; Fuss, Kummer, Rüegsegger; Wyss, Kläy, Rehak; Hess, Nyffeler, Bärtschi.

Bemerkungen: Ticino Rockets ohne Fontana (verletzt). Langenthal ohne Tschannen, Dähler (beide verletzt) und Schneeberger (Biel). 10. Pfostenschuss Rehak. 58:42 bis 60:00 Ticino Rockets ohne Müller zu Gunsten eines sechsten Feldspielers. 60. Time-Out Ticino Rockets.

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